Dungeons and Dragons & Das Schwarze Auge in Ulm
 
Schildbeißer Norixius

Schildbeißer Norixius

Quelle: https://www.reddit.com/r/DnD/comments/gfi5bh/ocart_dragonborn_paladin/?utm_medium=android_app&utm_source=share

Mein Name ist Schildbeißer Norixius, Paladin des Orden der goldenen Hand. Setzt euch zu mir, wenn euch meine Geschichte meines (bisherigen) Lebens interessiert.
*Winkt dem Barkeeper zu und bestellt für jeden ein Getränk*

Ich wurde in den Nether Bergen geborgen. Meine Familie war ziemlich groß (8 Geschwister) und ich der jüngste. Ein Teil meiner Brüder und Schwestern hatten bereits eine Familie gegründet oder warnen kurz davor. Daher bekam ich viel Aufmerksamkeit und Zuneigung von meinen Eltern.

Bereits früh lernte ich die Zwerge von Sundabar und Felbarr kennen, welche wir für Handel besuchten. Es war bei einem meiner Besuche auf dem Markt in Sundabar, ich war ungefähr 6, beobachtete ich einen Halbling Schmuckhändler, welcher Juwele verkaufte. Die Steine faszinierten mich, jedoch war etwas seltsam daran. Sie wirkten falsch, mehr wie buntes Glas. Als ich den Händler darauf ansprach, wirkte er verärgert, doch ich ließ nicht locker.

Es wirkte falsch Diamanten zu verkaufen, welche nichts anderes waren als einfaches Glas. Ein Zwerg nahebei überhörte die Konversation. Er nahm einen Stein des Händlers in die Hand, betrachtete den Stein, danach mich und rief schließlich zwei Wachen herbei. Ich befürchtete bereits in großen Schwierigkeiten zu stecken und suchte nach meinem Vater, welcher in der Nähe mit einem Werkzeugschmied sprach.

Als die Wachen hinzu kamen wies der Zwerg sie an den Halbling zu verhaften, da er gefälschte Ware verkaufen würde. Inzwischen war mein Vater bei uns angekommen und der Zwerg wendete sich an uns.

„Wie heißt du mein Junge?” – etwas unsicher blickte ich zu meinem Papa und antwortete dann „Schildbeißer. Schildbeißer Norixius. Meine Freunde nennen mich Beißer.”

„Nun den, Beißer. Woher wusstest du, dass diese Juwele falsch sind? Sie wirken sehr gut gemacht.”

„Sie… Sie wirkten… falsch.” – „Hast du schon viele Juwele gesehen mein Junge?”

„Ne.. Nein. Nur hier auf dem Markt.”

„Wie alt ist euer Junge?” fragte er an meinen Vater gewandt.

„Er sah bisher sechs Winter. Verglichen mit eurem Volk entspricht dies wohl mehr 10 Jahre.”

Der Zwerg lachte “ Ihr Drachenblütigen seid wirklich faszinierend. Mein Name ist Harbek Lutgehr. Euer Sohn zeigt ein besonderes Talent wenn es um Juwele geht. Selbst ein geübter Juwelier wie ich erkennt diese Fälschung nicht im Vorbeilaufen” Er hielt noch immer den Diamanten in der Hand, welchen er schließlich an die Wache gab, die gerade den Stand des Halbling konfiszierte.

Sollte Beißer hier Interesse haben und ihr es erlaubt, würde ich ihn gerne in meiner Werkstatt in Felbarr aufnehmen. Er würde bei mir leben, das Juwelierhandwerk erlernen und natürlich einen Lohn für seine Arbeit erhalten.”

„Ein wahrlich großzügiges Angebot, noch dazu gegenüber unserer Art.”

„Eure Art ist genauso gut oder schlecht wie jede andere, ausgenommen natürlich wir Zwerge” sagte er und lachte „Nun den, mein Angebot steht. Melde dich in meiner Werkstatt, wenn du es annehmen willst” Er streichelte mir über den Kopf, wendete sich ab und ging mit den Wachen und dem Halbling davon.

