Dungeons and Dragons & Das Schwarze Auge in Ulm
 
[06.10.20] Session 31 – Das Verließ des Wahnsinnigen Magiers: I. Ebene Teil 1

[06.10.20] Session 31 – Das Verließ des Wahnsinnigen Magiers: I. Ebene Teil 1

°25. Tarsahk°

Ihr Weg führte die Gruppe in einen Raum mit einigen Säulen, Jobo erkannte im Augenwinkel noch zwei Gestalten, die von ihnen weg flüchteten, doch waren sie zu flink um zu erkennen, um was es sich handelte. Er warf den Gedanken schnell Weg ihnen zu folgen, da ihm bewusst war, dass hier jeder falsche Schritt der letzte sein konnte. Die Gruppe wanderte weiter durch den Dungeon, auf ihrem Weg entdeckten sie eine Geheimraum, der ein offensichtlich magisches Schwert enthielt, doch keiner von ihnen traute sich das Schwert an sich zu nehmen, denn an dem Griff des Schwertes befand sich eine bereits skelettierte Hand und drum herum vertrocknetes Blut. Sie verschlossen das Zimmer wieder und versuchten den Abenteurerimpuls in dieser Sache zu unterdrücken.

Durch das Schlüsselloch einer weiteren Tür, konnten sie mehrere Personen in alten, antiken und aus der Mode gekommenen Anzügen erkennen. Sie waren prächtig gekleidet und schienen still und leise auf etwas zu warten. Die Neugier fraß Flint beinahe auf, doch auf Soras Anraten befestigten sie lediglich eine Falle an der Tür, für den Fall, dass diese Personen ihnen in den Rücken fallen könnten. Nicht weit von diesem Raum entfernt, häuften sich die Knochen der armen Seelen, die hier ihre Leben ließen. Sie folgten der Spur aus abgenagten und penibel zerfetzten Knochen in einen offenen Raum, in dem sich vier Säulen um eine weitere in der Mitte befindende Säule wanden. Doch beim untersuchen der Skelette wurden sie von zwei Grells attackiert. Dank dem schnellen Handeln der gut ausgerüsteten Gruppe, war zumindest diese Bedrohung schnell Geschichte. Leider fanden sie nichts Weiteres in diesem Raum, er schien tatsächlich nur eine Falle der hier lauernden Grells zu sein.

Zurück in dem Raum, in dem Sie begonnen hatten, begaben sie sich die Treppen hinauf in einen strikten geraden Gang, welcher mit vielen Spiegeln verkleidet war. Vorsichtig, sich daran erinnernd, was am Anfang an einem der Schilde geschrieben stand, machte sich Sora auf, den Gang zu untersuchen. Doch zu spät bemerkte sie, dass einer und zwar der letzte dieser Spiegel verzaubert war. Ein Schatten löste sich grotesk aus dem alten Spiegel und stellte ihr Abbild nach. Ihr eigenes Spiegelbild stand ihr gegenüber und sie machte erschrocken einen Schritt zurück. Ihrer Gefährtin zu Hilfe kommend bemerkte Jobo, dass auch sein Spiegelbild sich nun aus dem Spiegel erhob. Schnell begriffen sie, dass dieser Spiegel jede Person kopieren würde, sobald man hinein sah. Die Schatten waren besiegt und unvorsichtiger Weise wollte Saladir den Gang weiter erkunden, vergaß dabei aber den magischen Spiegel. Und so löste er erneut eine Kopie seiner selbst aus. Im Kampfgeschehen zertrümmerte Flint letzten Endes den Spiegel und sah Böse zu Saladir hinüber, welcher seinen Blicken auswich und mit der Erkundung fortfuhr.

