Dungeons and Dragons & Das Schwarze Auge in Ulm
 
Sora Daardendrian

Sora Daardendrian

Goldene Drachenblütige – Paladin – Rechtschaffend Gut


Verbündete: Der Orden des Vergoldeten Auges

„Die Geschichte der Drachenblütigen liegt so weit zurück, dass sich die Alten darum streiten was wirklich geschah. Einige sagen, wir sind missgebildete Kinder von Drachen und Menschen. Andere behaupten, wir seien erschaffen von Drachen in einer anderen Welt, um ihnen zu dienen. Angeblich, so sagt man, waren Drachenblütige ihre Sklaven. Ich habe nie an diese Geschichte geglaubt bis zu jenem schicksalhaften Tag.

Drachenblütige wachsen schneller heran als Menschen. So geschah es, dass Kaladan, ein schmächtiger blauer Drachenblütiger Junge, seine Schwester Saphaara ebenfalls eine blaue Drachenblütige mit wunderschön glänzenden Schuppen, Nykkan ein einfältiger und sturer Grüner Drachenblütiger und ich für den Untergang unseres Klans verantwortlich sind. Ihr wollt wissen wie? Das erkläre ich euch.

Wir waren 12 Jahre alt, als Kaladan auf die verrückte Idee kam in die verbotene Höhle, im Gebirge oberhalb unseres Dorfes, zu gehen. Er wollte unbedingt herausfinden, warum sie verboten war. Kaladan war sehr überzeugend und wir folgten ihm zu der besagten Höhle. Wir spürten das Unheil, das in der Höhle schlummerte, doch Kaladan ließ sich nicht abhalten hineinzugehen. Eine ganze Weile lang geschah nichts, als plötzlich ein lautes Gebrüll durch die Höhle hallte. Wir anderen drei waren draußen geblieben und versteckten uns nun in einem Gebüsch neben der Höhle. Kurz darauf hörten wir einen Schrei, es war Kaladans Schrei! Eine laute und wütende Stimme ertönte und schrie „Du kleiner Bastard! Wie kannst du es wagen MICH zu stören!“ mit diesen Worten raste aus der Höhle ein Drache! Ein großer uralter roter Drache. Nykkan, Saphaara und ich rannten in die Höhle solange der Drache weg war. Es roch verbrannt als wir immer tiefer in die Höhle vordangen und es dauerte nicht lange bis wir ihn gefunden hatten. Saphaara unterdrückte sich einen Schrei als sie die verkohlte Leiche eines blauen Drachenblütigen fand. Es war Kaladan, der Drache hatte ihn vermutlich dafür bestraft, dass er ihn geweckt hatte. Nykkan und ich zogen Saphaara aus der Höhle heraus, gerade noch rechtzeitig, denn der Drache kam schnaubend und träge zurück. Offensichtlich hatte er sich nun verausgabt und kletterte wieder in seine Höhle, dabei murmelte er „Diese Drachenblütigen… immer zu stolz und arrogant.“ er schnaubte dabei und verschwand in der Höhle. Wir warteten noch kurz neben der Höhle in demselben Gebüsch wie zuvor, schlüpften dann langsam und leise an der Höhle vorbei den Hang hinunter. Saphaara sprach kein Wort mehr, sie gab sich wohl die Schuld an dem Tod ihres Bruders. Als wir den Hang hinunter flohen, sahen wir bereits warum der Drache so träge war. Nykkan ging in die Knie und starrte die Rauchschwaden an, die sich über unserem Dorf erstreckten. Der Drache hatte alles niedergebrannt, jeden Drachenblütigen, jedes Familienmitglied und jedes Haus das dort stand. Nur wir Drei waren übrig. Die, die Schuld daran waren, zumindest dachten wir das damals so. Heute sage ich, das Schicksal hat uns zu dem gemacht was wir heute sind.

Wir versuchten noch die verletzten zu bergen. Durch meine Abstammung habe ich eine gewisse Feuerresistenz, so versuchte ich einige vielleicht noch lebende meines Stammes aus den Flammen zu bergen, doch das Drachenfeuer war für meine noch jungen Schuppen zu heiß. Nach mehrmaligen verzweifelten Versuchen, gaben wir es endgültig auf die Flammen zu löschen und Überlebende zu finden. So saßen wir, am Rande unseres Dorfes und betrachteten das herunterbrennende Dorf. Es war still und nur das Feuer knackte als die hölzernen Häuser in sich zusammenfielen.

Nach einigen Stunden stand ich auf und lief ziellos der untergehenden Sonne entgegen. Die Nacht brach herein und ich lief einfach weiter. Die beiden folgten mir, doch ich wusste nicht wohin dieser Weg dem wir folgten uns führte, ich wollte nur weg. Weit weg. Geredet hatten wir schon seit Stunden nicht.

