Dungeons and Dragons & Das Schwarze Auge in Ulm
 
[05.03.20] Session 11 – Der Hort eines Grünen Drachen

[05.03.20] Session 11 – Der Hort eines Grünen Drachen

Die Ruinen von Donnerbaum

19. Ches 1491 TZ (Die Klaue der Sonnenuntergänge)

Die vier begaben sich in den Neverwinter Wald, hinter welchem die Sonne langsam aufging. Umso weiter sie in den Wald liefen, desto dichter wurde auch der Nebel der sich zwischen ihren Füßen absetzte und die Ruinen von Donnerbaum in ein gespenstisches Licht tauchte. Vom Himmel war unter diesem dichten Blätterdach nicht viel zu sehen. Die Natur hatte sich die Ruinen schon längst zurückgeholt und überwucherte alles was dort stand. Die Helden durchsuchten einige Häuser und Sora versuchte mit „Magie entdecken“ einige Geheimnisse aus diesem im Wald versunkenen Ort zu ziehen. Doch viel wollte diese Stadt nicht von sich preisgeben, lediglich in einer alten Schenke schien sich einige magische Kraft zu sammeln. Flint und Pa yan Galadh schlichen derweil durch die Ruinen und schreckten einige Zweigplagen auf. Die lebendig gewordenen Knollen konnten den beiden nicht viel anhaben und wurden schnell niedergeschlagen, zum Bedauern von Pa yan Galadh. Caeldrim wendete ein, dass es interessant wäre zu wissen wie diese Gestalten zu einem Leben gefunden hatten. Sora fand nur heraus, dass viel Magie im Boden Donnerbaums steckte, doch wie dies zustande kam war ihr ein Rätsel.

Nachdem sie den ersten Teil der kleinen Stadt erkundet hatten, entschieden sie sich in die zerfallene Taverne zu gehen von der Sora sprach. Mit einem gezielten Tritt schlug Flint die Tür zur Taverne ein und Asche wirbelte in grauen Staubwolken auf. Kurze Zeit passierte nichts doch plötzlich erhoben sich vier Aschezombies. Noch bevor sie sich aufgerichtet hatten, schoss Pa yan Galadh mit einem gezielten Schuss auf den ersten der Zombies, welcher ein Stück seines zerfallenden Körpers verlor, doch unbehindert weiter aufstand. Sora wirkte einen Schutzzauber auf Flint welcher mit großem Mut und Tatendrang nun auf die Zombies einschlug und geschickt ihren langsamen Schlägen auswich. Während Flint parierte und den ersten Zombie in Staub aufgehen ließ, bemerkte er gar nicht, wie ein kleines Licht sich über ihm bildete. Caeldrim hatte einen Schallzauber gewirkt und katapultierte die Zombies einige Schritte weg von seinem zwergischen Gefährten. Sora nutzte den an den Wänden entstanden Schaden dieses Zaubers, um eine Wand einzuschlagen. Die Zombies achteten gar nicht auf Sora und gingen weiter auf Flint los, welcher sich zu wehren wusste und den nächsten Zombie zu Pulver verarbeitete. Pa yan Galadh, zielsicher wie immer, traf den nächsten Aschezombie mitten ins Gesicht. Auch dieser zerfiel zu Staub. Sora stieg derweil durch das entstandene Loch und holte für den letzten der Zombies zu einem Schlag aus. Auch der letzte zerfiel zu einem Aschehaufen. Der Boden schien sich nun nicht mehr zu erheben, die Aschezombies schienen nun Ruhe zu geben, und so nutzen die vier die Gelegenheit den Raum unter die Lupe zu nehmen, doch außer ein wenig Gold fanden sie nichts weiter Interessantes.

