Dungeons and Dragons & Das Schwarze Auge in Ulm
 
Maudril Selevarun

Maudril Selevarun

Ich wurde geboren als ein Geheimnis, ein Bastard, Sohn einer göttliche Kreatur die ich nie kennen lernte.
Kaum war ich 5 Jahre alt geworden fand ich mich in einem Waisen Haus wieder, warum meine Mutter mich schließlich im Stich gelassen ist mir bis heute nicht klar, auch wenn diese Frage mit der Zeit an Bedeutung verblasste und mich nur in äußerst Stillen Nächten wach hält.
Im Waisen Haus war ich ein Außenseiter, ein Freak, ein Niemand.
Dies musste wohl an meinen leuchtend blauen Augen, meinen Gold gelben Haaren und dem Federansatz an meinen Schultern gelegen haben. Ein möchte gern Engel wurde ich genannt, nicht nur einmal versuchten die anderen Kinder meine Federn auszureißen. Und nicht nur einmal ist es ihnen gelungen.

Die Prophezeiungen und Omen welche Ich durch meine Cellestischen Gene in meinen Träumen empfing wagte Ich zu dieser Zeit noch nicht zu verstehen. Dennoch lauschte Ich jede Nacht zu den wirren Stimmen und versuchte mir die Abstrakten Zeichen möglichst genau einzuprägen.

Doch die Beruhigenden Stimmen in meinen Träumen waren nicht genug um mich von meiner Trauer und dem Hass gegenüber meinen Peinigern abzulenken.
Eines Nachts floh ich von dem Schrecklichen Ort den Ich 4 Jahre mein Zuhause nennen musste.
Doch was nun, als ich mich diese Frage stellte war ich schon viel zu weit gerannt, tief in den Dunklen Wald vor dem uns die Haus Herrin immer gewarnt hatte.
Die göttlichen Gene meines Vaters erlaubten mir zwar in der Dunkelheit zu sehen, dies ändert dennoch nicht die Tatsache das Ich alleine in einem Wald war, erfüllt von Ungewissheit welche Kreaturen hinter dem nächsten Baum lauerten.
Nach mehreren Tagen allein, ohne bestehende Nahrungsquelle war Ich zu erschöpft als das Ich weiter laufen konnte. Ich brach zusammen und fand Rest auf dem Nass Kalten Waldboden. Als ich schließlich erwachte erblickte ich eine schimmernde Elfin, gehüllt in ein blaues Kleid, kniend vor mir.
Sie reichte mir ihre Hand, Sie half mir auf und starrte tief in meine Seele „In dir Steck wahrhaftig gutes mein Junge“. Ich blieb Sprachlos, Ihre reine Berührung erfüllte mich mit neuer Kraft und all meine Sorgen schienen von mir genommen.

Eldath gab mir ein Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit wie Ich es nie zuvor verspürt habe.

Nicht lange nach unserer ersten Begegnung wurde Ich einer ihrer Propheten, mit dem Auftrag den Zivilisationen die Friedlichen Wege zu zeigen. Es war Wundervoll, wir fanden immer mehr Anhänger und Reisten von Dorf zu Dorf und verbreiteten  unsere Pazifistische Lebensweise.

Ich war 17 Jahre alt als zwei Propheten und Ich in einem kleinen Dorf namens Shanaji in Sossal eintrafen, dort sah Ich sie zum ersten Mal, ein Mädchen so schön wie ein Sonnenuntergang an einem Frühsommer Abend. Ihr langes Blondes lockiges Haar ragte ihr weit über die Schultern. Ihre Leuchtend blauen Augen schimmerten auch in der Dunkelsten Nacht. Und bei näherer Betrachtung sah Ich es, war es möglich? Nein, oder doch? Aus dem Ärmel ihres Kleides spähten kleine Federspitzen hervor. Ich war nicht der einzige meiner Art.

Die Unterhaltungen mit Davina waren wie ein Lied, im Einklang als wären wir füreinander geschaffen.

Es dauerte nicht lange bis Davina von unserer Pazifistischen Weltanschauung begeistert war und es dauerte noch viel weniger lange das mir bewusst wurde das Ich keine Tag mehr ohne sie verbringen wollte.

Unsere Ohmen, Visionen verstärkten sich durch die Präsenz des anderen und zeigten uns unseren Weg. Und egal wohin er uns führte, er führte uns gemeinsam.

