Dungeons and Dragons & Das Schwarze Auge in Ulm
 
[06.01.21] Session 11 – Das Vermächtnis einer Drachentöterin

[06.01.21] Session 11 – Das Vermächtnis einer Drachentöterin

Die Helden von Phandalin

°2. Mirtul°

Nach der anstrengenden Nacht, der Schlacht an Grüngras, schliefen die Helden zwei Tage durch. Als Iro als erster erwachte, setzte er sich mit schmerzenden Gliedern auf. Alle Muskeln schienen zu brennen. Als eine Magd, die eben noch dabei war seine Schuhe zu säubern, plötzlich rausrannte, wachten auch die anderen auf. Alles in allem fühlten sie sich elend. Nur einer nicht. Balrun. Als er erwachte erstrahlte wie ein Wunder, vielleicht durch seiner Götter Wohlwollen, eine magische Hand an der Stelle, an der normalerweise keine mehr sein sollte. Seine Mine hellte sich sofort auf. Hatten die Götter sie belohnt für ihre Taten? Betroffen sahen sie sich alle an. Wie waren sie in dieses Zimmer gekommen? Wer hatte sich um ihre Verletzungen gekümmert?

Die Antwort blieb ihnen nicht lange verwehrt, den Toblin, der Wirt des Gasthauses „Zu den Drei Brüdern“ stürmte herein und schnappte sich einen Stuhl. Stolz auf die Abenteurer strahlte er sie an und wollte wissen was passiert war. Er und die anderen Dorfbewohner hatten sich ja in ihren Häusern verbarrikadiert. Kurz zusammengefasst berichteten sie von dem mörderischen Angriff der Orks, von der Schamanin und den Ogern. Er staunte nicht schlecht, dass die Helden von Phandalin noch so standhaft geblieben waren am Ende. Er überreichte ihnen einen Dank der Dorfbewohner, einen Sack mit Gold. Er meinte es sei nicht viel, aber er wüsste um die schwere finanzielle Lage des Rats der Grafen in Phandalin, so beschlossen die Bewohner zusammenzulegen und den Helden einen Sold zu zahlen. Toblin erzählte auf Nachfrage noch, dass nur die Helden und ein weiterer Soldat die Schlacht überlebt hatten. Einige in der Gruppe senkten betrübt den Kopf, sie hätten vielleicht mehr retten können, wenn Tymoras Würfel nur richtig gefallen wären.

Die Gruppe raffte sich auf, denn Toblin versprach ihnen ein Festmahl. Er machte sich auch sofort auf den Weg und begann mit der Zubereitung. Als sie die Treppen in den Schankraum hinunter wankten, wurden sie mit schallendem Applaus begrüßt. Der Schankraum war belebt, viele neue Soldaten aus Waterdeep und Neverwinter wurden nach Phandalin stationiert, Dorfbewohner tranken und aßen an den Tischen. Toblin hatte nicht zu viel versprochen und servierte mehrere Hähnchen, Salat, Soßen und Krüge über Krüge Apfelwein. Die Gruppe aß so viel sie nur konnten, sie hatten immerhin seit knapp zwei Tagen nichts gegessen und das spürten sie jetzt auch. Mit jedem Bissen, den sie zu sich nahmen, bemerkten sie wie Kraft wieder ihre Glieder belebte und nicht jede Bewegung mehr Schmerzen verursachte. Es dauerte nicht lange und ein junger Mann sprach sie an, einer der Soldaten, er trug die Farben von Waterdeep. Nach einem kurzen Gespräch viel ihnen auf, dass dies der Soldat war, der mit ihnen die Schlacht überlebte. Der Bogenschütze war mit Iro auf dem Geschützturm positioniert gewesen. Er stellte sich ihnen als Bram Hochwind vor. Nach einem kurzen Gespräch begab er sich zurück zu den anderen Soldaten. Schildbeißer fragte Toblin nach den entstandenen Schäden der Schlacht und was passiert war, als die Gruppe ohnmächtig wurde. Toblin erzählte davon, dass sie die Toten schon am nächsten Tag auf dem Friedhof beerdigt hatten. Die toten Orks verbrannten sie auf einem Haufen außerhalb der Stadt und Schäden gab es wenige. Ein Haus war abgebrannt, und ein Feld, aber die Bewohner sind bereits dabei das Haus wiederaufzubauen. Der Besitzer war sicherlich irgendwo untergekommen.

