Dungeons and Dragons & Das Schwarze Auge in Ulm
 
Rikuhu (Riki) Kahakai

Rikuhu (Riki) Kahakai

Wassergenasi – Druide – Neutral

Wie ihr unschwer erkennen könnt, bin ich etwas anders als Geschöpfe in meinem Alter. Das war schon immer so, sogar in meinem Dorf Einsamwald, im weit entfernten Eiswindtal. Als ich jünger war erklärten mir die ältesten in meinem Dorf immer das ich etwas Besonderes sei, sie erzählten mir Geschichten, von Geschöpfen die im Einklang mit den verschiedenen Elementen Leben, sogenannten Elementaren. Die Essenz eines dieser Elementare sei wohl auf mich über gegangen und so wurde ich statt zu einem Drow, wie meine Eltern welche sind, zu einem “Genasi”. Zumindest erklärten sie mir das so.

Meinen Vater hatte ich nie kennengelernt, aber meine Mutter versicherte mir, dass er gute Gründe hatte unser beschauliches Dorf zu verlassen. Ich glaubte ihr das sehr lange. Meine Mutter, Kasdega, ist eine Drow, eine sehr liebevolle noch dazu. Ich hatte auch eine Schwester, doch wurde sie mir genommen von dem Ewigen Eis das in Eiswindtal herrscht. Sie war eine junge aufstrebende Magierin, sie formte mir als ich acht war einen kleinen Polar Bären aus dem nie schmelzenden Eis, dass sie so faszinierte. Dieser ist bis heute mein größter Schatz, denn es war ihr letztes Geschenk an mich. Nach dieser schweren Zeit verbrachte ich viele Monde im nahen gelegenen Walde von Einsamwald. Die Tiere lernten ich schnell kennen und ich glaube sie verstanden meinen Schmerz, vielleicht mehr als die Bewohner meines Dorfes. Ein kleines Eichhörnchen verbrachte die meiste Zeit bei mir. Ich nannte sie Mahina, sie und ich wurden beste Freundinnen. Mahina hat schneeweißes Fell, so konnte sie sich von dem gierigen Adler beschützen der stetig über dem Wald kreiste. Irgendwann begann mir Mahina auch Nachhause zu folgen und schlief neben mir in meinem Bett. Eine der Dorfältesten, eine Elfe aus den fernen Wäldern, wurde darauf aufmerksam, dass mich dieses Eichhörnchen stetig begleitete. Als ich eines Tages Besorgungen auf dem Marktplatz machte stoppte mich die freundliche Elfe und fragte mich warum dieses Eichhörnchen mich begleitet. Nachdem ich ihr alles erklärte lud sie mich zu einem Tee zu sich ein. Ich fragte mich was sie wohl von mir wollte, willigte aber höflich ein und begleitete sie zusammen mit Mahina. Sie schob die Tür auf und es roch im gesamten Haus nach Kräutern, sie setzte Wasser auf und feuerte den Ofen.

“Setz dich kleine” sagte sie. und ich setzte mich stumm. Noch bevor ich Mahina fluchend ermahnen konnte, grub sich das Tier durch die etlichen Kräuter die in einem Korb lagen. Keyleth, begann zu lachen und rief das Tier in einer mir unbekannten Sprach zu sich. Mahina gehorchte und setzte sich ihr auf den Schoss. Verwundert setze ich mich wieder.

“Mahina ist sonst nicht so.. aufdringlich” gab ich zu.

“Sie ist ein kluges Tier. Und selten noch dazu.” sie lachte erneut. “Sag kleine hast du irgendwelche Pläne für deine Zukunft?” verwundert begutachtete ich die ältere Elfe. Meine Zukunft? Hier im Eiswindtal hatte eigentlich keiner eine Zukunft. Wenn man nicht gerade großartig im Zaubern war oder schwer anpacken konnte. So schüttelte ich den Kopf. Sie lächelte erneut und schob mir einen Tee zu. “Deine Freundschaft zu diesem Tier ist nicht normal weißt du? Mahina ist eine gesandte meines Druidenzirkels. Eigentlich sollte sie eine Nachricht überbringen auf die ich schon sehr lange warte.” Sie sah das Tier kurz böse an und Mahina flüchtete hinter meine Schultern. “Aber wie es aussieht hat sie das bereits vergessen.” Seufzte sie “Sag kleine was würdest du davon halten, wenn ich dich mit zu meinem Zirkel treffen mitnehme. Vielleicht könntest du mir ein wenig zur Hand gehen und wenn es dir gefällt was wir tun, könntest du vielleicht auch bei mir in die Lehre gehen.” Keyleth sah mich eindringlich aber freundlich an. “Das… muss ich mit meiner Mutter besprechen, sie bracht mich ja!” entgegnete ich ihr und stand dann auf. “Wann gedachtet ihr loszuziehen?”. Sie zog die Augenbraun kurz hoch und antwortete knapp mit einem “Morgen”. Etwas überrumpelt setze ich mich wieder. Ich trank stumm meinen Tee aus während mir Keyleth erklärte was einen Druiden ausmacht, ich könnte von ihr allerlei lernen, welches Tier man am besten wo antrifft. Wie man fremde Tier zähmt, welche Kräuter ich anwenden kann, wenn jemand verletzt ist, wie man in den Einklang mit der Natur leben kann. Das Angebot klang zu Perfekt für mich. Meine Abstammung machte mich zu einem perfekten Kandidaten sagte sie.

