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Die Ruinenstadt Leilon

Die Ruinenstadt Leilon

Leilon war eine kleine Bergbaustadt, die müden Reisenden auf der Hohen Straße entlang der Schwertküste zwischen Neverwinter und Waterdeep als erholender Rastplatz diente. Die Stadt hatte einen guten Bezug zum Rat der Grafen, dank ihrem Oberhaupt Pelindar Filmarya. Direkt südlich der Stadt liegt der Totensumpf, welcher dem Städtchen hin und wieder Probleme neben den Orkangriffen aus den Schwertbergen bescherte und den Erzabbau in und um der Stadt erschwerte. Heute liegt die Stadt in Ruinen und wird seit knapp 100 Jahren von unterschiedlichsten Monstern, wie Untoten, Echsenmenschen oder Schlimmerem heimgesucht. Reisende auf der Hohen Straße umgehen die Ruinen weitläufig und finden erst seit kurzer Zeit eine neue Rastmöglichkeit bei Durgins Festung.

Hintergrund

Alles endete im Jahr des blauen Feuers (1385 TZ), als das Magiegefüge in einem als Zauberpest bekannten Ereignis fiel und die magischen Schutzzauber, die den Turm des Erzmagiers Thalivar beschützten, zusammenbrachen. Dies befreite die Monster, welche dort hausten und die Stadt gemeinsam dem Erdboden gleich machten. Jeder der Bewohner starb oder floh und überließ die Stadt den Monstern und Untoten.

Der Erzmagier Thalivar lebte vor über 500 Jahren in Leilon, als die Stadt noch ein ländliches Fischerdorf war. Er überwachte das Wachstum des Dorfes, um es in eine Stadt von Wert wachsen zu sehen. Sein Turm wurde auf den Ruinen eines Zwergenaußenpostens errichtet, der einst über eine Reihe von Minen wachte, die in den Hügel unterhalb des Turms gebaut worden waren. Der alte Magier lebte über seine Jahre hinaus, starb aber nicht an Alter, wenn die Legenden wahr sind. Vor rund 400 Jahren ist er einfach verschwunden. Nach einigen Wochen versuchten einige Einheimische nach ihm zu sehen, konnten sich aber dem Turm nicht nähern. Eine Art magischer Wall schützte das gesamte Gelände und verhinderte, dass etwas Lebendiges die Grenzen überquerte. Die Einheimischen warteten und dachten, dass der alte Magier von einer seiner Reisen zurückkehren würde, die er gerne fortsetzen würde, um einen neuen Schatz oder ein neues Monster zu zeigen, das er in Kristall gefroren hielt. Er kehrte nie zurück und der Turm stand leer und voller Gerüchte und Geheimnisse, als sich die Jahre Jahrhunderten zuwandten.

Alles veränderte sich an dem Tag, an dem die Magie vor etwas mehr als 100 Jahren versagte. Die Auswirkungen der Zauberpest ließen die magischen Schutzzauber versagen und ließen alle Monster frei, die er in Gefangenschaft hielt. Der untere Teil des Turms explodierte und überschüttete die umliegenden Häuser und Minengebäude mit Trümmern. Die oberen Stockwerke des Turms schweben immer noch unerklärlich über den Ruinen darunter, nur ein abgebrochener Stumpf der Wendeltreppe erhebt sich über den Trümmern wie ein knochiger Finger, der auf den verbleibenden Teil des Turms zeigt. Nachdem sich der Rauch der Explosion verzogen hatte und sich die neugierigen Bürger versammelten, um den Schaden zu untersuchen, kamen die Monster. Mehrere Dämonen und Teufel erhoben sich von der zerstörten Basis, während ein Betrachter aus den verbleibenden obersten Stockwerken herabschwebte. Innerhalb weniger Tage konnten die wenigen verbliebenen Stadtbewohner die Bedrohung nicht mehr eindämmen und alle starben oder flohen in die Sicherheit von Neverwinter oder Waterdeep.