Dungeons and Dragons & Das Schwarze Auge in Ulm
 
[07.12.20] Session 5 – Von Kobolden und neuen Göttern

[07.12.20] Session 5 – Von Kobolden und neuen Göttern

°23. Tarsahk°

Sildar betraute die Helden nach ihrer Ankunft in Phandalin schnell mit einer neuen Aufgabe. Die Geldanlagen der kleinen Stadt gingen allmählich zu neige, so klammerte sich der Lord von Phandalin an eine Geschichte die sich das Dorf erzählte. Der Turm der Stürme sollte solche Schätze beherbergen und Phandalin vor dem finanziellen Aus retten.

Der Wirt Toblen der Taverne „Zu den Drei Brüdern“ gab der Gruppe den Hinweis sich mit dem „alten Oswald“ zu unterhalten. Der alte Mann war ein Krabbenfischer in der Nähe des besagten Leuchtturms, er würde sicherlich einige Informationen preisgeben. Der mürrische Mann saß in der Taverne alleine an einem Tisch. In der Hoffnung mit einem Humpen Bier den Mann zum reden zu bringen, näherte sich die Gruppe ihm. Oswald war ein abweisender Mann, ließ sich letzen Endes aber doch überreden, einige Geschichten zu erzählen. Wenn sie den Geschichten des Mannes trauen konnten, besuchte ein Meereself den Turm hin und wieder, doch als das Leuchten in dem geisterhaften Turm begann, kam er nie wieder. Das Leuchten lockte viele Schiffe an die nun vor dem Turm in Trümmern lagen, würde jemand durch das Wasser tauchen könnte er sicherlich einiges an Schätzen bergen. Das leuchten begann, nach seinen Erzählungen, eines Tages plötzlich und war seit diesem Tag nie wieder erloschen. Das grüne Feuer im Leuchtturm schien nachts stärker zu werden und lasse die Erde erbeben. Schildbeißer hatte schon einmal etwas von dem Volk der Meereselfen gehört, sie sind ein wasseraffines Volk, dass in umhertreibenden Nomadenstämmen im Ozean des Schwertmeeres lebt.

Die Helden beschlossen sich dieser Sache schnell anzugehen. So rüsteten sie sich aus und zogen noch am selben Tag los, zu besagtem Leuchtturm.

Als sich der Tag langsam dem Ende zu neigen schien, erreichten sie nicht weit von Phandalin eine große Eiche, ein guter Platz für eine Rast wie sie fanden. Doch irgendetwas stimmte nicht. Als die Helden um die Eiche herumliefen, sahen sie einen verletzten und schmutzigen Halbling. Iro begab sich sofort zu dem Verletzen und begrüßte ihn in ihrer Landessprache. Verwundert aber glücklich über die Lebenden, berichtete der Halbling, der sich ihnen als Gilbert Teeblatt vorstellte, über einen Angriff auf sich und seinen Boss. Die beiden transportierten Adrassteine von Phandalin nach Waterdeep. Doch hatten sie die kleine Stadt erst verlassen, wurden sie hinterrücks von Kobolden angegriffen. Seinen Boss hatten sie mit sich genommen, nur er konnte sich in ein Gebüsch fliehen, und ist dann bis zu dieser Eiche gekrochen. Laut Rikuhu sind Kobolde nicht besonders kluge Geschöpfe, irgendetwas musste sie dazu angetrieben haben so etwas zu tun. Die Gruppe beschloss sich dem anzunehmen und nach dem zweiten Halbling Perrin Unterfuß zu suchen.

Die Reste des Überfalls waren nicht weit entfernt. Ein Karren wurde mitten auf der Strecke umgeworfen und lag nun in dem Schlamm der Straße. Schildbeißer sah sich die Szenerie an und wurde auf ein Geräusch aufmerksam. Unter dem Karren wurde einer der Kobolde eingeklemmt. Rikuhu überzeugte den kleinen, dass die Gruppe ihm nichts tun wollte. Doch das kleine Geschöpf schien Angst zu haben, vor allem vor Schildbeißer und Balrun. Schnell schlossen sie darauf, dass er schon einmal mit Drachenblütigen zu tun gehabt haben musste. Rikuhu erklärte, dass Kobolde oft Sklaven oder Diener für Drachen seien. Der Kobold wurde zunehmend nervös, erklärte immer wieder sein Gott Hirrathak der Große würde ihn bestrafen, wenn er nicht sofort wieder zurückkommt. Ein neuer Gott? Das kam Schildbeißer komisch vor. Nach kurzem überreden nahm der Kobold die Gruppe mit in das Versteck des neuen Gottes. Die Gruppe kam an den Eingang einer gut versteckten Höhle, bewacht von zwei weiteren Kobolden. In der Höhle wurden sie von einem nassen modrigen Geruch begrüßt, der von dem Fluss ausging, welcher durch diese natürliche Höhle führte. Die Kobolde hatten sich mithilfe von Holz und Fässern Wege über den Fluss gebaut. Auf der anderen Seite angekommen stellten, die Helden schnell fest das der selbsternannte neue Gott nur ein weiterer Drachenblütiger war, der sich diesen klugen Geschöpfen bemächtigte. Im Laufe des Gespräches fanden sie auch heraus dass der „Gott“ seine Untertanen für Versuche benutzte, anscheinend forschte er auf dem Gebiet der Beseelung und hatte mit den Adrassteinen der Halblinge den großen Fang gemacht. Hirrathak hatte den Halbling den sie suchten umbringen lassen. Seinen Angaben zu folge, hatte er ihn in das Wasser geworfen wo er nun verrotten solle. Das war der Gemeinschaft zu viel, sie lieferten dem Magier einen harten Kampf, den er und sein Gefolge zuletzt verloren.

Rikuhu und Iro suchten im Wasser nach dem Halbling und wurden leider auch fündig. Iro trug den Halbling aus der Höhle, während die restlichen der Gruppe die Kisten mit den Adrassteinen hinaustrugen. In einer Kiste fanden sie einen Nimmervollen Beutel, einer der magischen Gegenstände die Hirrathak hier wohl erbeutet hatte.

Die Gruppe war traurig, dass sie dem verletzten Halbling schlechte Nachrichten überbringen mussten. Iro beerdigte den verstorbenen vor dem Höhleneingang. Die Gruppe kehrte niedergeschlagen zurück zur alten Eiche. Die Nacht war nun weit voran geschritten und sie waren erschöpft.