Mouq fand sich an einen Stuhl gefesselt wieder, bewacht von zwei Orcs und gegenüber von einem hochgewachsenem Dunkelelfen, der sich im Auftrag der Mardoons mit eindringlichem Interesse nach Mouqs Zielen erkundigte. Mouq gab frei zu, dass die Hupperdudes auf der Suche nach Ylvas Bruder waren, was den gereizten Elfen zu sehr konkreten Drohungen anließ. Panisch versuchte Mouq einen seiner Zaubertricks, was nicht nur fehlschlug, sondern den erzürten Dunkelelfen dazu brachte, Mouq mit seiner brennenden Hand ein Mal in den Hals zu sengen. Er ließ Mouq aber frei, mit dem Auftrag, ihn und die Gruppe ‘verschwinden zu lassen’.
Mouq fand sich erst bei Chook wieder, wo er ihm völlig außer sich beichtete, was er gerade getan hatte. Die Brüder fanden Alica und Ylva in ihren Zimmern und erklärten was passiert war, und dass sie auf keinen Fall in der Landlocked Lady übernachten konnten. Niemand war über Mouq’s Torheit amüsiert, doch Ylva’s Zorn brodelte hoch und entlud sich mit einer Faust direkt in Mouqs Gesicht, den es zu Boden warf. Alice war gefasster und erklärte Mouq nüchtern, dass das Brandmal an seinem Hals einen Fluch mit sich trug, mit dem Mouq jederzeit gefunden werden konnte. Sie machte sich auf, in der Stadt eine Schriftrolle für die Entzauberung dieses Fluches zu finden, fand sich aber vor den verschlossenen Türen des Plaza Emporiums wieder, das insbesondere in der Nacht mit enormen Aufwand gegen die langen Finger der Stadt gesichert worden war.
Ylva machte ihrerseits eine Runde durch die Stadt, nur begleitet von Lausfilz, wo sie ihren kochenden Zorn zu besänftigen versuchte. Sie zupfte ein Blatt aus ihrem Haar, da sich in Shadycreek Run keine bessere Verbindung zur Wildmother fand, und betete. Das Verwelken des Blattes in ihren Fingern war ihre einzige Antwort.
Mouq ertränkte sein Trübsal bei Vizora, die in der Landlocked Lady aufmerksam und gelassen die Geschehnisse des Abends verfolgt hatte. Er sei es Leid, ständig dafür büßen zu müssen, was ihm entgegen seiner besten Intentionen passierte. Vielmehr wollte er derjenige sein, der Gerechtigkeit und Gutes in der Welt bewirken könne, mit der Macht, die dazu vonnöten war. Vizoras Augen funkelten, und sie schob Mouq einen Vertrag über den Tisch, die ihn in ihren Dienst binden würde – im Gegenzug würde er genau das erhalten, wonach er gefragt hatte. In seiner Nidergeschlagenheit ergriff Mouq die Feder nur nach kurzem Zögern. Sichtlich erfreut löste Vizora als Dreingabe den Fluch von Mouqs Mal direkt wieder auf. Zurück blieb nur eine Narbe, die man im rechten Licht als cool bezeichnen konnte.
Die Gruppe fand sich zusammen und nahm noch in derselben Nacht die Kutsche durch den Schlamm und das Eis von Shadycreek Run. Es war nur eine kurze Fahrt zum Trench, der heruntergekommensten Taverne der Stadt. Die Mine des Wirtes Orvik hellte sich aber sofort auf, als Lyssa erschien und sich für die Hupperdudes einstand. Er bot ihnen seinen Dachboden zum Schlafen an, zwar ohne Betten, aber immerhin mit einem Dach über dem Kopf. Nur fünf weitere Personen fanden sich so spät noch im Schankraum, aufgereiht an der Bar und entschlossen trinkend. Sie waren leicht als Abenteurer zu erkennen, die sich als Iron Shepherds vorstellten.
Im einem Hinterraum, vorbei an der Theke, fragte Ylva den Wirt nach ihrem Bruder. Tatsächlich hatten die Moonstalkers zuletzt einen großen Erfolg verbucht, mit dem sie bei ihrem letzten Besuch im Trench geprahlt hatten. Und auch hatten sie einen Firbolg dabei gehabt, zwar in Ketten, aber lebending. Er wusste sogar den ungefähren Ort des Unterschlupfs im Savalirwood, den Chook auf der Karte markieren konnte.
Alice brütete in den dunklen Stunden der Nacht über ihren Zaubern und konnte tatsächlich neue Tricks in ihr Arsenal übernehmen. Als der Morgen anbrach, waren die Hupperdudes nun entschlossen, Ylvas Bruder zu retten. Sie rüsteten sich im Emporium mit Heiltränken, warmen Klamotten und allerlei Nützlichem. Alice kaufte sich Schriftrollen und magische Tinte, Mouq einen magischen Krug, und zuletzt leuchteten die Augen der beiden Gnome mit kaum verhohlener Begeisterung, als zwei technisch raffinierte und im Empire höchst illegale Pistolen ihren Besitzer wechselten.

