Dungeons and Dragons & Das Schwarze Auge in Ulm
 
[15.02.21] Session 19 – Der Eiswasserpass Teil 4: Opferritual der Kuo-Toa

[15.02.21] Session 19 – Der Eiswasserpass Teil 4: Opferritual der Kuo-Toa

°12. Mirtul°

Der Weg der Gruppe führte über eine hölzerne Hängebrücke, die einen unterirdischen Gebirgsfluss überspannte. Ein kleiner Wasserfall rauschte unter ihren Füßen hindurch. Nach der Brücke führte der Höhlengang weiter zu dem lauter werdenden Gesang, bis sie eine beleuchtete, große Kammer sahen. Unzählige Kuo-Toa wurden von flackernden Lagerfeuern beleuchtet, welche um einen großen Wasserstrudel in der Mitte der Kammer tanzten. Einer der Fischwesen war gerade dabei einen seiner gefesselten Artgenossen in einer Art Ritual in den Strudel zu stoßen, was von dem wahnsinnigen Gebrüll begleitet wurde. Die Prozession wurde von einem Priester vor seinem Thron aus Korallen geleitet, der Befehle mit seinem Krabbenstab erteilte.

Zum Nachteil der Gruppe, waren einige der Krieger aufmerksam und entdeckten die herannahende Gruppe. Das Opfer wurde in den tödlichen Strudel gestoßen, als die Krieger mit ihren Zangenstäben auf die Helden losstürmten. In einem Augenblick brach Chaos aus, soweit es das Chaos der Kuo-Toa noch übertreffen konnte. Uthal und Balrun wurden von den Kuo-Toa-Kriegern schnell umzingelt und von ihren Zangenstäben festgesetzt, die sich mit den eisernen Spitzen in ihre Körper gegraben hatten. Währenddessen versuchte Iro zum Erzpriester vorzudringen, der am anderen Ende der Kammer mächtige Schutzgeister um sich herum beschwor, welche ihn nahezu komplett verschleierten. Die Geister griffen Iro an, als er sich ihm für einen Angriff nähern wollte und der Erzpriester traf ihn mit seinem Zepter, der einen knisternden Blitz auf Iro freisetzte. Iro ging bewusstlos zu Boden, nur Norixius und Rikuhu in Tiergestalt waren noch kampffähig. Der Priester machte eine Geste mit seinem Zepter, um ihnen ihre Niederlage zu verdeutlichen. Für einen kurzen Moment, mussten Norixius und Rikuhu entscheiden, ob sie sich ihnen ergaben, oder bis zum bitteren Ende kämpfen würden. Zur Überraschung der siegessicheren Kuo-Toa, überkam Norixius ein bitteres Lächeln und er setzte den Kampf zusammen mit Rikuhu fort. Es war ein tödlicher Kampf und viele waren ihrem Ende nahe, aber schlussendlich konnten sie die Kuo-Toa besiegen. Erschöpft und übersät mit blutigen Wunden, sanken alle atemlos zu Boden.

Gegenüber des Korallenthrons stand eine aus Lehm geformte Statue in der südöstlichen Ecke der Kammer. Etliche tote Fische, Fischgräten, Knochen und Edelsteine lagen am Fuß der Statue. Bei genauerem betrachen, sah Norixius, dass es sich um eine uralte elfische Statue handelte, die von den Fischwesen bis zur Unkenntlichkeit verunstaltet wurde. Sie hatte Tentakel aus Lehm und der Kopf war von einem Krabbenpanzer verdeckt. Die Kuo-Toa hatten sich in ihrem Wahnsinn eine eigene Gottheit erschaffen, die sie hier verehrten und der sie Opfer in Form von Fischen und Mitanbetern darboten. Norixius wusste, dass die Kua-Toa einst von Gedankenschindern gepeinigt und versklavt wurden, was ihren Verstand über die Jahre hinweg verkümmerte. Der Wasserstrudel in der Mitte war ein reißerisches Loch, was vermutlich weiter in das Underdark führte. Es gab auch einige mächtige Gegenstände, die der Erzpriester in einer verkrusteten Truhe aufbewahrte. Darunter ein Azurdolch, der seinem Träger merkwürdige Prophezeiungen zuflüsterte, dessen Stimme wie der tiefe Ozean selbst klang.

In einer seitlichen Höhle fand Uthal einen Steinkreis, der mit Knochen übersät war. Ein Steinaltar mit bronzenen Ritualgegenständen wurde benutzt, um die Opfer für die Zeremonien vorzubereiten. An einen der Steine war ein bewusstloser Mykonidenspross gekettet. Rikuhu stabilisierte ihn und brachte ihn zur Gruppe. Gemeinsam verließen sie den Hort der Fischwesen und machten sich auf den Weg zurück zu den Mykoniden.

Zurück im grünen, unterirdischen Hain wurden sie als Helden begrüßt. Die Mykoniden waren glücklich über den Sieg und über ihren Sprössling. Bevor sie allerdings das Versprechen der Mykoniden einlösten, legten sie eine lange Rast in einem der Moosbetten ein. Norixius betete und arbeitete noch an einem Anhänger in Form eines Wasserfalls, das Zeichen von Eldath, der Göttin des Friedens. Er schenkte den Anhänger Rikuhu.

°13. Mirtul°

Am nächsten Morgen erkundigten sie sich nach dem Sprössling, dem es inzwischen viel besser ging. Nach einer herzlichen Verabschiedung vom Zirkel, führte sie ein Kundschafter der Mykoniden sicher durch den giftigen Eiswasserpass, weiter den Berg hinauf. Als das Tageslicht hereinbrach, lies der Mykonid die Gruppe alleine weiterziehen. Sie traten in eine kalte, schneebedeckte Landschaft hinaus. Vor ihnen lagen die eisigen Höhen der Schwertberge.