Dungeons and Dragons & Das Schwarze Auge in Ulm
 
[22.09.20] Session 29 – Die Seele eines Wächters

[22.09.20] Session 29 – Die Seele eines Wächters

º22. Tarsahkº

Volothamp Geddarm und Floon Blagmaar lagen sich bei ihrem Wiedersehen im Klaffenden Portal sofort in den Armen. Eifrig wurden die Neuigkeiten bei einem Humpen am prasselnden Feuer ausgetauscht und Floon warf noch einen interessanten Namen in die Diskussion ein: Der Gedankenschinder der Xanathar-Gilde hieß Nihiloor, soweit er es aufschnappen konnte. Irgendwann kam es zu der Versprochenen Entlohnung für die Rettungsaktion. Volo war knapp bei Kasse und konnte die Summe für die Helden nicht aufbringen, doch Volo wäre nicht Volo wenn er seine Ehre nicht aufrecht erhalten könnte. Er gab der Gruppe eine beglaubigte Besitzerkunde für das Trollschädelanwesen in Waterdeep. Das Anwesen kam für die Helden zur richtigen Zeit, denn sie suchten sowieso nach einer eigenen Bleibe in der Stadt. Allerdings gab es einen Hacken, weswegen Volo das Haus zu einem günstigen Preis ersteigern konnte: Nahegelegene Anwohner berichteten von einem Spuk, der sich des Nachts in dem leerstehendem Anwesen ereignet. Dennoch sollte das kein Problem für Abenteuer ihrer Art sein.

º23. Tarsahkº

Das Trollschädelanwesen und Kaladan der Wächter

Nach der letzten Nacht im Klaffenden Portal brachen die Helden zur Trollschädelgasse im Nord-Bezirk auf. Das Anwesen war mit Holzbrettern verbarrikadiert und stand verlassen am Eingang der Gasse. Bevor sie einen Fuß hineinsetzten, machten sie sich noch mit den Nachbarn bekannt. Unter anderem mit Fala Lefaliir, ein Kräuterkundler, ein Mitglied der Gilde der Apotheker und Heiler, der ein Geschäft in der Gasse führt.

Danach nutzten sie Volos Schlüssel, um über die Veranda in die Taverne im Erdgeschoss zu gelangen. Die Räume waren noch gut in Schuss und mit allen Möbeln ausgestattet, allerdings zur Seite geräumt und verstaubt. In den oberen Stockwerken zeichnete sich das gleiche Bild in den Lagerräumen, Schlaf- und Gästezimmern. In einem Studierzimmer mit Bibliothek kam es allerdings zu einer gar seltsamen und unvergesslichen Begegnung. Die Wächter wurden Zeuge von einer besonders starken Präsenz einer verlorenen Seele. Ein mit verkrusteten Wunden überzogener, rotfarbener Drachenblütiger kauerte in einer Ecke. Tatsächlich konnten sich die Wächter mit ihm unterhalten und es stellte sich heraus, dass Kaladan, die Seele, ebenfalls ein Wächter in seinem früheren Leben gewesen war. Bruchstückartig stammelte er den Helden seine Geschichte vor und beantwortete ihre Fragen, wenn auch kryptisch und ungenau. Flint schrieb die Antworten hastig nieder und hielt sie für später in seinen >> Notizen << fest. Bevor Kaladan auf seltsame Weise verschwand, konnte er die Heldengruppe noch vor der Anwesenheit des Bleiernen Schlüssels in Waterdeep warnen und gab ihnen den Rat sich Verbündete zu suchen, um den Stein von Golorr zu finden. „Der Stein von Golorr wird euch den Pfad hinab weisen. Tief und gut versteckt, zu der Waffe, die er am meisten fürchtet. Feomathar ix Arkannon.“ Das waren seine letzten Worte. Zwischen verbrannten Büchern fand Sora noch eine magisch geschützte Abhandlung zu dem Forschungsgebiet der Beseelung: Leben und Wirken des Pandgram. Sicherlich kein zufälliger Fund.

Wieder einmal häuften sich die Fragen, anstatt beantwortet zu werden. Allerdings blieb keine Zeit, sich sofort damit zu befassen, den jemand war in den unteren Geschossen des Trollschädelanwesens zu hören. Jobo schlich nach unten, doch die Eindringlinge, wussten schon was vor sich ging und baten die Wächter mit scharfer Zunge sich zu zeigen. Anhänger des Bleiernen Schlüssels offenbarten sich, im Schlepptau ein belebter Adrasanimat. Der Sprecher des Kultes fragte mit einem kurzen Zischen, was sie mit dem anderen Wächter angestellt hätten. Sie waren ebenfalls auf der Suche nach ihm, doch wäre ihre Arbeit damit wohl schon erledigt worden. Die angespannten Worte mündeten in einen Kampf im Untergeschoss des Anwesens. Mit geschickten Kampftaktiken konnten die Magier des Kultes schnell ausgeschaltet werden, aber der Animat blieb bis zum Ende ein harter Brocken.

Nach dem Sieg wurden die Leichen, mit Rattengift gespickt, dem Ungeziefer im Keller vorgeworfen. Denn schon kurze Zeit später klopfte es an der Eingangstür, während die Gruppe versuchte den Schankraum auf Vordermann zu bringen. Vor der Türschwelle stand ein Halbling mit Koteletten und buschigen Augenbrauen, der die Helden freundlich begrüßte. Broxley Schönkessel stellte sich als Vertreter der Gemeinschaft der Wirte vor und beglückwünschte alle zu ihrem Erwerb der Taverne. Gleich darauf willigten alle ein, Mitglied in der Gilde zu werden, um weiteren Belästigungen aus dem Weg zu gehen und die Eröffnung offiziell zu machen. Broxley freute sich auf die Zusammenarbeit und versprach, alles Nötige für die Restaurierung des Anwesens und der bevorstehenden Eröffnung in Gang zu setzen.

In Gedanken verloren, endete der Tag mit dem Aufräumen des Anwesens, als die Helden über die Bedeutung von Kaladan und das Dasein als Wächter grübelten.

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In der ersten Nacht im neuen Heim, erreichte eine fliegende Schlange der Zhentarim Jobo mit einem Brief. Schon bald würde sich zeigen, was es damit auf sich hatte.

Am nächsten Morgen schon, standen Handwerker und Arbeiter im Auftrag von Broxley Schönkessel vor der Taverne und fingen an, sich um den Zustand des Hauses zu kümmern. Eine einmalige Zahlung von über 1000GM und eine Unterschrift vervollständigten den Vertrag.