Wir Pilgerten 11 Wundervolle Jahre gemeinsam. Sossal wurde unsere Heimat, ein Ort an den wir immer wieder zurück kehrten, eine Art Erinnerung an unsere Schicksalshafte Begegnung.

An unserem zehnten Jahrestag nächtigten wir in der Hafenstadt Dharvil.

Doch nachts erwachte Ich, Davinas Arme noch immer fest um mich geschlossen, etwas war anders, der Geruch von Rauch lag in der Luft, als meine Sinne völlig zu sich kamen vernahm Ich schreie von Frauen und Kindern. Ich schnellte aus dem Bett und trat aus dem kleinen Haus das wir uns für die Nacht genommen hatten.

Ein Bild des Terrors zeigte sich mir, brennende Häuser, Dunkelelfen welche kaltblütig Bevölkerung ermordeten. Als Ich begriffen hatte was passiert fand Ich Davina an meiner Seite. Ihre Hand fest um meine Schulter gekrallt.

Ich stand wie angewurzelt im Boden, unfähig einen klaren Gedanken zu fassen.

Als mein Instinkt versuchte zu sagen weg zu rennen war es jedoch zu spät. Ein schwer gepanzerter Dunkelelf rammte mich von der Seite und Stieß Davina und mich zu Boden. Mein Kopf schlug auf dem harten Pflaster auf und mir wurde für einen Moment schwarz vor Augen, einen Moment zu lange. Als ich mich auf rappelte wurde ich zeuge wie der Dunkelelf der mich gerammt hatte Davina zu einem Schiff zerrte. Ich rannte los, vorbei an brennenden Häusern und Leichen von Männern die sich zu wehren versucht zu haben. Ich konnte nur noch daran denken das Ich Davina zurückholen musste. Nur ein Schritt hinter Davinas Entführer Griff ich nach ihrer Hand, welche mit aller Kraft versuchte sich von ihrem Entführer loszueisen.  Doch in dem Gerangel verfehlte Ich Davinas Hand und Griff nach dem Schwert welches sich bis vor wenigen Augenblicken noch in der Scheide des Dunkelelf befunden hatte.

Es war deutlich schwerer als Ich erwartete. Der Dunkelelf  schleuderte herum und stieß Davina auf das ablegende Boot der Dunkelelfen. Er schleuderte herum, seine Augen voller Furcht. Doch es war zu spät. Ich hatte das Schwert tief druch die Schwere Rüstung in seine Brust gerammt.

Eldaths Schmerzender Schrei dröhnte durch meinen Kopf. Das Amulett welches sie mir vor so langer Zeit anvertraute färbte sich tief Schwarz und kleine leuchtend rote Risse zeigten sich. Ich fühlte wie die heilenden und beruhigenden Kräfte mit welchen sie mich versehen hatte sich veränderten. In etwas, gänzlich anderes, Dunkler als ich es je zu spüren vermochte. Als Eldaths Stimme erlischte war es zu spät, das Schiff auf dem Davina war bereits abgelegt und zu weit gefahren um eine Chance zu wagen es einzuholen. Ich zog das Langschwert mit meinem Blut überströmten Händen aus der Brust meines Widersachers und brach am Pier auf den Knien nieder.

Als ich mein Spiegelbild im Ruhigen Wasser des Eismeeres vernahm lief mir ein Eiskalter Schauer über den Rücken. Meine Haut war Asch Grau geworden, mein einst goldenes Haar Schwarz wie Pech und meine Augen waren zu einem tiefen blau verfallen.

Dies sollte der Tag sein an dem Ich mir Schwur keine Straftat unbestraft zu lassen, die Tage des Pazifismus und des Friedens waren gezählt, von nun an sollten mich diejenigen Fürchten welche sich an unschuldigen vergehen.

Es dauerte nicht lange bis es mich aus Sossal vertrieb, der Pazifismus und der Friede den Ich einst verbreitete widerte mich an, das böse geschehen zu lassen ohne die Befriedigung etwas dagegen unternehmen zu können.

Ich nutze meine neuen Kräfte und meine Schaurige Präsenz, welche Ich in zivilisierten Bereichen mit einer weiten Kapuze und einem Mantel verdeckte, um als Söldner Geld zu verdienen. Es lenkte ab von dem Schmerz der sich in mir ausbreitete während Davina meine Gedanken heimsuchte. Und nebenbei fühlte Ich Befriedigung wann immer Ich einem Bandit, oder einer wilden Kreatur mit meiner stählernen Klinge den letzten Atemzug nahm.

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