Dungeons and Dragons & Das Schwarze Auge in Ulm
 
[26.08.21] Session 41 – Silbrigmond, die Perle des Nordens

[26.08.21] Session 41 – Silbrigmond, die Perle des Nordens

°3. Eleasis°

Die Gruppe sattelte ihre Pferde während Rikuhu sich ihre Kutsche mit dem weißen und schwarzen Pferd schnappte, welche sie auch bisher treu an ihr Ziel geführt hatten. Leichter Sommerregen begann auf die Abenteurer nieder zu prasseln, die Anwohner von Immerlund suchten Zuflucht in ihren Häusern und schon bald waren die Straßen wie lehrgefegt. Auf dem Weg aus der kleinen Stadt machten sie noch kurz halt an einem Stall um ein Ersatzrad für Rikuhus Kutsche zu kaufen. Der Weg führte die Gruppe über Wald und Wiesen. Schließlich kamen sie zu einer Senke zwischen zwei Klippen, auf welchen sich verlassene, von der Witterung beschädigte Wachtürme aufbäumten. Dies war der Ort, an dem sie Harshnag den Frostriesen zum ersten Mal getroffen hatten. In der senke hatte sich das Regenwasser der letzten Wochen gesammelt was eine Durchquerung mit der Kutsche ausschloss. Nach einer kurzen Diskussion, welchen Weg sie nun nehmen sollten, sprach Rikuhu einige magische Worte und bewegte ihre Hände elegant vor sich her und sie machte die Senke trocken und das Wasser teilte sich. Die Helden gingen hinein mitten in den kleinen Teich, auf dem Trockenen, und das Wasser war ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken. Schwer beeindruckt von Rikuhus Magie passierten sie den immer noch schlammigen Boden. Als sie aus der Senke traten, brach das Wasser hinter ihnen krachend zusammen.

Es wurde dämmrig doch in Angesicht dessen, dass Silbrigmond nicht mehr allzu weit entfernt war, entschlossen sie sich weiter zu gehen. Die Dunkelheit war bereits über sie herein gebrochen, als sie zum Eingang von Silbrigmond kamen. Als sie die Stadt betraten, vernahmen sie angenehmen Geruch von Pflanzen und Blumen und selbst in der tiefsten Dunkelheit war zu sehen das viele Bäume und Büsche die Stadt durchzogen, selbst die Häuser waren vereint mit den Bäumen und ihre kräftigen, auslegenden Äste durchzogen das Gemäuer. Der Regen hielt immer noch an, so waren die Straßen zur späten Stunde fast leblos, nur einige wenige Gestalten huschten durch die Schatten. Kurzer Hand Schwang sich Iro vom Pferd und stoppte einen Elf welcher vermutlich Schutz vor dem Regen suchte und erkundigte sich nach dem Weg zur nächst gelegenen Taverne. Der Mann versicherte ihm, er solle einfach der Straße folgen und nach der Brücke links gehen, außerdem wies er auf ein Spektakel hin welches sich über dem Fluss zu trug und anscheinend war dies genau die richtige Tageszeit um es zu beobachten. Iro erhob sich wieder auf sein Pferd und berichtete seinen Kameraden was er gelernt hatte. Es dauerte nicht lange bis sie das „Spektakel“, von welchem der Elf sprach, entdeckten. Vor dem Fluss Rauvin, bäumten sich zwei Wachtürme auf an dessen Füßen sich etliche Wachen in hell leuchtender Rüstung sammelten. Zwischen den zwei Türmen zog sich eine weiß leuchtende Brücke über den scheinbar ruhigen Fluss. Die Brücke besaß weder ein Geländer noch eine Form der Abstützung welche sie davon abhalten würde unter den Lasten der Kutschen und Passanten zusammen zu brechen. Ein wenig Misstrauisch betraten sie die magische Brücke, doch sie schien sehr solide zu sein und zeigte keinerlei Schwierigkeiten die Gruppe inklusive ihrer Pferde und Kutschen zu tragen. Allein magisch leuchtendes Mondlicht trug die namensgebende Mondbrücke, für die die Stadt bekannt war.

