Dungeons and Dragons & Das Schwarze Auge in Ulm
 
Nameia “Frechheit”

Nameia “Frechheit”

Gestatten, Nameia. Manch einer nennt mich auch “Frechheit”.

Ob dieser Name gerechtfertigt ist überlasse ich euch, wenn ihr mich näher kennen gelernt habt. Erwartet allerdings keine kein gejammer wie “Meine Kindheit war so schlimm” oder “Ich musste mich Mühsam durchschlagen”. Beides ist nich war!… Zum Teil zumindest.
Aber von vorne. Geboren wurde ich, sofern ich das beurteilen kann, in Waterdeep im Feldbezirk. Dort verbrachte ich auch die ersten Jahre meines Lebens, zusammen mit meinen Eltern in einem kleinen Haus. Offensichtlich *blickt einmal an sich hinab* sind wir als Tieflinge etwas auffälliger als andere und wurden daher auch zeitweise von Nachbarn und anderen Bewohnern misstrauisch angeschaut. Soweit ich mich erinnern kann waren meine Mutter und mein Vater sehr lieb und lachten viel. Ein genaues Bild ist schwer, da sie an einem Tag, ich dürfte ungefähr vier gewesen sein, aus dem Haus gingen und nicht wieder kamen.
Die ersten paar Tage verbrachte ich im Haus und aß, was wir noch da hatten. Als die Vorräte weniger wurden, abgesehen von Roter Beete *macht ein angewidertes Geräusch*, ging ich los und wollte einkaufe, wie ich es bereits bei Mama gesehen hab. Da ich nie zahlen musste, schnappte ich mir am ersten Stand einen Apfel, biss direkt davon ab und wurde prompt vom Standbesitzer angeschrien. Genau hier merkte ich, wie hilfreich es ist, wenn man als süßes Kind etwas will. Vor allem wenn noch ein paar Tränen fließen ist ein erwachsener Mann nicht in der Lage sein Hand gegen einen zu erheben.

Von dieser Begegnung inspiriert begann ich mich durch weinen, stehlen oder einfaches Betrügen mit allem nötigen zu versorgen. Das ging auch soweit gut und ich lebte vor mich hin, immer noch wartend auf meine Eltern. Solange ich zuhause bin, würden sie mich schon finden.

Das hielt allerdings nicht all zu lange. Nur knapp ein Jahr, nachdem meine Eltern unser Zuhause verlassen hatten gab es ein Feuer. Ihr habt bestimmt davon gehört. Das Feuer zerstörte vier Häuser im Bezirk, unter anderem auch das meiner Familie.
Allein, mittellos, obdachlos… Falls meine Eltern je wieder kommen würden, könnte ich sie nicht in unserem Haus begrüßen. Ins Waisenhaus wollte ich auch nicht, schließlich war und bin ich keine Waise! Was sollte ich also tun? Nun ja, nichts anderes wie zuvor auch. Ich ließ meinen Charme spielen, besorgte mir das Nötigste zum Leben, wobei ich immer besser wurde. In dieser Zeit begann ich auch kleinere „Jobs“ an zu nehmen. Mal hier Wache stehen, mal hier jemanden ablenken oder einfach als das kleine, unschuldige Mädchen fungieren. Ein paar Auftraggeber, vor allem weibliche, lehrten mich, wie ich mich mit Dolchen, Rapieren, sowie anderen Waffen verteidigen konnte und brachten mir bei, niemandem zu trauen.

So zogen die Jahre ins Land. Mal waren die Zeiten besser, mal schlechter. Manchmal hatte ich Glück mit meinem Einkommen und einige Male Glück mit der Haut am Körper davon zu kommen.

Ach ihr wollt noch die Geschichte hören, weshalb ich keinen Schatten werfe? *Grinst breit und die Augen funkeln leicht* Ich glaube dieses Geheimnis ist etwas zu Teuer für euch. Wobei der Abend ist Jung. Vielleicht wenn wir noch ein paar Getränke hatten *Zwinkert euch zu*.

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