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Flints Notizen zu dem Wächter Kaladan

Flints Notizen zu dem Wächter Kaladan

Meine Gefährten und ich trafen die Seele des Wächters im Studierzimmer des Trollschädelanwesen am 23. Tharsak an. Ich habe so gut es geht versucht, alles was er sagte, festzuhalten.

Wer bist du?

„Kaladan ist nicht hier, und er lässt sich auch nicht zum Narren halten. Er hat keine Besucher geladen. Geht hinweg, betrügerische Geister! Kaladan wird mit euch sprechen, aber ihr müsst auf Distanz bleiben, sonst werde ich mich darum kümmern müssen.“ Die starke Körperhaltung ist nun Vergangenheit, er zittert und seine Stimme klingt schwach und zaghaft. „Ach mit Kaladan wollt ihr sprechen? Mit Kaladan, dessen Berührung wie Gift ist? Mit Kaladan, der nicht um seine Wirkung weiß?“

Was sind Wächter?

Stark abgelenkt nickt er und späht auf die Tür hinter euch. „Ein Fenster. Ein Fenster zum Äther, wo die Geister leben. Späht hindurch und greift hinein, sprecht und hört hindurch. Ein Wächter sieht Seelen. Er liest sie. Er kennt ihre Vergangenheit. Seelen der Lebenden. Seelen der Toten. Eine Empathie. Und die Seelen sehen auch sie. Habe es benutzt, um Wesen in beiden Reichen zu helfen, oh ja das habe ich. Das, was die Götter von mir verlangten, dachte ich. Oh, wie wenig ich wusste.“

Wer ist Erevan?

„Ich habe Erevan gesagt, die Abgründe der Cassalanters wären tief und von teuflischem Feuer durchzogen, aber hat nicht gehört! Jetzt ist er fort. Und ich… ich habe den Abgrund gesehen. Die Hitze auf meiner Haut gespürt. Die lodernden Flammen der zurechtgelegten Gerechtigkeit. Feuer hat Feuer bekämpft und nun ist auch meine Flamme erloschen. Schaut weg! Dieser Anblick ziert nicht mehr meiner selbst. Ich bin ein Schatten meiner Vergangenheit. Sie haben mich genommen.“

Wer sind die Cassalanters? Was ist passiert?

„Sie kamen in karminroten Roben und goldenen Masken. Sie brachten das Höllenfeuer auf diese Welt. Der brennende Schmerz… Sie wollten ihn haben und zur Rechenschaft ziehen, im Namen des Fürsten. Doch er war schon fort. Seine Taten allerdings blieben. Jetzt war ich ihnen die Rechenschaft schuldig.“

Was ist das für ein Ort?

„Längst verlassen und doch noch eine Heimat. Ich erkenne meine Studien nicht wieder. Was ist hier geschehen? All der Trubel ist vom Winde verweht. Niemand lacht, niemand weint…“

Über den Bleiernen Schlüssel

„Geister des Verstandes. Kaladan hat die Kontrolle verloren. Kaladans Körper ist nicht mehr. Geister und Ungeister. Flüstern Kaladan ins Ohr. Erinnern ihn an seine Fehler. Kein Schlaf. Wächter sehen Erinnerungen vor sich – sie formen sie aus der Essenz ihrer eigenen Seelen. Nach der Rechenschaft durch die roten Roben konnte er sie nicht vertreiben. Gab ihnen mehr Form, nicht weniger. Unschöne Erinnerungen. Zornige Erinnerungen. Sie ziehen Kaladan zurück. Erinnern ihn an seine Fehler. Fürsten, Magier und Bauern. Wieso verurteilen sie mich für meine Forschungen über die Beseelung? Oh, wie wenig sie wissen. Sie sind hier. Schlüssel aus Blei. Bücher der Bürde. Vergangene Königinnen. Mir sind sie als der Bleierne Schlüssel bekannt. Ihre Anwesenheit bedeutet noch viel größeres Unheil. Geheimnisse. Geheimnisse und Täuschungen und Ränke. Wer kennt ihre Antworten? Sie nicht. Sie nicht. Habe sie schon früher verärgert. Hass auf die Wächter. Hass und Angst. Wir sehen viel, bedrohen ihre Geheimnisse. Sie sorgen sich, deshalb sind sie hier. Die Jagd wird bald beginnen. Ihr müsst euch Verstärkung bei den Gilden der Stadt holen. Der Stein von Golorr wird euch den Pfad hinab weisen. Tief und gut versteckt, zu der Waffe, die er am meisten fürchtet. Feomathar ix Arkannon.“

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