Nach Tagen der Ruhelosigkeit holte uns die Erschöpfung ein. Es war ein stürmischer Tag und wir suchten Unterschlupf unter einem Felsvorsprung. Aneinander gekauert schliefen wir dann alle ein. Doch es sollte kein langer Schlaf werden, denn mitten in der Nacht weckte mich das Geräusch eines Tieres. Es klang wie ein knurrender Wolf, vielleicht auch mehrere. Zwar sind wir alle geübt darin, uns mit Waffen zu verteidigen, doch hatten wir keine bei uns, und wir waren zu erschöpft um irgendetwas zu bezwingen. Nur noch ein Wunder konnte uns in dieser Situation helfen. Ich weckte meine beiden Freunde, die sich müde umsahen, auch sie vernahmen das Geräusch eines Knurrens in der Dunkelheit. Wir versuchten ruhig zu sein und kaum zu atmen, doch das brachte wohl nichts, denn eines dieser Ungetüme sprang auf uns zu. Ich stellte mich schützend vor meine Freunde, ich wusste das war es mit mir! Ich dachte wirklich ich würde als Futter für hungrige Wölfe enden. Doch im selben Moment, indem ich diesen Tieren den Rücken zu drehte hörte ich das stöhnen eines sterbenden Tieres, danach das Aufprallen eines Körpers. Als ich mich umdrehe, stand hinter mir ein Mensch, in einer Silbernen Rüstung. Es dauerte nicht lange und weitere Geschöpfe in Rüstungen stellten sich zwischen uns und die Wölfe. Darunter war auch ein Drachenblütiger, ein alter Mann mit Rot schimmernden Schuppen. Er sprach mit uns auf Drakonisch und reichte uns die Hand. Er half uns aufzustehen und warf uns Mäntel über. Der Ritter stellte sich uns als Donaar Turnuroth vor, einem Ritter des Ordens des vergoldeten Auges. Nach allem was passiert war gab er uns ein Zuhause, er wurde quasi unser Lehrmeister, vielleicht auch sowas wie ein Vater für uns. Man nahm uns drei in diesem Orden auf, und wir bekamen eine neue Heimat, Helms Feste.

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Er lehrte uns Sprachen, den Umgang mit Waffen und zeigte uns Ideale denen wir folgen wollten. Wichtiger aber noch, er half uns diese schwere Zeit zu überwinden und hinter uns zu lassen. Saphaara hat sich nie ganz erholt von dem Anblick ihres geliebten Bruders, sie wurde zu einer ruhigen und besonnenen Magierin, sie saugte das Arkane wissen einfach in sich auf. Nykkan und ich trainierten viel gemeinsam, doch irgendwann übertraf er mich mit dem Schwert und ich hatte keine Chance mehr gegen ihn, er verfeinerte die Schwerttechniken soweit, dass er zusammen mit Donaar Aufträge erledigte und zu einem begnadeten Kämpfer wurde, er machte sich nie viel aus Magie. Ich wiederum begann viel zu meditieren und schloss mich einigen Paladinen an. Sie lehrten mich, eine Rüstung mit Stolz zu tragen und was es bedeutete dem Orden des vergoldeten Auges anzugehören.“

Quelle Beitragsbild: https://www.deviantart.com/spudbollercreations/art/DnD-Mehen-the-Dragonborn-Blood-Hunter-782779148

°25. Ches 1491°

Es begab sich eines Tages, als ich mit meinen Gefährten den “Seelenwächtern” unterwegs war, dass mich ein Brief meines Ritterodrens in Helms Feste erreichte. Darin stand:

Sora,

ich hoffe dieser Brief erreicht dich bei bester Gesundheit. Deine Taten um das Städtchen Phandalin sind in Helms Feste, sowie im Orden des Vergoldeten Auges nicht ungehört geblieben. Viele bewundern dich und deine Mitstreiter um eure rechtschaffenen Absichten und eure Sorgsamkeit um die Schwertküste. Mit diesem Sendschreiben sei dir hiermit mitgeteilt, dass dir im Namen der Wachsamkeit und des Schutzes von Helm und seiner Rückkehr durch das Goldene Auge, der Rang des Marcheons erteilt wurde. Der Orden kann Stolz auf dich sein, Sora.

Doch leider erreicht dich dieser Brief in schweren Zeiten. Mir schmerzt es zu sagen, dass der Orden und die Feste einen schweren Rückschlag erlitten haben. Umso mehr fällt es mir schwer dir zu erzählen, dass einer unserer stärksten Krieger den Glauben an Helm verloren hat: Nykkan, der Drachenblütige und dein ehemaliger Gefährte, hat den Orden verraten und unzählige Unschuldige getötet. Wir hatten schon länger den Verdacht, dass sein Geist von etwas verdunkelt wurde und es wurde von Zeit zu Zeit schlimmer. Bis er schließlich seine Gräueltat began. Er schlachtete Ordensmitglieder dahin und stahl eines unserer wichtigsten Artefakte: Den Helm der Pracht. Wir wissen nicht um seine Absichten oder was ihn dazu getrieben hat. Aus ihm Sprach nur der pure Hass. Dieser Tag der Trauer bleibt für den Orden unvergessen.

Die Geschehnisse liegen nun schon einige Wochen zurück, aber seit kurzem erst haben wir von ihm gehört. Unsere in Waterdeep stationierten Ritter erfuhren seinen Aufenthaltsort: Schädelhafen. Ich weiß, viele sagen die unterirdische Stadt, das dunkle Spiegelbild von Waterdeep, sei nur ein Gerücht. Dennoch habe ich meine Gestandenen dort hingeschickt und sie sind nie zurück gekehrt.

Meine einzige Hoffnung liegt nun bei dir, Sora. Du kennst Nykkan aus alten Tagen und hast vielleicht einen entscheidenden Vorsprung. Ich kann dir leider nicht mehr erzählen, das ist alles was ich weiß. Es ist eine große bitte, darüber ist sich der Orden im Klaren, aber im Namen von Helm und seiner Rückkehr, wir zählen auf dich.

Dein Freund und Lehrmeister,

Donaar Turnuroth”

Warum würde er sowas nur tun? Was hatte Nykkan denn mit dem Helm der Pracht vor. Und wo liegt dieser Schädelhafen? Mein Weg sollte mich also nach Waterdeep führen. Ich war gespannt was mich dort erwarten würde.

°30. Ches 1491°

Mein neuer Begleiter Schneeflamme:

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