Dungeons and Dragons & Das Schwarze Auge in Ulm
 
[29.12.20] Session 10 – Die Schlacht an Grüngras

[29.12.20] Session 10 – Die Schlacht an Grüngras

°Feiertag: Grüngras°

Zu normalen Bedingungen wären die Dorfbewohner in Feierlaune und wären mitten in den Vorbereitungen dieses wunderschönen Feiertags. Doch so nicht in diesem Jahr. Die Dorfbewohner begangen damit Fenster und Türen zu verbarrikadieren und sich zu verstecken. Die Wachen patrouillierten durch die Straßen und halfen bei den letzten Vorbereitungen. Die Nervosität und Angst waren deutlich zu spüren.

Alle positionierten sich als die Sonne langsam unterging, und als sie beinahe hinter dem Horizont verschwunden war erblickten Rikuhu und Iro die Streitmacht die nun auf sie zu kam. Die Trommeln hallten durch die Nacht wie Herzschläge die schneller und lauter wurden. Kurz vor dem Wall hielten sie inne. Doch irgendwas stimmte nicht. Vor ihnen stand lediglich ein Oger und nur knapp 14 Orks. Wo war der Anführer oder die Schamanin? Lange ließen die Orks allerdings nicht auf sich warten und begannen damit auf den Wall zuzustürmen.

Rikuhu hatte zuvor die Perle des Feuerballs und die Schleuder erhalten. Es dauerte einen Augenblick, bis sie den richtigen punkt anvisiert hatte. Doch der Aufprall des Feuerballs hatte einige der Orks und den Oger in Mitleidenschaft gezogen. Doch leider hielt das den Oger nicht davon ab, mit seinem Rammbock langsam durch das Haupttor zu brechen. Ein Ork kletterte mithilfe einer Leiter den Wall hinauf, wurde allerdings geschickt mit Pfeilen seitens Iro beschossen. Rikuhu begab sich hinunter zu Schildbeißer und Halmar, die nun die Kampfposition einnahmen. Vielleicht dauerte dieser Kampf nur ein paar Minuten, aber die Zeit bis der Oger durch das Tor brach, kam ihnen vor wie Stunden. Doch es gab keine Zeit zum Überlegen. Von Westen kletterten heimlich drei Orks über den Wall. Halmar und Rikuhu reagierten schnell und bekämpften die neue Bedrohung. Schildbeißer stellte sich nun alleine gegen den Oger. Iro schoss noch die letzten Orks ab und begann dann Schildbeißer zur Hilfe zu eilen. Der Paladin hielt einen Schlag nach dem anderen, wich aus, schlug zu. Doch als dann noch ein weiterer Ork dazu kam, wurde es auch für ihn knapp. Rikuhu ließ Halmar alleine, in der Hoffnung er würde sich dem letzten Ork annehmen und kam ihren Gefährten zur Hilfe. Zu dritt erledigten sie den Oger. Doch als sie sich gerade siegessicher sahen, wurde Halmar der Kopf abgeschlagen und der Ork rannte nun auf die anderen los. Rikuhu, sicher dass ihre Freunde den Ork alleine vernichten würden, begann zu Uthal nach Osten zu rennen. Sie hatte seit sie auf der Mauer stand ein ungutes Gefühl, wo steckten die restlichen Orks und Oger?

Uthal stand in der Mitte des Dorfes und wachte dort mit den zwei Schlägern über den Platz. Auch er hörte nun die Trommeln vom Haupttor und wollte sich bereits sorgen machen. Doch er versuchte standhaft zu bleiben, er musste bei einem Angriff von anderen Seiten bereit stehen! Und so geschah es, dass kurz nachdem die Orks über den Wall hergefallen waren nun Orks von der nordwestlichen Seite in der Nähe des Obstgartens gesichtet wurden. Er und seine Schläger machten sich sofort auf den Weg, wurden aber von Balrun eingeholt, der seinen Posten am Tresendar-Wald verlassen hatte, um der Schlacht beizuwohnen. Uthal kam das gerade gelegen, denn die Schamanin, fünf Orks und ein weiterer Oger griffen nun an. Die beiden hielten dem Angriff stand und bekämpften die ersten Orks. Bis die Schamanin begann die Schläger zu verzaubern. Diese flohen und waren seitdem nie wieder in Phandalin gesehen. Es dauerte nicht lange und Rikuhu traf bei ihren Freunden ein. Als weißer Tiger schlich sie sich an den Orks vorbei um die Schamanin auszuschalten. Schildbeißer und Iro trafen einige Sekunden nach ihr ein und setzten den Orks schwer zu. Dem Oger, eingeengt von dem in Rage verfallenen Uthal, wurde kurzer Hand seine Wirbelsäule entrissen. In Blut getränkt und dem Rausch verfallen hielt Uthal den restlichen Orks die Wirbelsäule ihres großen Gefährten entgegen. Diese staunten nicht schlecht und machten einen Schritt zurück als sie die Blutlache sahen die Uthal hinterlassen hatte. Alles geschah so schnell, das Iro zu Boden fiel und sich nicht mehr regte. Schildbeißer war bemüht zu seinem Freund zu gelangen doch die magische Waffe der Schamanin hielt ihn in Zaum. Rikuhu allerdings griff die Schamanin hinterrücks an. Überrascht über den Angriff, konzentrierte sich die Schamanin nun auf den Tiger, der neben ihr zu einer Sprungattacke ansetze. Doch war die Schamanin geschickt und verletzte Rikuhu schwer mit ihrem Speer. Sie hielt sich mit letzten Kräften zittrig auf den Beinen und das Adrenalin schoss durch ihren Körper. Uthal, der bemerkte, dass seine Freundin in Gefahr war, wendete sich an die Schamanin und engte sie zusammen mit Rikuhu ein. Die beiden besiegten die Schamanin und machten so den Weg für Schildbeißer frei, der sich nun auf dem verletzen und bewusstlosen Iro stürzte.

