Dungeons and Dragons & Das Schwarze Auge in Ulm
 
[08.01.20] Session 6 – Von Hohlgeborenen, Seelen und Todesfeen

[08.01.20] Session 6 – Von Hohlgeborenen, Seelen und Todesfeen

Das Begräbnis eines Hohlgeborenen

6. Ches 1491 TZ (Die Klaue der Sonnenuntergänge)

Nach dem sich Desatra wieder verabschiedete, begaben sich die restlichen Drei der Gruppe zurück in die kleine Stadt Phandalin. Erschöpft aber zufrieden mit ihrer Arbeit kamen sie am Marktplatz vor dem Gasthaus „zu den drei Brüdern“ an. Schnell viel ihnen der Tumult um eine junge Dame auf, die vor der Statue der Göttin kniete und weinend ihr Kind ansah. Die Helden brauchten nicht lange nach zu denken um herauszufinden, dass es sich hier wohl um das gefürchtete Vermächtnis von Baahl handelte. Es war offensichtlich das diese Frau gerade ein hohlgeborenes Kind zur Welt gebracht hatte. Sora und Flint versuchten die gaffende Menschenmenge von der Dame fernzuhalten und halfen ihr auf die Beine. Unterdessen bemerkte Pa yan Galadh eine ältere Dame. Sie stand einfach da und wurde nicht bemerkt von den Menschen die sich nun wieder in ihre Häuser begaben. Als sich Pa yan Galadh der alten Frau näherte, umgab ihn eine Wolke und er kam sich vor, als ob er von der Masse um ihn herum nicht mehr wahrgenommen wurde. Bevor die Frau plötzlich verschwand, bemerkte er noch ihre bucklige Stellung und ihre ledrige Haut. Wie in einem Traum sah er sich wieder um, doch von der Frau war nichts mehr zu sehen. Verwirrt und gedankenverloren schloss er sich wieder seiner Gruppe an, die nun auf dem Weg zum Friedhof war, um der jungen Frau beizustehen.

Auf dem Weg zum Friedhof erklärte sie, wie töricht sie doch war zu glauben, sie könnte ein lebendiges Kind gebären. Ihr Mann verließ sie deswegen, und nun stehe sie alleine da. Gepackt von der Geschichte hob Flint das Grab aus und murmelte dabei einige Worte auf zwergisch. Er betete dabei an seinen Gott und hoffte, dass die Seele, falls es denn mal eine gab, irgendwann in Frieden leben kann. Sora segnete dieses Grab und überließ der jungen Frau ihren Mantel. Sie versicherten ihr, dass wenn sie etwas braucht, sie nur zum Gasthaus kommen soll, die Gruppe würde ihr dann beistehen.

Auf dem Weg zurück ins Gasthaus erklärte Pa yan Galadh dem Rest seiner Gruppe, was er erlebt hatte. Flint blieb stehen und es fiel ihm direkt ein. Wynareth, eine Gottheit, wandelte gerne unter den Lebenden in Form einer alten Frau, mit ledriger oder verbrannter Haut, oft auch mit zerlumpter Kleidung. Für die Gruppe bestand kein Zweifel, die alte Beobachterin, der Pa yan Galadh begegnete musste Wynareth gewesen sein. Aber warum hatte nur er sie bemerkt?

Helden von Phandalin

Zu viele Fragen flogen nun durch ihre Köpfe und verloren in diese Gedanken begaben sie sich nun zum Gasthaus zurück. Doch schnell wurden sie aus ihren Gedanken gezogen als Quelline durch den Matsch der nassen Straßen gewatet kam und die drei ansprach. Sie erklärte den Helden, dass sie gehört hatte, sie würden nach Burg Cragmaw suchen. Sie erklärte weiterhin, dass sie einen Druiden kennt, Reidoth, der sich in der Gegend auskennen würde. Man könne ihn in Donnerbaum antreffen. Sie bedankten sich für diese Information und begaben sich ins Warme.

7. Ches 1491 TZ (Die Klaue der Sonnenuntergänge)

Nach einem langen und erholsamen Schlaf im Gasthaus begaben sie sich zum Essen. Es brauchte nicht lange und der Wirt fand heraus, dass die drei Abenteurer ihr versprechen gehalten hatten und die Rotbrenner unschädlich machten. Er gab ihnen Essen und Trinken aus und war überaus glücklich. Die Gerüchte verbreiteten sich schnell.

Im Sturm, der gerade über Phandalin wütete, begaben sie sich zum Rathaus, nahmen das Geld an, das sie sich verdienten und sprachen mit Sildar. Er war nicht angetan von den Informationen, die die Helden für ihn hatten, doch war er froh ein wenig Klarheit zu bekommen, was Iarnor hier angestellt hatte. Nicht ganz zu frieden mit dem Ergebnis und von Iarnors Flucht, bot er den Abenteurern dennoch ein Angebot an. Er würde sich dafür aussprechen, dass die drei im Rat der Grafen einen Rang bekämen und ihm beitreten könnten. Mithilfe der Macht seines Amtes, könne er ihnen vor Ort in Phandalin den Titel des Umhangs verleihen. In Waterdeep würde er sich dann um weiteres kümmern. Sie fragten Sildar noch nach dem Weg nach Donnerbaum und verließen ihn dann wieder.

