Dungeons and Dragons & Das Schwarze Auge in Ulm
 
[22.01.20] Session 8 – Bruchstücke aus Netheril

[22.01.20] Session 8 – Bruchstücke aus Netheril

Der Beseeler am Eulenbrunnen

11. Ches 1491 TZ (Die Klaue der Sonnenuntergänge)

Nach dem anstrengenden Kampf gegen die Orks auf der Wyvernkuppe und dem Fund des Portals, begaben sich die drei Gefährten zum Eulenbrunnen. Laut Darren sollte sich hier jemand aufhalten, der die Untoten aufschreckt, in dem er sich durch den Turm einer alten Zivilisation namens Netheril gräbt. Ihr Ziel war es diesen Untoten die letzte Ruhe zu gewähren, sodass die Reisenden hier nicht mehr von ihnen angegriffen werden.

Sie stellten aber schnell fest, dass die Person die sich hier nieder gelassen hatte, kein netter Geselle sein sollte. Als sie sich dem Eulenbrunnen näherten bemerkten sie ein großes Zelt auf dem Platz vor dem alten Magier Turm. Als Pa yan Galadh sich um das Zelt schlich, sprang ein Mann in roter Robe hektisch heraus und fragte ihn was genau er da tun würde. Der Magier war ein ehemaliger Beseeler aus Waterdeep, welcher jetzt selbständig seinen Forschungen nach ging. Seine Interesse am Eulenbrunnen flammte lodernd auf, als er von seinen Untersuchungen des alten Magier Turms aus Netheril erzählte. Das einstige Wissen über die Manipulation von Seelen war mit dieser Zivilisation untergegangen, und keinem war es bisher gelungen diesen Grad an Macht wieder zu erlangen. Für seine Forschungen war dieser Ort von großer Bedeutung. Im Laufe des Gesprächs mit dem Magier namens Hamun Kost, wie er sich vorstellte, wurde er immer wütender und ungeduldiger. Er dränge die Gruppe ihn ungestört weiter arbeiten zu lassen. Die drei entschieden sich erst einmal Abstand zu nehmen und in der Nacht noch einmal zu kommen.

12. Ches 1491 TZ (Die Klaue der Sonnenuntergänge)

Nach einer Rast begaben sie sich um Mitternacht zurück zum Eulenbrunnen. Doch sie wurden schon erwartet, es stellte sich heraus das der Mann mit der Glatze ein Totenbeschwörer war. Er beschwor ein Dutzend Zombies und teleportierte sich auf den Turm. Die Adrassäulen, welche auf dem Hof verteilt aus dem steinigen Boden wuchsen, pulsierten in kräftigen Grüntönen und es war ohne Zweifel, dass die Armen Seelen dieser Ruinenstätte dort kanalisiert wurden. Einige der Stimmen drangen in einem Sturm aus tobendem Rauschen in die Köpfe der Gruppe ein und riefen nach den Wächtern. Pa yan Galadh und Flint nahmen sofort den Magier ins Visier und machten kurzen Prozess mit ihm. Doch da gab es ja noch das Zombie Problem. Pa yan Galadh kletterte auf einige Säulen in der Nähe und schoss immer wieder mit seinem Langbogen auf die Zombies. Sora und Flint nutzten ihre gleißenden Fähigkeiten um den Zombies den Garaus zu machen. Doch die Horden an Zombies wurden immer mehr und umzingelten Sora irgendwann. Mit einigen gezielten Schüssen verletze Pa yan Galadh die Zombies soweit, dass Sora ihnen ohne Probleme den Kopf abhacken konnte. Währenddessen wich Flint zwei Zombies aus, die es auf sein Fleisch abgesehen hatten. Doch geübt wie er darin war Untote zu bekämpfen und beflügelt von seiner göttlichen Unterstützung, machte auch er es seinen Gegner schwer. Es dauerte einige Zeit, aber die drei kamen beinahe unverletzt aus diesem Kampf hervor.

Sie kletterten zu dem Magier und bestätigten seinen Tod, Flint zog ihn über seine Schultern und brachte ihn hinab um ihn zu beerdigen. Nach dem sie dies getan hatten durchsuchten sie die Ruinen des Magier Turms und fanden einen frisch frei gelegten Eingang zu einer Gruft. Als die drei die Gruft betraten bemerkten sie die Zwölf Gräber der zwölf Untoten, die der Beschwörer rief. Offensichtlich gehörten sie einer Magier Gruppierung an, die in irgendeiner Weise etwas mit der Beseelung zu tun haben konnten. Durch näheres Betrachten der Wandgemälde fand Flint heraus, dass es sich hier um den Orden des grünen Phönix handeln könnte. Pa yan Galadh unterdessen durchsuchte mit seinem geschulten Blick die Gruft nach sonderbarem, und tatsächlich unter einem doppelten Boden fand er einen Schwertgriff eines Langschwerts. Als er ihn an sich nahm durchströmte ihn das Wissen über dieses Schwert und er aktivierte seine Lichtklinge. Das Schwert strahlte in einem sonderbaren Gelb, welches Sonnenstrahlen nachahmte. Er nahm es an sich und entschied es vorerst für sich selbst zu behalten. Die Abenteurer verließen die Gruft und beschlossen sie so zu verschließen, dass niemand das dort enthaltene Wissen jemals wieder finden könnte. Draußen lag der Hof in einer befremdlichen Stille und die magischen Kristallsäulen waren dunkel und leblos. Die Seelen waren hinfort geschickt und nur der kalte Wind, der über die Hügel zog, war zu hören.

Und so begaben sie sich wieder auf die Reise.