Ich war begeistert und redete den ganzen Heimweg von nichts anderem. Zuhause sprachen meine Eltern lange mit mir, ob ich wirklich gehen wolle. Schließlich wäre ich somit von meinem Klan getrennt. Als ich entgegnete, dass ich damit die Fertigkeiten unseres Volkes mehre und unsere Familie entlasten könne gaben meine Eltern schließlich nach.

Eine Woche später begann ich bei Meister Lutgehr meine Lehre als Juwelier. Es waren schöne Jahre, in denen ich viele zwergische Freunde kennen lernte und auch andere Völker traf, welcher entweder unserer Dienste benötigten oder den Königshof besuchten.

In regelmäßige Abständen besuchte ich meine Familie und meinen Stamm, welche jedesmal die neusten Geschichten aus der Zwergenstadt hören wollten.

Nach meinem 11. Geburtstag erklärte mein Meister die Ausbildung als beendet. Kurz darauf kam ein Paladin des Ordens des Vergoldeten Auges. Er suchte nach einem Juwelier, welcher für den Orden in Helm’s Veste arbeiten sollte, da die meisten Handwerker zum Wiederaufbau von Niewinter die Veste verlassen hatten.

Mein Meister zögerte nicht lange “Unser Beißer hier ist sehr talentiert. Ich habe ihm alles beigebracht, was ich kann. Er würde euch sicher gute Dienste leisten, sofern die Anstellung passt”

Ich war aufgeregt. Zum einen lobte Meister Lutgehr meine Arbeit von einem Paladin und außerdem versuchte er mir eine Anstellung bei einem großen Orden zu vermitteln.

Nachdem der Paladin sich mit mir unterhalten hatte und mit mir den Wert meiner zukünftigen Arbeit ausgehandelt hatte, schlug er ein und ich wurde zu einem Juwelier in Helm’s Veste. Alles lief prächtig, ich ahnte nicht, dass sich mein wahres Schicksal erst noch offenbaren würde.

Die nächsten paar Jahre arbeitete ich also in der Veste. In meiner Freizeit beobachtete ich die Krieger und Paladine bei ihrem Kampftraining. Inzwischen hatte ich mein 15. Lebensjahr vollendet und galt somit als erwachsen. Die anderen Handwerker hatten mich allerdings schon früher als gleichberechtigt behandelt, da ich sie mit meinen Fähigkeiten überzeugen konnte.

Eines Abends arbeitete ich noch spät an einem Emblem des Gottes Tyr, als ich aus dem Nebenraum seltsame Geräusche hörte. Mit meinem Hammer in der einen und dem Emblem in der anderen Hand schlich ich hinüber und sah eine schwarz gekleidete Person, welche grade die Schränke durchwühlte.

Ich stand in der Tür und rief „Was machst du in unserer Werkstatt?”

Blitz schnell drehte sich die Figur zu mir und stürmte auf mich zu. Ich sah nur einen Dolch aufblitzen, riss meinen Hammer nach oben und versuchte mich zu schützen. Leider nicht gut genug. Kurz darauf spürte ich ein stechen im Bauch. Ich sah in das Grinsen eines Goblins, währen ich realisierte, was passiert war. Plötzlich leuchtete jedoch das Symbol in meiner Hand auf und ich spürte, wie ich an Stärke gewann.

Der Goblin lies seinen Dolch los und stolperte irritiert zurück. Als das Leuchten auf meinen Handwerkshammer überging, holte ich aus und traf den Goblin an der Schulter.

In diesem Moment stürmten zwei Paladine des Ordens herein, welche wohl durch den Lärm alarmiert wurden. Der erste Nahm sich des Goblins an, während der zweite sich um meine Wunde kümmerte.

Am nächsten Morgen wurde ich zu Zora Marsk gerufen, einer Paladinin, welche des Vorfall untersuchen sollte. Als ich ihr die Geschichte der Nacht erzählte blickte sie mich fasziniert an.

„Wenn es stimmt, was du sagst, dann hat Tyr ein besonderes Auge auf dich geworfen. Die Fähigkeit, das heilige Licht in einer Waffe zu bündeln und zu nutzen, erlernen Paladine erst nach Jahren des Trainings, der Meditation und der Hingabe…”

„Ich sage die Wahrheit! Niemals würde ich lügen und schon gar nicht gegenüber einer Angehörigen des Ordens!”