Der Weg nach Conyberry

Tag 1: Trotz des schlechten Wetters, begaben sich die Drei wieder auf Wanderschaft. Ihr Ziel war die Todesfee Agatha, die sich nähe Conyberry befinden sollte. Schwester Garaele bat die Drei einige Informationen von der Fee zu erhalten und diese gegen einen Kamm einzutauschen, den sie ihnen mit gab. Der erste Tag war schwer, ging aber langsam und ruhig zu neige. Auf dem Dreieberpfad befand sich eine Klippe, in welche drei Statuen eingemeißelt waren. Leider war nur die Mittlere von den dreien erkennbar, der Rest war von den Jahrhunderten, die dieses Kunstwerk hier zählte, verwittert. Flint interessierte sich sehr für das Gestein und die Eingravierungen und er erkannte gleich, dass es sich hier um den Gott Helm handelte, dem Gott der Wachsamkeit. Die Nacht verlief soweit recht ruhig und die Drei standen ausgeruht wieder am nächsten Morgen auf.

8. Ches 1491 TZ (Die Klaue der Sonnenuntergänge)

Tag 2: So langsam hatte der Regen nachgelassen und die Drei wanderten weiter auf dem Pfad. Doch auch irgendwann wurde es wieder dunkel und drei mussten sich einen Platz zum Bleiben suchen. Einige riesige Adrassteine kreuzten dabei ihren Pfad und leuchteten schön in der Dunkelheit der Nacht. Sie beschlossen hier ihr Nachtlager aufzubauen und legten sich schlafen. In dieser Nacht träumten alle drei das Gleiche. Im Traum aufgewacht, befanden sich die Drei einzeln voneinander in einer nicht existenten Ebene, umgeben von schwarzen Umrissen. Menschen? Sie redeten alle gleichzeitig, wirr und unverständlich. Plötzlich setzten sich diese Gestalten in Bewegung und kamen näher, sie wurden lauter und schriller. Der Krawall, den sie erzeugten wurde so laut und unerträglich, dass es der Gruppe schon in den Ohren schmerzte. Bis sie aufwachten und der Schädel dröhnte. In schweiß gebadet sahen sie sich um und der Stein, der zuvor noch so schön leuchtete, hatte nun seine Farbe geändert. Sie strahlten nun kaltes blaues Licht ab und näherte man sich ihnen, erkannte man verschwommen Gestalten die vorbeihuschten. Pa yan Galadh wagte einen nahen Blick in die Säule hinein und sah eben jenen hohlen und leeren Raum, den er zuvor in seinem Traum sah. Als er näher kam, hörte er wieder diese Stimmen, doch nun formten sie ein Wort. „Wächter“ riefen sie, immer und immer wieder bis er seinen Blick löste und ungläubig seine Gefährten ansah. Erschüttert von dem Ganzen konnte Flint nicht weiter schlafen, er hielt die nächste Wache und lehnte sich an die Säule. Solange er dort lehnte und in die Ferne sah, hatte er das Gefühl jemand würde versuchen ihn in den Stein zu ziehen.

Das Treffen mit der Todesfee

9. Ches 1491 TZ (Die Klaue der Sonnenuntergänge)

Die Erlebnisse der letzten Nacht lagen den Dreien noch sichtlich in den Knochen, doch nach Conyberry war es nicht mehr weit. So schüttelten sie den Ballast ab und liefen weiter den Pfad entlang, bis sie an eine Stadt kamen. Viel war von Conyberry nicht übrig, die 20-25 Häuser waren zerfallen, doch unter dem Schutt ließen sich noch ein paar Kleinigkeiten finden. Pa yan Galadh untersuchte noch einmal die Straße, sie wurde wohl noch genutzt, die letzten die hier ihren Karren hindurch schoben, schienen Orks gewesen zu sein. Die Drei begaben sich nun auf einen kleinen Waldpfad in den Neverwinterwald, hier sollte irgendwo die Todesfee wohnen. Es dauerte eine kurze Zeit und die Abenteurer erreichten ein kleines Waldgebilde aus Ästen und Blättern. Sora spürte genau die Anwesenheit einer dunklen Macht in diesem Gebilde. Nach einigen Vorbereitungen klopften sie an die Tür des Waldhäusschens. Erst nach erwähnen des Kammes, öffnete sich magisch die Tür und die Drei traten ein. Agatha war sichtlich gelangweilt von dem kleinen Angebot der Abenteurer und stellte ihnen deshalb drei Rätsel. Sie versprach ihnen ihre Frage zu beantworten wenn sie zwei der drei Rätsel richtig beantworten würden. Das erste Rätsel, das sie ihnen stellte „Gib mir Nahrung und ich lebe, gib mir trinken und ich sterbe“ löste Flint nach kurzen Überlegen mit dem Wort „Feuer“. Das zweite Rätsel löste Sora schon während sie es aussprach. „Was eilt immer, läuft aber nie. Was Murmelt häufig, spricht aber nie. Was Hat ein Bett, schläft aber nie. Was hat einen Mund, isst aber nie.“, das Ergebnis war „der Fluss“. Hiermit hatten sie zwei der drei Rätsel gelöst. Doch eines hatte die Fee ja noch. Sie bot ihnen noch an, sollten sie das dritte Rätsel lösen, dass sie einen magischen Gegenstand bekommen würden. Das Rätsel „Arme haben es, Reiche brauchen es, du wenn man es isst stirbt man“ war dann leider zu schwer für die drei Abenteurer. Doch Agatha erzählte ihnen, dass sie das Buch nach dem Garaele suchte, vor hundert Jahren mit einem Nekromanten namens Tsernoth getauscht hatte. Er würde aus Iriaebor stammen. Nach dieser Antwort verschwand das Haus wie in einer Illusion und nun viel Flint des Rätsels Lösung ein. Die Lösung zum dritten Rätsel war das Wort „Nichts“. Betrübt ohne Magischen Schatz weiter zu gehen, verließen sie den Wald wieder und befanden sich nun wieder in Conyberry.