Dungeons and Dragons & Das Schwarze Auge in Ulm
 
[26.01.21] Session 16 – Der Eiswasserpass Teil 1: Gefahren in der Dunkelheit

[26.01.21] Session 16 – Der Eiswasserpass Teil 1: Gefahren in der Dunkelheit

°10. Mirtul°

Der Mond war fast bis zu seiner vollen Größe angewachsen, als Norixius seine neue Saphirklinge in einem Zweikampf mit Uthal ausgiebig testen wollte. Einige aus der Gruppe setzten Goldstücke, hauptsächlich auf Uthal. Nach einem spannenden Kampf gewann allerdings knapp Norixius. Das Geld wurde verteilt und danach begaben sich alle zur Ruhe und wechselten sich als Nachtwache ab.

°11. Mirtul°

Am nächsten morgen begrüßte ein leichter Regen die Gruppe. Norixius erkundigte sich noch einmal bei Daran Edermath nach den Zwergenfestungen in den Schwertbergen. Daran wusste, dass sich vor langer Zeit Trolle und Orks in den Bergen bekriegten und die Orks schließlich vertrieben wurden. Nach dem Krieg entstand das Zwergenkönigreich Haunghdannar vor rund 500 Jahren. In deren Festung lebten einsiedlerische Goldzwerge, die kaum Kontakt zu den Menschen im Tal pflegten. Irgendwann stand die Festung der Zwerge verlassen und die Zwerge galten im Tal als verschollen. Seit dem stehen viele Minen mit wertvollen Mineralien und Steinfestungen in den Bergen verlassen, hauptsächlich nur noch von Monstern bewohnt.

Nachdem die Gruppe sich bei Daran bedankt und verabschiedet hatte, folgten sie vom See aus dem Gebirgsbach flussaufwärts in die zerklüfteten Berge. Der Bach entsprang aus einem schmalen Riss aus dem Berg, dem Eingang zum Eiswasserpass. Die Gruppe folgte ihm unter Tage durch die engen Gänge stetig bergauf. An einer Gabelung zweigte sich der Bach in zwei Richtungen und sie nahmen den rechten Weg.

Die natürlichen Höhlen führten sie in eine sandige Kammer voller glattgewaschener Adrassteine. Die Steine glitzerten im Fackelschein und bildeten eine Art Spiegellabyrinth. Rikuhu verschwand in der Kammer und wurde von Uthal bewusstlos aufgefunden, als sich alle zerstreut hatten. Sie war ein wenig verängstigt und erzählte bruchhaft von einer Vision. Sie vergewisserten sich, dass alles in Ordnung ist und folgten dem Bach weiter in den Berg hinein.

Die Höhlen wurden wieder schmaler und ein Wasserfall versperrte ihnen den Weg. Norixius schlug vor, die Felswände seitlich des Wasserfalls mit Hilfe ihrer Kletterausrüstung empor zu klettern, was ihnen nach einigen Mühen auch allen gelang. So konnten sie ihre Reise fortsetzen.

Etwas später stießen sie auf eine natürlich ausgehobenen Alkoven mit einem Altar darin. Darauf war mit weißer Farbe eine Hand und getrocknetes altes Blut zu erkennen. Norixius erkannte die Hand als Zeichen des orkischen Gottes Yurtus wieder, auch der Stille genannt. Er bringt die Toten in die Anderswelt. Anscheinend hatten Orks an dem Altar Blutopfer dargebracht, um für eine sichere Reise durch den Pass ins Tal zu beten.

Als sie weiter durch die Dunkelheit wanderten, erregte ein Seitengang ihre Aufmerksamkeit. Dieser führte in eine größere Höhle, welche von zwei Steinsäulen gestützt wurde. Schwere Holzgerüste wurden an den Felswänden um Eisenerzadern aufgebaut. Dazwischen fanden sie ein verlassenes Bergbaulager mit drei zwergischen Leichen. Rikuhu fand heraus, dass sie erst vor kurzem gestorben waren, vor etwa drei Zehntagen. Noch bevor sie sich genauer umschauen konnten, gaben die Wände um sie herum zischende und rasselnde Geräusche von sich. Aus den Ritzen in der Höhlendecke kletterten rostfarbene, riesige Insekten. Die Gruppe machte sich kampfbereit und versuchte so gut es ging, sich die Biester vom Hals zu halten. Seltsamerweise hatten es die Monster fast ausschließlich auf Norixius abgesehen. Seine Plattenrüstung und sein Stahlschild wurden stark beschädigt, denn die Insekten ließen das Metall in wenigen Augenblick bis zur Unkenntlichkeit verrosten. Nachdem die Monster besiegt waren, war auch Norixius‘ Ausrüstung schwer in Mitleidenschaft gerissen. Sogar sein selbstgeschmiedetes Symbol seines Ordens, was er in sein Schild eingelassen hatte, war nicht mehr zu retten. Es stellte sich heraus, dass die ganze metallische Ausrüstung der Bergarbeiter ebenfalls dieses Schicksal erlitten hatte und die Erzadern völlig ausgefressen waren. Diese Rostmonster hatten eine Vorliebe für Metall.