Session 5 – Moonhaven

5. Blattfall. Als die Gruppe aus gebeutelten Flüchtlingen endlich an einem scheinbar sicheren Ort ankommt, muss sie feststellen, dass sich dort bereits andere niedergelassen haben. Ein Trupp der flammenden Faust musste sich nach einem erfolglosen Einsatz, bei der Kanzlerin Florrick gesucht wurde, zurückziehen, da sie übel zugerichtet wurden. Zarissa versuchte mehr über die Situation herauszufinden und heilte das Bein des Zwerges Gimurt, der an einem der Tische im Schankraum saß. Dieser berichtete von einigen beunruhigenden Geschehnissen. Zum einen beschloss der Viererrat, dass Baldurs Gate seine Tore schließt und fortan niemand mehr hinein oder hinaus gelangt. Zum anderen hat der Viererrat die Kanzlerin als Sündenbock genutzt und sie beschuldigt Ravenguard wissentlich nach Elturel geschickt zu haben. Sie wurde aus der Stadt verbannt und im Anschluss von einer Horde Goblins entführt, die sich in dem nahegelegenen Dorf Moonhaven eingenistet hat. Scheinbar dienen diese dem Todesgott Bane, zumindest lassen das ihre von Teer überzogenen Arme annehmen. Die Gruppe lauschte gespannt und versprach Gimurt Florrick zu retten. Unter anderem auch, da das Dorf sich sehr Nahe befand. Zu Nahe. Und das was die mit ihnen reisende Gruppe aus gebeutelten Flüchtlingen nun brauchte war Rast.  Für zwei Tage hatte das Geld gereicht und das benötigten die müden Füße auch.

Nach kurzer Absprache mit Zevlor brachen unsere vier Abenteurer dann gen Moonhaven auf. Nach etwa einer Stunde kamen die vier dann an dem zerfallenden Dorf an. Sie fanden ein Loch in der das Dorf umgebenen Mauer und versuchten hindurch zu schleichen. Aufgrund der begrenzten Schleichfähigkeiten aller flogen sie aber direkt auf. Nicht einmal 5 Meter weit waren sie gekommen, als sich von den umliegenden Dächern schon Pfeile auf sie richteten. Belly, der Goblin mit dem größten Maul, trat hervor und stellte die Gruppe vom Dach aus zur Rede. Mit einer nicht sonderlich starken Lüge und etwas Schmeichelei überredeten Cazimir und Zarissa ihn davon, dass der Todesgott Bane sie als neue Rekruten sende. Er schickte sie weiter zu seinem Anführer Vorgul, der in der Lage sei großes Booyagh zu verrichten.

Sie durchquerten das heruntergekommene Dorf ohne weitere Probleme, bis sie an einer kleinen steinernen Brücke ankamen, die über einen Fluss hinüber zu einer Tempelanlage hinführte. Jedoch bewachten zwei Goblins diese zusammen mit zwei Wargen von einem Lagerfeuer aus. Noch immer unter dem Vorwand neue Rekruten zu sein, versuchte die Gruppe an den Wachen vorbei zu gelangen. Doch die wollten sie nicht passieren lassen, solange sie nicht auch ihre „Markierung“ in Form von Wargmist an den Armen anbrachten. Zarissa lies das nicht auf sich sitzen und tunkte den vorlauten Goblin kurzerhand in den Dung. Dann ging alles sehr schnell. Und schief. Vor allem ging es schief.

Cazimir lenkte einen der Warge mit einem Stück Fleisch vom Feuer ab, während Sir Toby den anderen mit einer akrobatischen Meisterleistung von der Brücke warf. Nur leider fiel er dabei selber mit in den Fluss und klammerte sich am Hinterteil des Warg fest. Die Goblins umringten Zarissa und streckten sie nieder. Rialla heilte Zarissa, diese konnte sich gerade so auf die Beine bringen, als sie sofort wieder angegriffen wurde. Cazimir versuchte sie zu unterstützen, jedoch verfehlte er sein Ziel, als er auf der glitschigen Brücke ausrutschte und ihr einen Zauber direkt in den Rücken schoss. Zarissa kippte vorne über und begrub einen der Goblins unter sich. So ging es nach bester Slapstick-Manier weiter. Sir Toby verprügelte sein wargisches Floß und auf der Brücke wurden weiterhin Schwerthiebe ausgetauscht. Als es schlecht für seine Seite aussah, nahm der letzte noch lebende Goblin die Beine in die Hand und warf schreiend im Weglaufen noch einen Dolch nach Zarissa. Bereits mehrfach getroffen ging Zarissa erneut zu Boden und Rialla half ihr wieder auf. Sir Tobi lief dem Goblin in atemberaubender Geschwindigkeit hinterher, holte ihn ein und versetzte ihm den Todesstoß.

Eine Verfolgung befürchtend, flüchtete die Gruppe sich in den nahegelegenen Wald, um dort unterzutauchen, bis die Goblins mit ihrer Suche aufgaben. Von dort aus sahen sie einen Wasserfall, der den Felsen kurz über dem Fluss zu entspringen schien. Sir Tobi schlich sich erneut in das Lager und kletterte durch einen engen Tunnel in den Berg hinein. Am anderen Ende des Tunnels befand sich ein großer Raum, der zu einer Tempelanlage zu gehören schien. In dem Raum befanden sich zwei Bugbears, die um eine Streckbank standen, auf der sich ein schreiender Humanoid befand. Sir Tobi kehrte zu den anderen zurück und berichtete von seinem Fund.

Nach einer kurzen Diskussion beschlossen sie dann gemeinsam dorthin zu gehen, um Kanzlerin Florrick hoffentlich zu befreien, bevor die alarmierte Goblinbande ihnen zuvorkam. Als sie im Raum ankamen, waren die Bugbears gerade dabei ihr grausiges Werk zu vollenden. Bei der gefolterten und neuerlich auch geköpften Person schien es sich um einen Soldaten der flammenden Faust zu handeln. Die Bugbears hoben den Kopf des Toten auf und machten sich auf den Weg diesen zu Vorgul zu bringen. An diesem schauerlichen Ort befindet sich unsere Gruppe nun und beschließt wie sie weiter vorgeht.

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