Tyrs Offenbarung

Während die Helden den Raum untersuchten und miteinander diskutierten was sie als nächstes tun sollten, vernahm Flint eine Stimme, sie schien ihn zu rufen. Er deutete den anderen sie sollen still sein, er hätte etwas gehört. Doch die anderen sahen ihn nur verständnislos an, sie hatten nichts vernommen. Flint folgte unbeirrt der Stimme und fand sich vor den Adrassäulen, welche vor dem Hang des Turmes in der Mitte der Stadt Donnerbaum wuchsen, wieder. Für ihn sah es so aus, als ob die Steine durch das dicke Blätterdach der Bäume beleuchtet wurden. Als er sie berührte, kam es ihm vor wie in einer Trance. Er fand sich in einem riesengroßen Thronsaal wieder, an dessen Wänden weite Teppiche mit Symbolen hingen und der große rote Teppich auf dem Boden zu einem gigantischen Thron führte. Auf dem Thron saß eine Gestalt, die ihm nur zu gut bekannt vor kam. Es war die Gestalt von Tyr! Seinem Gott. Tyr erhob die Stimme und begrüßte seinen Besucher. Er erklärte dem Zwergen, dass seine Glaubensbrüder vor längerer Zeit schon dem Weg seines Glaubens nicht mehr folgten. Und nur er könne dies richtigstellen. Er zeigte Flint eine Vision von einem großen brennenden Haus in einer Küstenstadt. Tyr schenkte Flint eine Laterne, mit der er verlorene Seelen einfangen und zurück in Kelemvors Rad entlassen sollte. Er erwähnte noch, dass das Rad gestört sei und es seine Aufgabe war dies richtigzustellen. Mit diesen Worten verließ Flint seine Vision von seinem Gott und befand sich wieder vor den Adrassäulen, die nun nicht mehr smaragdgrün schimmerten. Er sah sich verwundert um und seine Freunde sahen ihn verständnislos an. Auf Nachfragen, was Flint den nun gehört hatte, erzählte er von seinem Erlebnis. Caeldrim fiel dann die grüne Laterne auf seinem Rücken auf.

Der Turm am Hang

Gestärkt mit dem Wissen, seinen Gott hinter sich zu haben, marschierte Flint voraus um den Hang des Turmes herum. Doch weit führte dieser Weg nicht, denn der Weg wurde von dicken Spinnennetzen versperrt. Sora begann sich durch die Netze durch zu schlagen, als sie plötzlich bemerkte, dass das Netz vibrierte. Zwei Spinnen krabbelten aus einem der umliegenden Häuser heraus. Nachdem Sora das Spinnennetz und die darin kletternden Spinnen in Feuer getaucht hatte nutze Pa yan Galadh die Gelegenheit und zielte geschickt auf eine der Spinnen und erledigte sie sofort. Flint und die zweite Spinne lieferten sich einen kleinen Schlagabtausch, doch Flint war geschickter. Dennoch traf die Spinne ihn an seiner Schulter, doch noch immer gestärkt von seiner göttlichen Begegnung machte ihm das Gift der Spinne nichts aus. Er war zäher als dieses Ungetüm dachte. Sora schlug der Spinne den Kopf ab und tauchte Flint damit in ein stinkendes eitriges Sekret. Als die vier sich durch die weiteren Spinnenweben gekämpft hatten, standen sie nun vor dem Haus, aus dem die Spinnen gekrochen waren. Im Inneren fanden sie eine Leiche, die bereits schon länger hier zu liegen schien. Als Flint mit seiner Laterne näher kam Bewegte sich eine Seele aus dem blutleeren Körper und stellte die Szene seines Todes dar. Flint fing die Seele ein und die vier verließen die Hütte wieder. Sie machten sich nun auf zum Turm.

Dem Weg hinauf folgend bemerkten sie, dass der beißende Geruch, der nun immer stärker wurde von dem Turm zu kommen schien. Doch gab es keinen direkten Eingang in den Turm. Nur eine kleine Hütte stand neben dem mächtigen Gebäude. Pa yan Galadh bemerkte plötzlich, dass die Gefährten von einer Menge Vögeln beobachtet wurden. Die Vögel saßen im gegenüberliegenden Blattwerk des Waldes und starrten auf die Gruppe hinab. Flint trat die Türe zu der Hütte ein und der beißende Gestank wurde stärker. Die Vögel ließen sich auf dem Dach des Hauses nieder und zwitscherten aufgeregt los, bevor sie allesamt wie auf ein Kommando wegflogen. Caeldrim stellte fest, dass es sich hier um eine Warnung gehandelt haben könnte. Ihnen fiel auf, dass es hier eine Tür gab, die in den Turm zu führen schien. Sora drückte vorsichtig die Klinke hinunter und sah in den leeren großen und dunklen Raum des Turmes hinein. Sehr viele Pilze hatten sich hier angesiedelt und eine große Höhle führte am Ende des Turmes in den Boden. Die vier stiegen die Höhle hinab und fanden sich in einer noch größeren Höhle wieder. Doch sie trauten ihren Augen nicht. Dort lag schlafend, auf seinem Gold wachend ein grüner Drache. Womöglich der, den sie zuvor schon gesehen hatten als sie am Eulenbrunnen waren?