Dungeons and Dragons & Das Schwarze Auge in Ulm
 
[15.12.20] Session 8 – Ein Angriff naht! Teil 1

[15.12.20] Session 8 – Ein Angriff naht! Teil 1

°27. Tarsahk°

Der Schock dieser späten Nachricht saß tief bei allen Beteiligten. Der Mondelf erzählte weiter von dem was er alles gehört hatte. Es schien so, als ob der Stamm der Orks, die sich Sturmhäuter nannten, uneinig war. Der bisherige Anführer Urzul Eisenfang wurde von dem Emporkömmling Rhorog Elfenschlächter getötet und abgelöst. Dieser Ork plante nun auch den Angriff auf Phandalin zusammen mit der Schamanin Njega Knochenmalmer. Die Orks schienen eine Balliste, einige Armbrüste und Waffen durch den Überfall des Handelskarren zu besitzen.

Besorgt sahen sich die Helden untereinander an. Allen war klar, dass sie nun handeln mussten. Das Dorf konnten die Bewohner nicht verlassen, wo sollten sie auch hingehen? Die einzige Chance die Phandalin hatte, war dem Angriff standzuhalten. Doch dafür mussten Vorbereitungen getroffen werden. Die Gruppe machte sich auf um Sildar zur späten Stunde zu wecken.

Balrun war der erste der panisch an die Tür des Lords klopfte. Sildar öffnete geschockt die Türe und bat ihn hinein, sah dann aber den Rest der Gruppe kommen und ließ alle eintreten. In einer kurzen Zusammenfassung erzählten sie ihm von den Neuigkeiten und der drohenden Gefahr. Sildar verlor kurz die Fassung. Erst der Drache, jetzt ein Orkanangriff. Konnte dieses Dorf denn nicht in Frieden leben? Er bat die Gruppe darum ihn im Besprechungsraum des Rathauses zutreffen, in dem sie eine Krisenkonferenz abhalten würden. So begaben sie sich ins Rathaus.

Sildar folgte schnell mit dem Kommandanten seiner Stadtwachen Halmar Sturmsaat. Er würde ihnen zur Hand gehen. Konzentriert und überlegt schmiedeten sie einen Plan. Balrun und Iro sollten sich sofort auf den Weg machen und zum Lager der Orks reiten, vielleicht konnten sie dort weitere Informationen sammeln oder die Streitmacht schwächen. Wie ihnen gesagt wurde, ritten sie noch in derselben düsteren Nacht mit den beiden schnellsten Pferden los. Der Rest der Gruppe teilte sich auf. Uthal würde mit einigen Männern im nahegelegenen Tresendar-Wald Holz fällen damit Schildbeißer sich um den Bau eines Schutzwalls kümmern konnte. Zusätzlich wollten sie einige Fallen im Norden aufstellen und einen Geschützturm errichten. Die Anwohner sollten sich zurückziehen. Halmar wendete ein, dass im Kerker noch zwei Schläger säßen, die jemand eventuell überreden könnte mitzukämpfen. Rikuhu unterstütze den Spähtrupp, der um die Stadt patrouillieren würde.

Mit schlechtem Bauchgefühl begaben sich alle zur Nachtruhe und morgen früh wollten sie schnell mit dem Bau des Schutzwalls beginnen.

In derselben Nacht zogen Balrun und Iro in Richtung Conyberry los, denn südlich davon sollte das Orklager liegen. Sie trieben die Pferde bis zur Erschöpfung. Sobald die Sonne aufging machten sie Rast. Doch sie waren vom Weg abgekommen, der Nebel hatte Balruns Sinne gestört. Sie würden schnell weiter reiten müssen, wenn sie ihr Ziel rechtzeitig erreichen wollten.

°28. Tarsahk°

In Phandalin rief Lord Sildar Hallwinter alle Dorfbewohner morgens auf den Marktplatz. Er berichtete von dem kommenden Ereignis und erklärte die Vorgehensweise. Uthal bekam viele fähige und starke Männer an seine Seite gestellt, mit welchen er sich schnell auf den Weg machte. Schildbeißer begann mit der Planung des Walls, bis ihm noch eine Idee kam. Er machte sich auf, um sich mit der Besitzerin des Löwenschildhändlers und dem Besitzer des Gemischtwarenhändler zu treffen. Nach einer kurzen Beratung, ließ er Krähenfüße und Bärenfallen vor dem geplanten Wall aufstellen. Zudem kaufte er sich eine Schleuder mit der er die Perle des Feuerballs auf die Orks feuern wollte.

Rikuhu schlich als Tigergestalt um Phandalin herum, sie hielt nach allem Ausschau, was einem Späher ähnelte. Zu ihrem Entsetzen wurde sie allerdings fündig! Ein Schwarm Krähen zog über Phandalin hinweg und begutachtete den Wall. Sie sprang zu Schildbeißer und berichtete ihm davon. Er bat sie darum, das Ganze Sildar zu erzählen. So rannte sie zum Rathaus.

In der Zwischenzeit hatten Uthal und sein Trupp bereits einiges an Holz aus dem Wald geschafft, bis seinen Leuten auffiel, dass eine Person zu fehlen schien. Er verfolgte die Spuren eines größeren Tieres zurück zu einer Höhle in der Nähe. Dort fand er eine Eulenbärenmutter und ihre zwei Kinder. Auch er ging daraufhin ins Dorf um mit Sildar zu sprechen. Vor dem Rathaus traf er Rikuhu und sie tauschten die Informationen aus. Beide waren sich sicher, dass das Eulenbärenproblem schnell angegangen werden musste, sodass die Bauarbeiten nicht zum Erliegen kamen.

Balrun und Iro erreichten am selben Tag abends den Schrein von Savras, wo die Orks lagerten. Es war größer als sie dachten und der Schweiß tropfte ihnen von der Stirn. Sie beobachteten das Lager einen ganzen Tag, bis sie ungefähr sagen konnten, wie die Orks aufgestellt waren. Die Anzahl, die der Mondelf nannte, kam gut hin. Sorgen machten ihnen vor allem die drei Oger. Sie beschlossen, einen Streitwagen und die Balliste unschädlich zu machen, denn an die Schlachtpläne würden sie alle Male nicht herankommen. Selbst wenn die Orks alles niedergeschrieben hätten, fänden sie die Pläne nur in dem Tempel um den sie ihr Lager erbaut hatten. Von dem Anführer oder der Schamanin hatten sie nichts gesehen, wahrscheinlich waren sie im Inneren der Anlage. Der Streitwagen der Orks war beladen mit den Armbrüsten der Löwenschildhändler, diesen wollten sie ihnen auf jeden Fall nicht überlassen.