„Deine Aussage zeugt von deiner Reinheit. Erzähl mir mehr von deinem Leben.”

Etwas irritert erzählte ich ihr also von meinem Klan, der Ausbildung in Felbarr und der Zeit in der Veste. Schließlich stand sie auf, kam um den Tisch an dem sie saß zu mir und sah mir tief in die Augen.

„Dann habe ich nur noch eine Frage an dich. Der Gott Tyr scheint dein Schicksal zu lenken. Bist du bereit dich ihm zu ergeben und ein Paladin im Orden des goldenen Auges zu werden?”

Ich blickte verwirrt und etwas ängstlich. Ihr Blick wirkte ernst und ließ keine Ausreden oder Lügen zu. Gleichzeitig merkte ich eine Wärme und Geborgenheit, wenn ich das Angebot nur annehmen würde. Und so tat ich es auch.

Nach 5 Jahren des Trainings nahm mich Zora, welche meine Ausbildung persönlich übernommen hatte, auf erste Missionen mit. Schließlich kam die Zeit, meinen Schwur als Paladin zu leisten. Die Nacht zuvor verbrachte ich in Meditation und teilweise im Gebet. Das Emblem, an welchem ich in jener schicksalhaften Nacht gearbeitet hatte, befand sich noch immer in meinem Besitz. Es leuchtete schwach als ich betete und war warm in meiner Hand.

Morgens holte mich Zora ab, um mich in die Kathedrale zu begleiten. Sie fand mich in meiner Werkstatt, welche ich all die Jahre, wenn auch deutlich reduziert, weiter betrieben hatte. Verwirrt fragte sie: „Warum arbeitest du? Wir müssen los, die Zeremonie beginnt in einer Stunde!“

„Ich bin eben fertig geworden“ Ich drehte mich zu ihr um und gab somit den Blick auf mein neustes Kunstwerk preis. Der Schild, welchen ich zur Zeremonie tragen sollte und mir als Geschenk für meine Weihe gegeben wurde lag auf dem Tisch. In der oberen Hälfte hatte ich eine Halterung angebracht, in welcher nun das Emblem Tyrs eingelassen war. Mit einem breiten Grinsen sah ich zu meiner Lehrerin und inzwischen guten Freundin auf, welche inzwischen neben mir stand.

„Mit dir hat Tyr wohl einen wahren Glücksgriff gemacht! Nun mach hin und leg deine Rüstung an. Sonst kommen wir noch zu spät.“

In Helms Kathedrale legte ich zusammen mit einige meiner Paladin-Brüder den Schwur der Hingabe ab, welchem wir uns von nun an verschrieben. Ein großer Teil meiner Familie war ebenfalls gekommen, welche zwischen den restlichen Gäste doch sehr auffielen. Danach feierten wir alle gemeinsam das Ende unserer Ausbildung und den Beginn unseres Lebens als Vollwertige Paladine.

Einige Tage später rief mich Zora zu sich und gab mir einen Brief, verfasst von Sora Daardendrian, einer ebenfalls Drachenblütigen Paladinin des Ordens. Sie bittet um Unterstützung für das Dorf Phandalin im Süden, nahe des Dreieber-Pfades. Sie berichtet von Sichtungen eines Drachen. Allerdings sind keine Details bekannt.

„Wie du weißt, können wir keine großen Truppen mobilisieren. Wenn sich jedoch ein Drache in der Nähe aufhält, können wir die Bürger nicht sich selbst überlassen.“

„Was schlägst du vor?“ fragte ich, wohl wissend, welche Antwort ich erwartete.

„Du wirst gehen! Hilf dem Dorf und Bürgermeister Hallwinter. Er wird deinen Beistand gerne annehmen. Sag ihm Grüße von mir und er möge entschuldigen, dass der Orden aktuell nicht die Armee schicken kann, die er sich vielleicht erhofft hätte.“

Am nächsten Morgen brach ich auf einem einfachen Pferd des Ordens auf, nicht wissend, welch Abenteuer mich erwarten sollte.

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