Dungeons and Dragons & Das Schwarze Auge in Ulm
 
[08.12.20] Session 6 – Der Turm der Stürme

[08.12.20] Session 6 – Der Turm der Stürme

°23. Tarsahk°

Zurück an der alten Eiche versorgten sie ihre Wunden und erklärten Gilbert was geschehen war. Betrübt versuchte der Halbling eine Nacht zu schlafen. Auch die Helden legten sich zur Nachtruhe.

°24. Tarsahk°

Am nächsten Morgen ging es dem Halbling viel besser. Schildbeißers Heilkraft und Rikuhus Medizin hatten ihn soweit wieder auf die Beine gebracht, dass er zurück nach Phandalin gehen konnte. Er wollte dort versuchen noch einmal nach Waterdeep aufzubrechen, aber dieses Mal wollte er keine Abkürzung benutzen. Sie verabschiedeten sich und gingen in verschiedene Richtungen.

Der Weg der Helden führte sie nun zum Turm der Stürme, der kalte Regen peitschte ihnen immer wieder ins Gesicht. Doch schon am Nachmittag erreichten sie den geisterhaft schimmernden Turm. das Licht des Turms war bereits von weitem zu erkennen. Als sie sich der Klippe näherten, sahen sie wie gefährlich der Weg zum Turm war. Nasses und rutschiges Gestein wartete auf die Gruppe. Sie stiegen einen kleinen Pfad hinunter und wurden von einer aufgeregten Riesenkrabbe begrüßt. Verwundert, warum eine Krabbe ihnen winkte, wendeten sie sich an das Schalentier. Die Krabbe sprach die Gemeinsprache und stellte sich als Sandstreicher vor. Er erzählte davon, dass sein Freund Miraal ihm das Sprechen beibrachte und nun aber an diesem Ort gefangen sei. Sandstreicher hatte eine lange Zeit lang nach seinem Freund gesucht doch nun konnte der Elf diesen Ort nicht mehr verlassen. Sandstreicher fragte die Gruppe, ob sie ihm nicht helfen und den Fluch brechen könnten, der auf seinem Freund lag. Die Abenteurer beruhigten die Krabbe und versprachen sich anzuhören, was der Elf zu erzählen hatte.
Sie begaben sich zu dem rutschigen Weg, der durch einen großen Fels führte, welcher wie ein Schneidezahn aus dem Meer ragte. Die Wellen peitschten gegen den schroffen Stein, worin eine kleine Höhle zu sein schien. In dieser Höhle fanden sie den besagten Meereself, doch er schien nur noch ein Schatten seiner selbst zu sein. Seine spektrale Kleidung wiegte sich, als wäre er unter Wasser und seine Haut bestand aus silbrig, weißem Sand. Der Elf erklärte mit zerrender und trauriger Stimme, dass ein Champion in dem Turm wohnen würde, der ihm seinen Zauberfokus, eine mit Perlen besetzte Muschel weggenommen hatte. Nun musste er hier verweilen, bis sich jemand ihm erbarmte und ihm seinen Zauberfokus zurückbringen könnte. Er erklärte noch, wie er als Prinz seines Volkes, nach einem neuen Königreich für sein Volk suchte und sich diesen Turm aussuchte. Doch nun sei dies alles verloren.

Die Gruppe verstand, dass die geisterhafte Gestalt, die hier vor ihnen zusammengekauert auf dem Boden saß, kein Sterblicher mehr war. Die Zeit dieses Elfen war bereits verronnen, doch konnten sie seiner Seele zu einem Frieden verhelfen. Angespornt, der armen Gestalt zu helfen, begaben sie sich näher an den Turm heran. Rikuhu spürte schnell die wasserelementarische Magie die von dem Turm ausging, doch sie war durchzogen von Stürmen. Abgelenkt von dem Leuchten des Turmes bemerkten sie nicht wie einige Harpyien ein Lied ansetzten und so verfielen Balrun, Schildbeißer und Rikuhu dem Gesang der Harpyien. Uthal allerdings, der den Gesang als scheußlich empfand, begriff schnell, dass es sich hier um eine Falle handelte. Auch Iro begann zu verstehen, dass seine Gefährten nun durch die spitzen Felsen vor dem Turm kletterten. Schnell versuchten sie ihre Freunde festzuhalten und aufzuwecken. Doch nur Uthal hatte Erfolg und weckte Rikuhu auf. Balrun und Schildbeißer begaben sich immer näher an die Klippen. Die Harpyien setzten sich in Bewegung und ließen Schildbeißer durch ihre Hiebe die Klippen hinunterstürzen. Er landete hart an einer der Spitzen die aus dem Boden ragte, wurde aber dadurch nicht ins Wasser geworfen. Iro und Uthal versuchten derweil die Harpyien in Schach zu halten. Doch diese waren auf ihre Beute aus. Balrun stürzte nun ebenfalls den Hang hinunter, landete allerdings weniger hart auf dem Weg. Rikuhu schickte ein Heilendes Wort zu Schildbeißer, der nun benommen wieder aufstand und zu verstehen versuchte, was passiert war. Als zu guter Letzt Balrun aus seiner Trance geschüttelt wurde, hatten die Harpyien wenig Chance diesen Kampf für sich zu entscheiden. So schlugen die Helden die Vogelkreaturen in die Flucht.

Vor dem Turm angekommen, wurden sie von zwei Statuen in Form von Gargylen begrüßt, eine davon wurde von einem Blitz in eintausend Einzelteile zertrümmert. Vielleicht eine Warnung? Die Helden ließen sich davon allerdings nicht abschrecken und begaben sich in den Turm. In einem der Zimmer fanden sie einen Altar. Schildbeißer und Rikuhu überlegten, was der Sinn dieses Altars war, bis ihnen einfiel, dass die Schriftzeichen dem Gott Talos gewidmet waren. Der Altar war aufgeladen mit natürlichen Blitzen, die anscheinend durch eine Metallstange in den Altar geleitet werden und dort gesammelt an einen willigen Gläubigen weitergegeben werden konnten. Der eiserne Stab ging durch die Decke und schien im Nachhinein eingebaut worden zu sein. Iro sah sich noch auf dem kleinen Balkon hinter dem Altar um, hier hatten die Harpyien genistet. Er fand dort einen seltsamen silbrigen Trank, dem er erst einmal keine Beachtung schenkte. Keiner der Gruppe traute dem Altar und so beschlossen Iro und Balrun den Raum zu verbarrikadieren. Der Nächste Raum führte die Gruppe in das Treppenhaus des Turmes und in eine Kammer mit vielen Büchern. Schildbeißer begab sich hinein und wurde von einem Halbork begrüßt. Der Halbork saß auf einem mit Seepocken verkrusteten Thron. In seinen Händen hielt er die Muschel von Miraal. Seine Haut war dunkelblau getönt, gekleidet in einer Rüstung aus gigantischer Tintenfischhaut und an der Stelle an der sein Herz sein sollte, klaffte ein Loch in seiner Brust.