Saladir fand einen Gang weiter die Leiche eines Goblins. Anzeichen darauf, dass hier wahrscheinlich noch weitere dieser Geschöpfe hausen würden. Tatsächlich fanden sie einen provisorisch eingerichteten Versammlungsraum, dieser ähnelte einer kleinen Schenke. In der Mitte des Raumes hing an einem Strick eine humanoide Gestalt, vollkommen deformiert und skelettiert. Nach einer kurzen Lagebesprechung schloss Jobo den Eingang zu dem Versammlungsraum zu und die Gruppe, angeführt von Flint und Sora drang in einen nahe gelegenen Raum ein, in dem drei Grottenschrate bereits auf die Helden warteten. Diese wurden wahrscheinlich bereits alarmiert, als Jobo die Gestalten am Anfang der Erkundung weghuschen sah. Sie lieferten sich einen Kampf, in dem die Grottenschrate zu Boden gingen. Doch die Nachhut stand bereits bereit. An die 15 Goblins kamen aus der anderen Ecke des Raumes auf sie zu. Jobo und Sora schalteten schnell. Der geschickte Halbling bewarf die Gruppe der Unholde mit Ölflaschen, während Sora den Atem anhielt und eine mächtige Drachenflamme über die Goblins hinwegfegen ließ. Diese Kombination kostete einigen der kleinen Armee das Leben und die Helden hatten mit dem Rest leichtes Spiel. Sie hingen den Gefallenen, der von der Decke hing, ab und legten ihn zusammen mit seinem Schild auf den Boden. Wie viele hatten hier noch ihr Leben verloren? Beinahe unvorstellbar für Flint, welcher stetig nach Seelen für seine Laterne Ausschau hielt.

Angespornt und Adrenalingeladen erkundeten sie weiter. Lange geschah nichts mehr, bis sie auf ein Relief stießen. Das Bild an der Wand zeigte einen nackten stämmigen Mann, mit einer Harfe in der Hand. Bei näherem Betrachten fiel Flint auf, dass auf der Harfe eine Innschrift zu lesen war. Diese besagte „Blicket auf mich mit bronzenem Antlitz, Und Geheimnisse werden euch offenbar“. Nach langem Grübeln, was die Gruppe nun mit dieser Information anfangen sollte, entschieden sie sich das Rätsel später zu lösen und schlängelten sich weiter durch die teilweise üppigen und teilweise engen Gänge. Bis sie in einen düsteren Raum traten. An einer Wandseite hing in Ketten gelegt und wahrscheinlich schon lange Tod ein Tiefling. Um ihn herum befanden sich in einer für die Helden fremden Schrift etwas geschrieben. Sie kopierten die Schriftzeichen so gut es ging, um sie an der Oberfläche jemandem zu zeigen, der dieser Sprache mächtig ist.

Die Helden verließen den Raum und traten in einen weiteren mit Knochenhaufen übersäten Raum ein. In einer Ecke des Raumes stand ein rundlicher Torbogen ohne Verzierungen oder Schmuck. Er schien im ersten Moment ins Nichts zu führen. Doch die Knochenberge um diesen Bogen zeigten, dass es sich hier eventuell um etwas magisches handeln konnte. Flint kribbelte es in den Fingern herauszufinden was passieren würde, wenn er hindurch ginge, so entschied er kurzerhand es auszuprobieren. Zum Schock seiner Kameraden verschwand er plötzlich. In Panik geraten, riefen sie seinen Namen, bis Flint bemerkte, dass er unsichtbar war. Er besänftigte seine Freunde in dem er mit ihnen sprach. Ein zweites Mal durch das Tor gelaufen, erschien Flint wieder vor seinen Freunden und alle beruhigten sich wieder. Doch warum lagen dann hier so viele Tote, wenn der Torbogen eine Person nur unsichtbar machen konnte? Saladir warf einen Stein in den Bogen um noch einmal sicher zu gehen, dass es sich hier nur um einen Unsichtbarkeitszauber handelte. Doch zu dem Entsetzen aller, wurde der Stein durch einen starken Blitz in eintausend Teile zersplittert. Flint bemerkte nun, dass er hätte sterben können, wenn ihn das Portal töten wollte. Unsicher ließen sie den Torbogen hinter sich und gerieten in einen Raum mit zwei Grottenschraten. Der Magier der Gruppe begann schnell einige Formeln zu murmeln, schritt dann vor und röstete die dicken Geschöpfe mit einem mächtigen Blitzzauber. Flint und Sora, bereit für einen Kampf, senkten ungläubig die Waffen. Saladir sah recht zufrieden mit seinem Zauber aus und betrachtete die verkohlten Leichen der Grottenschrate. Sie fanden einen sehr starken alkoholischen Sud in den Taschen einer der leblosen Körper. Darauf stand in der Allgemeinsprache geschrieben: Methammer.