Dungeons and Dragons & Das Schwarze Auge in Ulm
 
[15.09.20] Session 28 – Erste Konfrontation mit der Xanathar-Gilde

[15.09.20] Session 28 – Erste Konfrontation mit der Xanathar-Gilde

º21. Tarsahkº

Nach dem Tumult im Lagerhaus der Zhentarim, war es für die Gruppe Zeit von dem Tatort zu verschwinden und die restliche Arbeit den Stadtwachen zu überlassen. Renaer begleitete sie zum Klaffenden Portal zurück und war sehr dankbar für seine unverhoffte Rettung. Zur späten Stunde konnte Renaer den Helden in aller Ruhe noch einmal die Einzelheiten über die Gerüchte um den Drachenschatz und den Stein von Golorr schildern. Eins stand fest: Der Stein ist der Schlüssel, um den Gildenkrieg von Waterdeep zu beenden und die ganze Sache aufzudecken. Doch bis dahin gab es noch viele Informationen zu sammeln, um das Puzzle zusammen zu setzen. Übermüdet von den sich überschlagenden Ereignissen, fielen die Helden in einen tiefen Schlaf und erlaubten sich ein wenig Ruhe im Gasthaus.

º22. Tarsahkº

Das Versteck der Xanathar-Gilde

Am nächsten Morgen machte sich die Gruppe im frühen Nebel in den Hafenbezirk auf, um den besagten Eingang in die Kanalisation zu finden. Es dauerte nicht lange und sie befanden sich in den stinkenden und dunklen Abwasserkanälen der Stadt wieder. Tatsächlich führten sie frisch an die Wände gemalte Zeichen der Xanathar-Gilde durch das unterirdische Labyrinth bis zu dem ersten Wächter des Verstecks: Ein Glotzer bewachte sanft über dem Wasser schwebend die nächste Abbiegung. Die versuchten Verhandlungen mit der winzigen Aberration schlugen Fehl und der Konflikt musste mit Magie und Waffengewalt gelöst werden. Umso vorsichtiger bewegte sich die Gruppe jetzt weiter zu dem Versteck der Xanathar-Gilde.

Das Abwasser führte zu einer Art Strudel, welcher von beiden Seiten von schlitzartigen Schießscharten überblickt wurde. Mit ihren Schildern versuchte die Gruppe das Sichtfeld abzudecken, was aber die Wachen dahinter alarmierte. Pfeile schossen in das Holz, während die Gruppe sich zu der nahegelegenen Holztüre rettete. Ein weiteres Zeichen der Gilde markierte den Eingang. Kurz nach dem Eintreten, wurden sie von den Schützen überrascht: Drei Kenkus huschten um die Ecke und es kam zu einem Schlagabtausch in dem engen Gewölbe. Flint nahm an vorderster Front schweren Schaden und versuchte sie mit seinem Hammer auf Abstand zu halten. Währenddessen suchte sich Jobo Möglichkeiten, um seine Bolzen in die Gegner zu versenken. Die Magier nutzten den Höhenvorteil dank des Spinnensteckens und feuerten magische Salven von der Decke. Nach einigen davongetragenen Wunden erlagen die Kenkus schließlich und das Gewölbe versank wieder in Stille. Sie waren im Gildenversteck angekommen.

Die Gruppe erkundete heimlich das Gewölbe und stieß auf weitere Bandenmitglieder: Der Schläger aus dem Klaffenden Portal und ein Duergar. Die beiden stritten sich lauthals darüber, wie sie die Türe zur Jauchegrube verbarrikadieren sollten. Sora trat die Türe ein und die Helden nutzten den Überraschungsmoment, um den Banditen kurzerhand das Licht auszuknipsen. Nun offenbarte sich der Schrecken: Aus der Grube kroch ein schwarzer stinkender Schlick und schob sich unter dem Türschlitz auf die Helden zu. Es war klar, diese widerlich große Monstrosität würde alles in ihrem Weg zersetzen und so setzten sie zur Flucht an. Sie warteten einige Zeit ab, bevor sie sich wieder zurück trauten und den halb aufgefressenen Halbork auf dem Boden Fanden. Der Duergar war verschwunden, der Blob war satt.

Die Rettung von Floon aus den Klauen von Grum’shar und dem Gedankenschinder

Das Gewölbe führte die Gruppe die Treppen hinauf zu einer Art Thronsaal. Jobo schlich voran und erhaschte einen Blick auf die brenzlige Situation, die sich dort abspielte. Ein Halbork in langen Magierroben gekleidet verhörte gewaltsam den auf dem Boden kauernden Floon. Auf dem steinernen Thron am Ende des Saals saß ein Gedankenschinder, der das Schauspiel nahezu genüsslich beobachtete. Er streichelte sein Haustier, welches auf seinem Schoß hockte: Eine Gehirn-ähnliche Kreatur mit krallenbesetzten Beinen, ein Intellektverschlinger. Jobo berichtete den Anderen in knappen Worten, was vor sich ging und schnell wurde eine Rettungsaktion für Floon ausgeklügelt. Die Helden stürmten den Saal und Sora versuchte Floon von dem Griff des Halborks zu entreißen und stellte sich schützend vor Floon, während sie sich zurück zog. Der Gedankenschinder stand gelassen auf, setzte den Intellektverschlinger auf den Boden und befahl Grum’shar, dem Halbork, sich endgültig um diese Sache zu kümmern. Außerhalb der Reichweite schwebte der Gedankenschinder geräuschlos aus dem Saal und überließ die Kämpfenden sich selbst. Jobo und Flint deckten Sora und versuchten Grum’shar in Schach zu halten, der sich durch den Thronsaal teleportierte und mit magischen Angriffen auf die Helden einwirkte. Schnell bemerkten sie, dass der Magier zu mächtig war, um bis auf den Tod zu kämpfen. Der Rückzug durch das Gewölbe glückte in letzter Sekunde und Floon konnte zusammen mit den schwer verletzten Helden wieder an das Tageslicht fliehen. Gebeutelt machten sie sich zum Klaffenden Portal auf, während sich die Fragen überschlugen. Wer war Grum’shar, wer war der Gedankenschinder und welche Rollen spielten sie in der Suche nach dem Stein von Golorr. Was hatte die Xanathar-Gilde hier zu schaffen?