Kurz nachdem die Gruppe die sonderbare Brücke überquert hatte, zeigte sich ihnen die besagte Taverne zu ihrer linken mit einem großen Schild am Dachfürst welches „Die Helle Gebrandmarkte Klinge“ las. Sie stiegen ab und Balrun erklärte sich freiwillig um die Pferde in einem nahegelegenen Stall unter zu bringen. Als sich der Rest in die Taverne begab, erblickten sie einen prächtigen Speisesaal, wundervoll dekoriert, auch hier zogen sich Äste der umliegenden Bäume durch den Saal, als würde die Stadt mit der Natur im Einklang leben. Sie setzen sich in eine Nische welche für private Gespräche auch mit einem Vorhang verschlossen werden konnte. Zu dieser Stunde war die Taverne gut besucht, auch eine Gruppe von Barden spielte Musik und trotz der vielen Gäste und des vielen Alkohols lag ein sehr angenehmer Geruch in der Luft. Nachdem sie sich gestärkt hatten, bemerkten sie wie die Barden ihre kleine Bühne verliesen und ein Mensch in einer Robe die ihm tief ins Gesicht hing die Bühne betrat. Er hielt eine Ansprache wie der Rat der Grafen seine Bürger im Stich ließe, dass er schwach geworden sei und sich nur noch um die Noblen kümmerte. Zu aller Überraschung fand er sehr viel Zustimmung in der Menge. Er erklärte das jene die ihm zustimmen dem Bund des Neumonds beitreten sollen, sie würden sich heute um Mitternacht in einem Lagerhaus am Sundabar-Tor treffen. Der Mann trat hinunter von der Bühne und schritt die Treppe nach oben zu den Zimmern der Klinge. Ohne zu zögern Schlich sich Maudril hinterher, als er oben ankam sah er wie die Gestalt in einem Zimmer verschwand welches von einer Wache gehütet wurde. Währenddessen erkundigte sich der Rest bei der Bedienung über den geheimnisvollen Mann. Die junge Elfin erklärte, dass es sich um Severin Bleichauge handelte, er würde diese Art von Ansprachen öfter halten. Zugleich erfuhren sie, dass eine jungen Paladin namens Harriana Falkenwinter vom Orden des Panzerhandschuhs der Taverne immer noch eine beträchtliche Summe an Gold schuldete. Sie war seit Tagen verschwunden und hatte den Stall für ihren Pferdegreif nicht bezahlt. Rikuhu hatte bemerkt wie Maudril sich davon stahl, so zögerte sie nicht und schickte ihre Tressym hinter her, um heraus zu finden was ihr neu gewonnener Gefährte im Schilde führte. Als sie durch die Augen der geflügelten Katze blickte, zeigte sich ihr wie Maudril jene Wache welche das Zimmer bewachte mit einem leichten Zauber außer Gefecht setzte und ihn sanft zu Boden leitete.

Als er begann die Wache zu durchsuchen wurde er nervös, denn zwei Stimmen drangen vom Speisesaal hervor, sie wurden lauter und traten die Treppe hinauf. Zum Glück war Uthal der Lage voraus und fing die zwei betrunkenen Zwerge ab, welche sich ihren Weg die Treppen nach oben bahnten, mühelos hob er die zwei Trunkenbolde an und trug sie zurück in den Gastraum. Dies ermöglichte es Maudril die schlafende Wache zu durchsuchen und in einer Besenkammer zu verstauen. Die Wache trug ein Tattoo an dem Handgelenk welches zeigte, dass er Angehöriger der Söldnertruppe Zhentarim war. Als Maudril zu der Gruppe zurückkehrte, tauschten sie sich aus über die Dinge die sie erfahren hatten. Iro insistierte das Maudril die Besitztümer welcher er der Wache entwendet hatte wieder zurück bringen sollte, doch Maudril versicherte ihm, dass dies kein Problem in der Zukunft werden würde. Schlussendlich waren sich doch alle einig das Maudril Balruns Hut der Verkleidung tragen sollte um möglichem Ärger aus dem Weg zu gehen. Die Gruppe wartete geduldig die Zeit ab um mitternachts an dem besagtem Treffen teilzunehmen. Eine Stunde vor Mitternacht brachen sie auf, die Gruppe teilte sich auf um die Gegend aus zu kundschaften. Sie konnten beobachten, wie drei Gestalten in das Lagerhaus am Hafen eintraten, doch der Regen und die Dunkelheit verhüllten sonstige Details. Nach einiger Zeit wurde es äußerst still um das Warenhaus, die einzigen Leute die zu sehen waren, waren zwei Wachen die vor dem Eingang des Lagers standen. Um Mitternacht beschlossen Uthal und Maudril ein zu treten und sich die Sache genauer anzusehen. Als sie nur wenige Schritte in das Lagerhaus wagten schlugen Armbrustbolzen um sie herum ein, Uthal positionierte sich geschickt hinter einem kleinem Stapel Kisten, doch Maudril schaffte es nicht rechtzeitig sein Schild nach oben zu reißen und einer der Bolzen bohrte sich tief in seine Schulter. Es dauerte nicht lange bis die Kameraden den Kampfeslärm von innen zu Ohren bekamen und in das Lagerhaus stürmten. Rikuhu welche sich am Boden des Flusses herein geschlichen hatte sprang aus dem Wasser und als sie auf dem hölzernen Boden landete, hatte sich die hübsche Wassergenasi in einen Zähne fletschenden Säbelzahntiger verwandelt.