Die Flüchtlinge aus Elturel hatten keine Wahl, als sich mit nur dem nötigsten, das sie aus Elturel mitnehmen konnten, in einem behelfsmäßigen Camp zur Nacht zu legen. Nur die wenigsten schliefen ruhig, da die Bilder vom Tag sie auch bis in den Schlaf verfolgten.
Am nächsten morgen hatte sich eine Menschenmenge um das Zelt von Billiam gebildet. Die Höllenreiter unter ihrem Anführer Zevlor hatten es abgesperrt. Rhialla, die Heilerin der Höllenreiter trat ein und fand den leblosen Körper von Billiam am Boden liegend. Er war äußerlich unversehrt, aber sie entdeckte eine mysteriöse Kombination aus Gift und Krankheit in einem in dem Leichnam, wie sie sie zuvor noch nie gesehen hatte. Seine Haut war dünn und fahl, sodass man die Adern hindurch sehen konnte.
Cazimir nutzte den Morgen, um unter vier Augen mit Ganon zu sprechen, den er und Zarissa aus dem Brennenden Gasthaus gerettet hatten.
Die Höllenreiter beschlossen, den Körper von Billiam ein Stück bergauf zu begraben, um nicht den nahe liegenden Fluss zu kontaminieren. Zarissa wies Sir Toby an, der Menschenmenge die trüben Gedanken zu vertreiben – was diesem selbst mit der Hilfe der Bardin Alfira nur mäßig gut gelang. Zu tief saß der Schreck und die Angst in den Flüchtlingen.
Die Flüchtlinge brachen vom Camp auf und schlugen den Weg in Richtung des Elternhauses von Zarissa ein, das nicht weit entfernt lag. Es versprach eine warme Mahlzeit und ein Dach über dem Kopf, was Grund genug war. Auf dem Weg dorthin stolperten sie über einen Raubüberfall, der im vollen Gange war. 2 Handkarren standen mitten auf dem Weg, verlassen, während ein Bandit gerade dabei war, einer Elfe unsanft ihre Schuhe auszuziehen.
Die Höllenreiter schritten ein, und Zarissa konnte mit ihrer Autorität, ihrer Rüstung und einem halb gezogenem Schwert die Banditen und ihren Anführer Warren ohne einen Kampf in die Flucht schlagen. Sir Toby und Kasimir hatten sich ebenfalls zur Spitze des Zuges begeben, um im Zweifelsfall zu helfen, sahen aber mit Erleichterung, wie sich der Kampf ins Nichts auflöste.
Die Flüchtlinge kamen unbeschadet beim Bauernhof an. Die Familie von Zarissa nahm sie ohne zu Zögern auf und schon bald brummte die Küche und das Esszimmer mit dutzenden Gesprächen. Zarissa versuchte über den Abend, ihre Familie von der Gefahr, die von Elturel ausging, zu überzeugen; jedoch war der Hof das einzige, das sie hatten. Sir Toby bespaßte die beiden Kinder, Dara und Rasqual, die ein ähnliches Alter hatten und sofort bestens miteinander klarkamen.
Rhialla war überall gleichzeitig und half auf ihre Weise. Sie munterte die Leute auf, fast bevor diese ihr Trübsal merkten, und feuerte Gespräche wieder an, die ins Stolpern gekommen waren.
Zum Abend meldeten sich Cazimir und Sir Toby für die erste Wache. Es regnete, und Cazimir setzte sich auf die Bank auf der Veranda des Hauses. Während sie sich unterhielten, huschte ein Schatten in Richtung der Scheune durch die Nacht. Cazimir wies Sir Toby an, die kampffähigen Flüchtlinge zu wecken, der sogleich durch das Haus flitzte und ein Schlafzimmer nach dem anderen abklapperte. Zarissa quittierte dies mit einer satten Schelle, die die Puppe durchrüttelte, Rhialla mit einem Heilzauber, der besagte Schelle wieder ungeschehen machte.
Draußen näherte sich Cazimir der Scheune und erkannte die Banditen vom Tag davor, die in ihrem Hunger oder ihrer Verzeiflung den Bauernhof überfallen wollten. Jedoch endete jegliche Möglichkeit zu einer gütlichen Einigung mit einem Armbrustbolzen, der sich aus dem Dunkel in Cazimirs Brust bohrte.

