Dungeons and Dragons & Das Schwarze Auge in Ulm
 
[17.11.20] Session 2 – Eissturm über Phandalin

[17.11.20] Session 2 – Eissturm über Phandalin

°22. Tarsahk°

Der Drachenangriff

Rauschender Regen weckte die Heldengruppe am nächsten Morgen. Das Wetter hatte sich rasch verändert und draußen war noch der von Blumen übersäte Leichnam des Mantikors zu sehen. Die Gruppe stärkte sich mit einer warmen Mahlzeit, die Adabra schon vorbereitete hatte. Alles war bereit für den Aufbruch nach Phandalin gepackt und so begleiteten sie Adabra zurück zum Dorf.

Gehüllt in dicke Kapuzenmäntel stapften sie durch den Regen. Kurz vor Phandalin wurden sie von einem donnernden Grollen im Rücken aufgeschreckt. Der Schatten eines Drachen mit gewaltigen Schwingen brauste brüllend über sie hinweg und raste auf die Häuser vor ihnen zu. Die Gruppe nahm die Beine in die Hand und rannte nach Phandalin, so schnell sie konnte.

Im Dorf angekommen überschlugen sich die Ereignisse. Sie wurden Zeuge eines Drachenangriffs. Die Bewohner wurden von Sildar Hallwinter in das große Rathaus evakuiert, der in der Türschwelle stand und alles koordinierte. Rikuhu rannte zu ihm, und half dabei Bewohner in das Haus zu schaffen. Währenddessen versuchten die Stadtwachen mit Pfeilen auf den Drachen einzuhalten, der mit seinem bloßen Maul einige der Gebäude im Sturzflug in Stücke riss. Der Rest der Helden half einer Frau aus ihrer Notlage, die von einigen Trümmern begraben wurde.

Auf dem Dorfplatz sah die Lage am schlimmsten aus. Viele der Wachen wurden bereits von dem Drachen getötet. Balrun entschloss sich kurzer Hand nach seinem Bogen zu greifen und zielte auf den weißen Drachen. Er traf das Ungetüm genau an der Schwanzspitze, was die Aufmerksamkeit auf ihn lenkte. In einem großen Bogen flog der Drache zurück und setzte zum Angriff an. Die Helden waren ihm schonungslos auf dem offenen Gelände ausgeliefert. Ein Sturm aus Eis fegte über sie hinweg und ließ sie alle bewusstlos werden. Das letzte was sie sahen, war das weit aufgerissene Maul des Drachen, der mit einem donnerndem Gebrüll auf sie herab stürzte.

Rikuhu und Adabra kümmerten sich um die Verletzungen, als sich der Sturm gelegt hatte und der Drache fort geflogen war. Eine tiefe, gefrorene Schneise im Erdboden des Dorfplatzes blieb zurück. Balrun hatte es am schlimmsten erwischt: Sein rechter Arm war durch die magische Kälte komplett abgestorben und musste abgenommen werden. Die nächsten Minuten und Stunden sollten sich tief in das Gedächtnis aller Anwesenden einbrennen.

Zu der Ausgrabungsstätte der Zwerge

Die Zeit drängte und die Umstände für Phandalin hatten sich drastisch verschlechtert. Die Bewohner fingen an, die Trümmer fortzuräumen, die Toten zu bestatten und Gebäude notdürftig zu reparieren. Immer noch drängte der Auftrag von Lord Hallwinter die Helden, die beiden Zwerge über die aktuelle Lage zu benachrichtigen. Noch am selben Mittag brachen sie auf.

Am späten Nachmittage stießen sie auf die tiefe Schlucht, in der sich Ruinen einer alten Siedlung befanden. Zwischen den bröckelnden Mauern stießen sie auf abgebrannte Lagerfeuer, Reste von alten Lagerstätten und haufenweise verrottete Knochen. Der östliche Teil der kleinen Siedlung ging in eine gewaltige Felswand über, in der der Eingang eines Zwergentempels gehauen wurde. Große, grimmige Steinstatuen grinsten die Helden von oben herab an.

Am Eingang, der in die Dunkelheit führte, prasselte ein kleines Lagerfeuer. Dort stießen sie auf die beiden Zwerge Dazlyn Grauscherbe und Norbus Eisenrune. Sie waren überrascht über das Eintreffen, der Helden, begrüßten sie aber gastfreundlich. Die beiden Zwerge waren Minenarbeiter und eigentlich auf der Suche nach Gold, als sie auf den Tempel stießen. Im Moment stritten sie sich darüber, wer an dem jüngsten Vorfall im Tempel Schuld war. Die Nachricht vom Drachen schienen die Zwerge zwar zu glauben, aber im Augenblick hatten sie ihre eigenen Probleme. Etwas hatte sie in der Dunkelheit unter Tage angegriffen. Im Eifer der Flucht, ließen sie ihre Fackeln zurück, was das Streitgespräch ausgelöst hatte. Schnell kamen die Helden zu der Übereinstimmung, den Tempel für die Zwerge zu säubern, wenn sie im Gegenzug ein offenes Ohr für den Drachen hätten. Dazlyn erklärte der Gruppe, dass ihn eine schwarze, große Schlange am Fuß gepackt hatte. Mehr konnte er in der Dunkelheit nicht wahrnehmen.