Der Unbekannte und eine Legende

Toblin wendete sich wieder seinen Gästen zu und ließ die Gruppe ihr Essen genießen. Gerade als Schildbeißer aufstehen wollte um spazieren zu gehen, wendete sich ein merkwürdiger Mann an den Tavernenwirt. Die Gruppe lauschte dem Gespräch und wie es sich herausstellte suchte der Mann, der sich vorerst als „Krähe“ vorstellte, nach einem „Wyverntor“. Doch der Wirt kannte den Ort nicht. In einem Gespräch mit den Helden erzählte er ihnen, er suche aufgrund einer Legende, die er gelesen hatte nach dem Wyverntor. Doch wo sich dieses befinden oder was es darstellen sollte, war ihm nicht bekannt. Er versprach der Gruppe 1000GM wenn sie ihm halfen den besagten Ort zu finden. Als die Gruppe eingeschlagen hatte ihm zu helfen, machte er sie mit mehr Einzelheiten vertraut, doch die wollte er nur preisgeben, wenn sie ungestört reden konnten. So begaben sie sich auf ihr Zimmer und er schlug ein altes Buch auf. Er erklärte ihnen, dass er nach dem Grab dieser Person suchte und zeigte ihnen die Stelle an der beschrieben wurde, wo sie beerdigt sei. Das Buch handelte von einer großen Monstertöterin, die am Ende sogar einen Drachen tötete. Die Drachentöterin, um die es in diesem Buch ging hieß Tanamere Alagondar und war laut seinen Erzählungen eine Vorfahrin von ihm. Rikuhu entdeckte, dass der Textabschnitt, den Krähe ihnen zeigte, ein Rätsel war. Während sie an dem Rätsel knobelten, bemerkten sie gar nicht wie schnell die Zeit verging und es bereits dunkel wurde. Doch zum Abend hin hatten sie es dann geknackt! Die Orte, die in dem Text beschrieben wurden, zeigten zusammen auf einen Ort direkt in der Nähe der Schwertberge. Dort musste das Grab liegen. Schildbeißer überredete Krähe dazu, erst am Nachmittag des nächsten Tages loszuziehen, denn die Gruppe musste sich noch vorbereiten. Sie erklärten ihm, dass ihre Rüstungen und Waffen schwer beschädigt sind, da sie vor kurzem noch die Schlacht an Grüngras gefochten hatten. Krähe verstand es, war aber enttäuscht, dass sie nicht sofort zur Morgendämmerung loszogen.

Den Abend ließ die Gruppe noch entspannt ausklingen. Die Gruppe entschied sich dazu, sich den Rest des Schweißes und des Drecks der vergangen Schlacht bei einem warmen Bad abzuwaschen. Sie unterhielten sich noch gut, tranken und aßen zu Abend und legten sich schlafen.

°3. Mirtul°

Am nächsten Morgen wurde die Gruppe von Sildar Hallwinter geweckt. Er kam noch einmal um nach ihnen zu sehen und sich bei ihnen zu bedanken, er gab ihnen einen Ring, er schimmerte eisig blau und würde dem Träger eine Resistenz gegen Kälte verleihen. Vorerst steckte Rikuhu sich den an den Finger. Er verließ die Gruppe dann.

Die Abenteurer begannen damit, sich wie verabredet auf die Reise vorzubereiten und am Nachmittag trafen sie sich am Schrein von Tymora, wo Krähe bereits auf sie wartete. Die Gruppe entschied sich über Conybery zu reisen. So konnten sie vorerst sicher über den Dreieberpfad laufen und kamen am Lager der Orks vorbei. Von da aus wollten sie sich nach Süden begeben in Richtung des Grabes, dass sie sich auf ihrer Karte markiert hatten.

Die Reise verlief vorerst ruhig einige Karawanen kamen ihnen entgegen und der Tag neigte sich dem Ende zu. Am Lagerfeuer erzählte Krähe auf Nachfrage nun doch was er wirklich an dem Grab zu suchen hatte. Er erzählte ihnen, dass sein richtiger Name Amren Alagondar sei, er war wahrscheinlich der letzte aus der Reihe der Alagondars. Seine Familie war früher die Regierungsfamilie in Neverwinter gewesen, zumindest bevor sie getötet wurden und Neverember sich den Tron gesichert hatte. Dank seiner Abstammung hatte er sich einen neuen Namen zugelegt und versuchte versteckt zu leben. Doch mit dem Schwert der Drachentöterin, seiner Vorfahrin, möchte er die Familie Alagondar wieder erstrahlen lassen, denn seine Familie hat nun keine Unterstützer mehr. Ein wenig bereuten sie es ihn so ausgefragt zu haben, er sah nun etwas mitgenommen aus, zumindest wussten sie nun, dass er sie nicht ausnutzen wollte und nichts Merkwürdiges vorhatte. Er schien aufrichtig zu sein und sogar Schildbeißer, der erst misstrauisch war, begann ihm zu vertrauen. Sie legten sich schlafen. Doch schon bei Iros Wache weckte er die Gruppe wieder. Schnell löschten sie die Feuer als der gigantische Körper eines schneeweißen Drachen über sie hinweg flog und zwischen den Wolken verschwand. Ihnen wurde wieder bewusst, wie sehr sie unter Druck standen. Der Drache bedrohte noch immer das gesamte Tal und damit auch Phandalin. Sie erhofften sich in dem Grab einer Drachentöterin vielleicht etwas Nützliches zu finden, um dem Drachen nicht ohne Vorbereitung gegenüber zu stehen. Zumal sie noch nicht einmal wussten wo sie nach dem Drachen suchen sollten. Unruhig legten sie sich wieder schlafen.

°4. Mirtul°

An diesem schönen Tag wanderten sie weiter und kamen bei Abendsonne am Lager der Orks an. Die Gruppe beschloss, Rikuhu vorsichtig als Katze das Gebiet untersuchen zu lasen. Rikuhu schaute sporadisch in alle Räume ohne sie groß zu untersuchen, als sie in dem letzten Raum etwas Großes hörte. Etwas schien sich dort an den Vorräten zu schaffen zu machen. Als Iro um den Tempel herumgeschlichen war, erkannte er in dem besagten Raum einen Hügelriesen, der schmatzend einige Fässer Fisch aß. Die Gruppe entschied sich dazu den Riesen nicht zu stören und untersuchten den Rest des Tempels genauer. Balrun schlich in einen Raum mit einem Altar, als er sich diesen genauer ansah und ihn dabei berührte wurde er in einen Traum gezogen. Der Traum ließ ihn schweben und zeigte ihm den Weg hoch hinaus auf die Gipfel der Schwertberge zu der Festung, in der ein großer weißer Drache schlief. Das war er! Der Ort an dem der Drache sein Versteck hatte!