Später am Tag verabschiedete ich mich, ich hatte mich dafür entschieden mit ihr mitzugehen. Sie bot mir auch Geld an, das ich verwenden könnte um meine Mutter einige Zeit versorgen zu können. Meine Mutter war zwar nicht begeistert, aber ein wenig Silber mehr konnten wir gebrauchen, und die Kräuter Dame war eine Person der meine Mutter sehr vertraute. Und so machten wir uns am nächsten Morgen auf. Mahina folgte mir auch hier weiterhin.

Die Ereignisse überschlugen sich dann, wir waren mehrere Wochen unterwegs, über das Rückgrats der Welt in Richtung des Neverwinter Waldes. Am Rande dieses Waldes trafen wir ihren Zirkel und sie machte mich schnell zu einem Teil dieses Zirkels. Mahina wurde zu meinem Vertrauten Tier ernannt und Keyleth übernahm meine Ausbildung. Zu diesem Zeitpunkt war ich 11 Jahre alt. Wir reisten jedes Jahr zu diesem treffen, und während des Jahres lehrte sie ich die Flora und Fauna der verschiedenen Regionen. Ich lernte aus Büchern über die Tiere und Bestien ferner Länder. Sie erklärte mir was diese Tiere essen, welchen Pilz man ohne Probleme verspeisen konnte. Welche Sporen man meidet und wie ich ruhe ausstrahlen konnte um Tiere zu beruhigen. Es gab viel zu lernen. Während ich lernte arbeitet ich im Kräuter Laden meiner Meisterin und hielt meine Mutter und mich so über Wasser. Die Ausbildung kann unter Umständen Jahrzehnte dauern. Die Sprache der Druiden ist sehr komplex und das Wissen überhäufte mich manchmal. 8 Jahre lernte ich nun schon bei meiner Meisterin und nun beschloss ich mein kleines Dorf zu verlassen und alleine durch die Welt zu ziehen. Meine Meisterin fand das sei eine gute Idee, so konnte ich mir alles aus nächster Nähe betrachten und nicht nur aus Büchern lernen. Sie gab meiner Bitte statt und versprach mir nach meiner Mutter zu sehen während ich weg bin.

Was ich niemandem erzählte, ich machte ich ursprünglich auf den Weg einen Vater zu suchen. Ich hatte das Gefühl, dass es für mich nun an der Zeit war ihn kennenzulernen.

So traf ich einige Vorbereitungen und zog los. Einige Tage wanderte ich schon auf dem Weg zum Rückgrat der Welt als ich an einem Wolkenverhangenen Tag einen großen Mann an einem Eisloch sitzen sah. Ich blieb stehen und beobachtete Ihn, so jemanden hatte ich noch nie gesehen. Fasziniert sah ich ihm zu wie er vergeblich versuchte einen Fisch zu fangen. Bis er plötzlich in das Eis Einbrach. Aus meinen Gedanken gerissen stürmte ich zu dem Loch hin und sprang hinein. Das Wasser war zwar kalt aber das machte mir keine Probleme. Durch meine Abstammung ist es mir ein Leichtes unter Wasser zu Atmen und zu schwimmen. Tief unten verhing er sich in Algen. Ich schnitt ihn mi einem Dolch frei und zog ihn hinauf zu dem Loch das er geschaffen hatte. Zwar war er im Wasser leicht wie eine Feder aber hinaus ziehen konnte ich ihn nicht, zum Glück war er aber bei Bewusstsein und zog sich selbst aus dem Eiskalten Wasser. Wir machten ein Feuer und er wärmte sich auf. Nach einer Ewigkeit stammelte er ein zähneknirschendes „Danke“. Ich sah ihn schief an und begann zu lachen. Ich stellte mich erst einmal vor und betrachtete seine Tattoos. Er stellte sich mir als Uthal vor, später durfte ich ihn aber auch nach seinem anderen Namen nennen, Einsamjäger. Erklärte zumindest warum er alleine an einem gefrorenen Teich saß. Den Rest des Tages redeten wir viel und er erklärte mir, dass sein Stamm verschwunden war und er nun nach ihm sucht. Er vermutete, dass sie verschleppt wurden. Das traf sich gut, ich war ja sowieso auf dem Weg über die Gebirgskette und er versprach mich sicher rüber zu bringen. Irgendetwas faszinierte mich an dieser Person. Er war die ganze Zeit so aufrichtig als es um seinen Stamm ging. Diese Verbundenheit kennt man in Dörfern oder Städten nicht. Er ist ein sehr guter Weggefährte und Mahina schien ihn auch zu mögen, und so wandern wir zu dritt durch die Welt.

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