Dungeons and Dragons & Das Schwarze Auge in Ulm
 
[24.11.20] Session 3 – Abbathor, der Gott der Gier

[24.11.20] Session 3 – Abbathor, der Gott der Gier

°22. Tarsahk°

Die Tempelhalle

Ein schmales Foyer führte die Helden in den Tempel. Norbus hatte erklärt, dieser Tempel sei dem zwergischen Gott der Gier gewidmet: Abbathor. Reliefs an den Wänden zeigten Opfergaben in Form von Edelsteinen, die unter einer Sonnenfinsternis herangetragen wurden. Ein nach unten zeigender Dolch ist das Symbol des Gottes. Die Zwerge hatten hier bereits eine in den Felsch geschmiegte Geheimtüre gefunden und geöffnet. Allerdings war dahinter nur ein von Schutt begrabener Raum zu finden. Ein Hinweis auf die berühmten unsichtbaren Zwergentüren.

Das Foyer führte in die große Tempelhalle, die von vier Säulen getragen wurde. Am östlichen Ende erleuchtete eine noch brennende Fackel am Boden den Kalksteinaltar. Balrun untersuchte den Altar und fand schon längst getrocknetes Blut und angelaufene, bronzene Ritualgegenstände vor. Plötzlich seilte sie eine schwarze Substanz von der Decke herab, manifestierte sich auf dem Altar und floss Balrun vor die Füße: Die besagte Schlange war ein sich windender Grauschlick. Ein weiterer Schlick tauchte an der Südwand auf. Uthal und Carneiros griffen zu den Waffen und stürmten auf die Gegner. Die Schlicke waren nach kurzer Zeit Geschichte, aber die Waffen der Helden hatten Schaden genommen: Der ätzende Schleim korrodierte den Stahl.

Inzwischen waren Dazlyn und Norbus eingetroffen, alarmiert vom Kampfgeschehen. Sie erklärten den Zwergen, was sie vor sich hatten und tatsächlich bestätigte Dazlyn, dass solche Schlickarten öfters in den Tiefen vorkommen. Sie lieben die Dunkelheit. Norbus fügte hinzu, dass sie womöglich eine passende Analogie zu der Gier von Abbathor seien.

Der Thron

Zusammen suchten sie nach weiteren Ausgängen und fanden weitere Geheimtüren. Südlich des Tempels führten sie die Gänge zu einem Raum mit einem Thron, dessen Handwerksarbeit Dazlyn erzürnte. Der Thron war ein hässlich geschmiedeter Stahlkoloss aus Schaufeln, Hämmern und Spitzhacken. Neben ihm eine silberne Waage. Norbus konnte folgende zwergische Inschriften entziffern:

„Lege dein Werkzeug nieder und schlage den verheißungsvollen Pfad ein.“

Uthal kam auf die Idee die Werkzeuge der Zwerge auf die Waage zu legen, was des Rätsels Lösung war. Unter den Füßen von Rikuhu rüttelte der Boden und eine Steinplatte gab ein Geheimfach mit einem schmucklosen Silberring frei.

Weitere Artefakte

Östlich der Tempelhalle fanden sie einen weiteren Gang. Dort wurde Uthal Opfer einer Pfeilfalle und noch bevor sie sich darum kümmern konnten, griff sie der nächste Schlick aus dem Hinterhalt an. Nachdem das Monster dem Erdboden gleich gemacht wurde, konnten sie den Gang in einem Bogen zurück zur Tempelhalle folgen. Norbus bemerkte, dass ihm diese symmetrische Bauart des Tempels verdächtig vorkam.

Im Norden des Tempels kamen sie zu den Schlafkammern der ehemaligen Priester. Unzählige Knochen waren über dem Boden verstreut und erhoben sich zu untoten Skelettkriegern. Gemeinsam konnte sie die Untoten zurück schlagen und die Kammer gefahrlos erkunden. Über den Steinbetten hingen sichelförmige Ritualdolche. Sie waren noch scharf und in gutem Zustand. Einer davon hatte etwas magisches an sich, aber was genau, konnte Rikuhu noch nicht sagen.

Norbus sollte recht behalten. Tatsächlich fand die Gruppe in der Mitte des östlichen, gebogenen Ganges eine weitere Geheimtüre, die tiefer in den Tempel führte. Zwei symmetrische Kammern bildeten die Umkleidungsstätten der Priester, worin sie sich mit weiteren Untoten herumschlagen musste. Neben von motten zerfressenen Priesterroben, fand Carneiros ein altes Amulett mit dem Dolchsymbol Abbathors in dem Schutt.

Bisher gab es keinen offensichtliches Weiterkommen mehr im Tempel, also beschlossen die Helden die Artefakte mit zu der silbernen Waage zu nehmen. Durch das Ablegen der Artefakte auf der Waage wurde ein rüttelndes Erdbeben ausgelöst. Staub rieselte von der Decke und große Felsbrocken stürzten herab. Sie mussten in Deckung gehen, bis sich das Beben wieder gelegt hatte. Die rüttelnde Energie kam von Osten, tiefer in den Berg hinein. Was hatte es damit auf sich?