Für Iro war es sehr knapp, er hatte zu schnell zu viel Blut verloren, er sah sich schon einer Märchengestalt gegenüber. Gehört hatte er schon von dem Bleichen Ritter, der schon auf ihn wartete, doch es war noch nicht seine Zeit! Schildbeißer holte ihn mit der Macht seines Gottes Tyr zurück zu den Lebenden. Mit einem husten erhob sich Iro wieder und starrte in den dunklen Himmel.

Sie nutzen schnell allerlei Heilmittel, denn die Schlacht schien noch nicht vorbei! Die Glocke des Rathauses klingelte und der Angriff ging weiter. Nun schien die Streitmacht von südöstlicher Richtung anzugreifen. Rauchschwaden verdunkelten den sowieso schon düsteren Himmel und die Gruppe rannte los zu den Feldern. Die Orks griffen aus der Richtung des Waldes an, die Wachen die hier standen wurden ermordet. Das ganze Feld brannte lichterloh und langsam breitete sich das Feuer eines der Bauernhäuser aus. Es sah nicht gut aus um die Helden. Alle waren von Blut und Schmutz durchtränkt, der Regen schien nicht mehr aufzuhören und erschwerte die Kleidung der Kämpfenden. Nun standen sie erneut einer frischen Truppe Orks entgegen. Doch dieses Mal stand der Anführer vor ihnen. Erneut bestand die Gruppe aus 5 weiteren Orks und einem Oger. Dies schien der letzte Kampf zu sein. Wenn sie diesen Angriff überlebten, hatten sie gewonnen. Dann hätten sie Phandalin davor bewahrt in Flammen aufzugehen. Die Gruppe sammelte sich, sie atmeten tief ein, dann stürzten sie voraus, die Orks ihnen entgegen. Rikuhu schlich hinter die Felder, ihr Ziel war es von hinten anzugreifen und die Gruppe Orks in die Zange zu nehmen, nur in der Gestalt ihres weißen Tigers würde sie es schneller schaffen. In der Zeit erledigten ihre Freunde einen Ork nach dem anderen. Bis er vor ihnen stand, der Anführer der Orks. Schildbeißer lieferte sich einen harten Kampf mit ihm bis der Ork zu einem harten Schlag ausholte und ihn ins Straucheln brachte. Der Oger, der sich von Uthal abwendete, da er dort keine strategischen Möglichkeiten sah, begab sich auf die andere Seite und nahm so Uthal, Schildbeißer und Iro ins Visier. Schildbeißer, der von dem Anführer bedrängt wurde, wurde von dem Schlag des Klanführers hart erwischt. Er kam hart auf den Boden auf und schloss die Augen. Rikuhu stürmte von hinten an, verwandelte sich zurück und wirkte schnell Heilendes Wort auf Schildbeißer, bevor er vollends das Bewusstsein verlor. Die Energie durchströmte ihn und er konterte einen orkischen Schlag, noch während er auf dem Boden lag. Wütend über den heimtückischen Angriff, gefror Rikuhu die Hände des Anführers und lähmte damit seine Bewegungen. Nun hatte der Ork keine Chance mehr und traf Schildbeißer nicht mehr schnell genug mit seiner Axt. Uthal und Balrun erledigten den Oger, Iro den letzten Ork. Und so stand der große Anführer im Blut seines Gefolges. Er ließ seine Axt fallen und wirbelte herum. Bevor er wegrennen konnte, erwischten sie ihn alle noch mit einem Schlag, doch er stolperte Blut spuckend davon und rannte panisch in den Wald.

Die Schlacht war gewonnen. Lange starrten sie ihm hinterher, ungläubig, dass sie diesen Tag überlebt hatten. Doch nacheinander fielen sie auf die Knie. Mit einem letzten Blick beobachteten sie noch das Feuer, dass sich nun um das Bauernhaus ausbreitete und schlossen die Augen. Sie alle verließen die letzten Kräfte, das Adrenalin des Kampfes verflog und die Schmerzen holten sie ein. Der Kopf dröhnte und ihre Wunden schmerzten. Es würde einige Tage dauern, bis die Schmerzen nachließen und die Muskeln sich erholt hatten. Doch viel schlimmer waren die Schuldgefühle. Von allen Wachen überlebte lediglich einer die Schlacht an Grüngras.