Die Hupperdudes standen vor der Singing Succubus am Rande der Straße. Nur der Gasthof selbst stand noch, die umliegenden Ställe und Scheunen waren bis auf die Grundmauern niedergebrannt. In der Tür des Gasthofes stand ein zitternder Halbling namens Darin Doppelmünze, der zu drei gewaltigen Ogern heraufblickte.
Die drei Oger forderten Essen und Fleisch vom Wirt, die dieser nicht besaß. Ylva zückte schon ihre Axt und stapfte auf die drei Oger zu, als Mouq ihnen vom Dach der Kutsche zurief, dass eine ganze Herde von dicken und saftigen Pferden nicht weit von hier durch die Lande rannte.
Einer der Oger gab dem Anführer zu bedenken, dass sie doch auf Geheiß des Königs hier Unruhe stiften sollten. Doch ihre Mägen waren stärker, und sie machten sich nach einer kurzen Diskussion auf, die Pferde zu jagen. Sogar den Gaul, der über einer Schulter der Oger geworfen worden war, ließen sie zurück.
Der Wirt stellte sich vor und dankte den Hupperdudes, und erklärte, dass ein Söldner in seinem Schankraum mehr über die Oger wusste. Mouq hatte diesen schnell ausfindig gemacht, wurde aber von einer strahlenden Schönheit auf der Veranda im ersten Stock abgelenkt, die die Neuankömmlinge beobachtete.
Alice übernahm die Befragung des Söldners. Er stellte sich als Kairon vor, der eine Karavane der Händlerin Shava nach Rexxentrum begleiten sollte, die jedoch von den Ogern überfallen worden war. Die Waren seien in die Festung der Oger gebracht worden, tief im Blutacker, von der aus sie die Region unsicher machten. Er bot Alice an, im Gegenzug für die Wiederbeschaffung der Waren Kontakte in Shadycreek Run für sie herzustellen. Aber er mahnte an, dass die Waren Relikte aus Molaesmyr waren, und jegliches Vergreifen daran schwere Konsequenzen nach sich ziehen würde.
Chook fand sich am Tisch einer Kartographin aus Nicodranas wieder, die über einer Karte der Greylands brütete. Ihr Name war Camilla Costa, und sie war auf dem Weg in die Greying Wildlands, um dort ihre Karten zu vervollständigen. Dieser Weg würde sie über Shadycreek Run führen, weswegen sie für ihren eigenen Schutz auf der Suche nach Bodyguards war. Chook war gleichermaßen von der Frau wie von ihren Karten fasziniert, und schnell entwickelte sich ein belebtes Gespräch.
Ylva stand zunächst bedröppelt im Schankraum, traurig an ihrem Bier nippend, weil ihr der Kampf gegen die Oger entgangen war. Doch auch sie fand schnell einen interessanten Gesprächpartner: Den Künstler names Kimiko, der die weibliche Form als seine Muse gefunden hatte. Sie war fasziniert von den Schmuddelbildern, Kimiko selbst war jedoch unzufrieden. Sein Ziel war, auf seinen Reisen besser und genauer zu werden, um seinen Traum endlich zu Papier zu bringen.
Mouq ging indessen auf die Schönheit im ersten Stock zu, mit der er sich nach kurzem Gespräch in grünere Gefielde zurückzog, um ihr eine Privatvorfühung der Ode der warmen Laken vorzuspielen. Als sie wenig später nebeneinander im Bett lagen, wandelte sich ihre Haut in das Dunkelrot einer Succubus. Sie war jedoch nicht aggressiv, sondern schien ehrlich interessiert an Mouq und stellte Fragen, die einfach klangen, jedoch schwer zu beantworten waren. Als sie sich zurückzog, dachte Mouq eine lange Zeit nach, bevor er sich zurück in den Schankraum gesellte.
Dort griff er sich nur ein Getränk, und zog sich für den Abend zurück. Alice und Ylva, die mittlerweile am Tisch von Kimiko über Nacktbilder fachsimpelten, schickten ihm direkt Chook hinterher, um nachzufragen, ob mit ihm alles in Ordnung war. Chook nickte, und gesellte sich nach oben, wo Mouq ihm versicherte, dass es ihm gut ging. Er gab Chook eine schnell gebaute Mechanik für Ylva mit, die auf Knopfdruck die Illusion einer nackten Frau erstellen würde, sowie eine teure silberne Brosche, um der Kartographin zu schmeicheln.
Doch bevor Chook einen der beiden Gegenstände aus der Hand gegeben hatte, landete mit einem dumpfen Schlag eine Fackel auf dem Dach. Von draußen klang das wütende Rufen der Oger, die die Lüge durchschaut hatten, und schnell füllte sich der Dachgibel mit Qualm. Verängstigte Gäste stoben aus ihren Zimmern und sammelten sich im Schankraum, während Alice, Ylva und Chook sich nach draußen begaben und der Kampf ausbrach. Alice war insbesondere wütend, da die Fackeln auf dem Dach, die Mouq zu löschen versuchte, böse Erinnerungen in ihr hervorriefen. Der Zorn kochte heiß genug für sie, dass sie selbst zur Flamme griff, um sie den Ogern entgegenzuwerfen.
Sie wirkte außerdem Magie, die Ylva auf die Größe der Oger wachsen ließ. Nun auf Augenhöhe mit den drei Ungetümen und unterstützt von Chook und Lausfilz, schlachtete sie sodann einen Oger nach dem anderen. Mouq gelang es inmitten einer Nebelwolke, das Feuer auf dem Dach unter Kontrolle zu bekommen. Als sich die Hupperdudes wieder im Schankraum fanden, waren sie von verängstigten Gästen umgeben – doch es war Mouq, der dem Wirt zurief, dass alle überlebt hatten, und dies ein Grund zum Feiern war.