Dungeons and Dragons & Das Schwarze Auge in Ulm
 
[14.12.20] Session 7 – Der verletzte Reiter

[14.12.20] Session 7 – Der verletzte Reiter

°24. Tarsahk°

Der Halbork Moesko, selbsternannter Champion seines Gottes Talos, stand von seinem Thron auf, als er den Drachenblütigen erblickte. Moesko bot Schildbeißer an, ihn in seine Reihen aufzunehmen, wenn er ihm seinen Zauberfokus überließe oder sein Herz opfern und sich ihm anschließen würde. Selbstredend weigerte sich Schildbeißer und begab sich in eine Kampfposition. Seine Freunde traten an seine Seite und ein Kampf entfachte. Der Champion allerdings, schien tatsächlich von Talos gesegnet worden zu sein, denn er feuerte mit mächtigen Blitzen und Donnerschlägen auf die Gruppe und verletzte sie damit schwer. Doch alleine gegen Fünf hatte er keine Chance und wurde besiegt.

Nach diesem Kampf entschieden sie sich, den Rest der Nacht im Leuchtturm zu verbringen, um das grüne Feuer würden sie sich gleich morgen früh kümmern.

°25. Tarsahk°

Ausgeruht und gestärkt begab sich die Gruppe an die Spitze des Leuchtturms. Was sie dort auffanden hatten sie nicht erwartet. Anstatt eines Leuchtfeuers, erwartete sie hier das Herz von Moesko. Das magisch vergrößerte Herz schwebte über der Feuerschale des Leuchtturms und wurde in grünes Licht getaucht. Das Licht blendete die Helden, sodass sie nicht näher herankamen um sich dem Problem anzunehmen. Rikuhu entschied kurzer Hand, das Herz in eine Schicht Eis zu hüllen. Sie veränderte die Durchlässigkeit des gefrorenen Wassers sodass sich ihre Freunde dem Herz ohne Probleme nähern konnten. Uthal und Schildbeißer machten sich daran, das Herz zu zerstechen und somit unschädlich zu machen, in der Hoffnung das Licht dann zu löschen.

Iro und Balrun untersuchten dabei das Dach des Gebäudes, auf welcher sie die Spitze des Altars fanden. Offensichtlich hatte Moesko die Blitze mithilfe des Leuchtfeuers erschaffen oder gerufen um sie dann in dem Altar zu konzentrieren.

Mit einem ohrenbetäubenden Knall zerstörten die beiden Kämpfer auf dem Leuchtturm das in Eis gehüllte Herz und wurden an die Reling des Turmes gedrückt. Sogar Iro und Balrun spürten die Explosion des Herzes weiter unten.

Kaum war das Herz zerbrochen, legte sich der starke Regen, der den Turm in einen düsteren Schatten verwandelte. Balrun begann damit Feuerholz zu sammeln und ein richtiges Leuchtfeuer zu entzünden um weitere Schiffe zu warnen.

Kurz darauf begaben sie sich zurück zu Miraal, Schildbeißer gab ihm die Muschel zurück. Die trauernden Gesichtszüge des Elfen glätteten sich zu einem zufriedenen Lächeln. Er bedankte sich bei den Helden und hiterließ eine Nachricht für seinen Freund Sandstreicher. Betrübt beobachtete Rikuhu wie der Elf verschwand und stellte dann fest, dass der Elf nach seinem Tod zu einer Todesfee wurde, die nun von der Gruppe befreit war. Nun mussten sie diese schreckliche Nachricht der netten Krabbe mitteilen. Keiner der Helden brachte es wirklich über das Herz Sandstreicher die komplette Wahrheit zu sagen. So verstand die Krabbe nicht, dass ihr Freund verstorben war, sondern blieb in dem Glauben, dass der Meereself sich wieder auf den Weg gemacht hatte.
Die Krabbe belohnte die Gruppe mit einer Zweihandaxt, die sie zusammen mit Rikuhu aus einem der Schiffsfracks vor der Küste des Turmes barg. Doch so schnell die Krabbe wieder auftauchte, begab sie sich wieder ins Meer um ihren Freund zu suchen.

Die Helden starrten der Krabbe traurig hinterher.

Uthal überredete Rikuhu noch einmal nach den Fracks vor der Küste zu sehen, vielleicht konnte sie noch etwas bergen. Plötzlich erinnerte sich Iro an den Trank, den er bei den Harpyien fand. Er nippte kurz daran und stellte fest, dass er einen Trank der Wasseratmung in den Händen hielt. So konnte er Rikuhu bei der Suche nach Schätzen unterstützen! Schnell schluckte er den Trank herunter und stapfte vorsichtig in das Wasser. Tatsächlich konnte er unter Wasser atmen und sprechen. Sehr zum Vergnügen von Rikuhu, die ihn ein wenig wegen seiner Unbeholfenheit auslachte. Sie tauchten zu der Stelle und durchsuchten einige Schiffsfracks. In einem fand Iro einen Umhang der vielen Moden. Ein geschickter Magischer Gegenstand, der die Art seines Aussehens ändern kann.

Bei der Suche nach weiteren Schätzen nahm Rikuhu die Anwesenheit eines Haies war und versteckte sich zusammen mit Iro in einem Loch des Fracks. Doch es war schon zu spät, der Hai hatte bereits die Witterung aufgenommen und suchte die beiden. Ein Kampf unter Wasser wäre gefährlich für ihren Mitstreiter gewesen, so versuchte Rikuhu dem Hai klarzumachen, dass sie keine Feinde waren. Sie hatte sich im Turm etwas von dem salzigen Fisch mitgenommen und lockte damit den Hai. Es hatte funktioniert, doch lange würde der Zauber nicht halten. Zeit für die beiden wieder an Land zu gehen.

An Land angekommen, berichteten sie von den Erlebnissen unter Wasser. Sicherlich hatten sie viele Schätze liegen gelassen doch der Hai war bestimmt nicht alleine.

°27. Tarsahk°

Am Abend, zwei Tage später, traf die Gruppe wieder in Phandalin ein. Doch sie waren nicht die einzigen, die diesen Abend in die Stadt kamen. Ein Pferd raste in die Dorfmitte und blieb vor einer Menschenmasse stehen. Der Reiter des Pferdes fiel hinunter und landete in dem schlammbedeckten Boden. Der Mondelf war bewusstlos und das Pferd nervös. Sie waren beide von Wunden übersäht. Rikuhu beruhigte das Pferd und erfuhr von ihm, dass die beiden aus einem Lager geflohen waren. Dort hausten viele Geschöpfe und sie waren laut den Angaben des Pferdes ca. zwei Tage durchgeritten. Schildbeißer kümmerte sich derweil um den Mondelf, der langsam wieder das Bewusstsein zurück erlangte. Als er wach wurde erzählte er ihnen, dass er aus einem großen Orklager geflohen war. Er transportierte mit einigen anderen zusammen Waren für den Löwenschildhändler von Yartar aus. Doch auf dem Weg nach Phandalin wurden sie von diesen Orks überrannt. Glücklicherweise sprach der Elf Orkisch und verstand somit, dass die Orks einen Angriff auf Phandalin planten. Er zählte knapp 20 Orks, eine Schamanin und drei Oger! Von heute an, am 4. Tag bei Abenddämmerung wollten sie Phandalin überrennen und brandschatzen. Die Helden sahen den Elfen geschockt an. In der Zwischenzeit hatten sie ihn in die Taverne gebracht. Wie sie noch herausfanden hieß der Mondelf Aramil Meliamne.

Balrun stürmte aus der Taverne, bedacht darauf Sildar alles zu erzählen.