Dungeons and Dragons & Das Schwarze Auge in Ulm
 
[04.08.20] Session 23 – Träume von der Schattenwelt

[04.08.20] Session 23 – Träume von der Schattenwelt

°5.  Tarsahk 1491°

Ein perfekter Plan

Die Konstrukte begangen aufmerksam auf die Gruppe zu werden, doch Jobo schloss schnell die Tür. Er sah die Gruppe an und erklärte ihnen, dass er einen Plan hätte. Flint und Sora sahen sich verunsichert an aber hörten ihm zu. Sein Plan sah es vor, dass er alleine hinausgehen wollte, um die Konstrukte mit einem lauten Geräusch abzulenken. Daraufhin sollte jemand in die Schmiede hineinstürmen und die Tür von innen verbarrikadieren. Die beiden Kämpfer mussten einsehen, dass dies keine schlechte Idee war. Sora aber wendete ein, das Daesatra ihre Eule hinterherschicken sollte, sodass die Gruppe wissen würde, wann sie hinein gehen sollen. Gesagt getan. Jobo schlich sich hinaus, hing seine Glocke an einen Baum gegenüber der großen Eingangstüre auf der anderen Seite der Schmiede. Er öffnete leise die Tür und versteckte sich hinter der Ecke der Schmiede. Daesatras Eule setzte sich auf das Dach der Schmiede und wartete. Als Jobo fest an dem Seil seiner Glock zog, machte es ein lautes Geräusch und die Konstrukte begangen sich in Bewegung zu setzten. Sie stürmten hinaus, Jobo begab sich wieder zurück, während Daesatra das Zeichen gab, dass Sora die Türen verschließen soll. Sora rannte durch die Schmiede und benutzte die Ketten die Jobo ihr gegeben hatte. Doch kaum war die Tür geschlossen bemerkten die Konstrukte was geschehen war und beschossen die Tür mit Bolzen. Einer davon blieb direkt neben Soras Kopf stecken. Als eines der Konstrukte dann mit einer Harpune schoss und ein Loch in die Tür machte, zog Sora schnell zusammen mit Flint einen Schrank davor und beobachtete die Tür weiter. Irgendwann gaben die Konstrukte dann auf, Daesatra beobachtete durch ihre Eule wie die Konstrukte sich durch die ganze Stadt verteilten. Flint merkte an, dass ihnen entweder das Öl ausgehen würde oder sie von anderen Kreaturen in Leilon erschlagen werden.

Die Abenteurer sahen sich in der Schmiede um und Sam war begeistert. Überall lagen Werkzeuge, Barren und weitere Schmiedematerialien. Sie begangen alles was brauchbar war in den Wagen vor der Tür einzuladen. Dabei fand Sora die Zauberschriftrolle „Springen“, welche sie Daesatra übergab, damit sie diesen in ihr Zauberbuch eintragen konnte. Ebenfalls fand sie einen Armbrustköcher und ein Seil, was sich Jobo schnappte. Jobo begann damit das Obergeschoss der Schmiede zu untersuchen. Langsam und leise schlich er sich durch den Gang, bemerkte aber niemanden. Die anderen kamen dazu und sie untersuchten einen Raum nach dem anderen. In einem der Räume fanden sie einen Schreibtisch mit Bauplänen, Jobo versuchte diese zu entziffern. Er fand heraus, dass es sich hierbei um Baupläne für die Konstrukte handelte, die sie bereits im Untergeschoss gesehen hatten. Jobo steckte die Pläne ein, vielleicht könnte er sie in Waterdeep einem guten Feinschmied geben.  Sora untersuchte in einem anderen Raum auch einen Schreibtisch der aber verlassen aussah, doch als sie sich diesen näher betrachtete sah sie unter einem Bett etwas aufblitzen. Langsam sah sie hinunter und entdeckte eine bronzene Raupe, welche plötzlich ihre Fühler in den Boden Steckte und Sora einen Stromschlag verpasste, der sie zurückspringen ließ. Die Raupe krabbelte an ihr vorbei und die Treppen hinunter, wo aber Althaea bereits stand. Sie schnappt sich die Raupe und Sora riss sie in zwei Teile. Bei näherer Betrachtung bemerkte die Gruppe wie fein säuberlich und penibel die Zahnräder angefertigt waren. Das Innere der Raupe sah aus wie ein Uhrwerk.

Im Obergeschoss war noch eine verzierte Tür übrig. Die Helden öffneten die Tür und fanden sich in einem kleineren Gemeinschaftsraum wieder. Offensichtlich lebten hier die Lehrmeister der Schmiede. Als sie den Raum betraten wurden sie von zwei mechanisch angefertigten Schlangen angegriffen. Die Konstrukte windeten sich um die Angriffe der Helden, doch als die erste sich in Soras Panzerschuh verbiss war sie leichte Beute für Flints Streithammer. Die zweite folgte dann schnell hinterher. Auf einem Tisch fanden sie einen schön geschliffenen Topas der in eine Schatulle aufbewahrt wurde. Sora fand in einem der Zimmer noch einen mächtigen Heiltrank.

Die Geschichte eines Paladins

Sie verließen die Schmiede und schlossen die Türen hinter sich. Sam wartete bereits am Ochsenkarren. Die Helden baten ihn mit dem Karren zurück zu Durgins Festung zu fahren und ihnen Proviant und Soras Pferd zu bringen. Er willigte schnell ein, denn auch er war froh aus dieser Stadt hinaus zu kommen, nach allem was er hier gesehen hatte. Daesatras Eule folgte ihm, um auf ihn acht zu geben. In der Zwischenzeit wollten die Helden in den Tempel gehen, der dem Gott Tyr gewidmet war. Am Tempel angekommen stellten sie schnell fest, dass sie nicht die ersten waren, die sich diesen Tempel genauer anschauen wollten. Der Tempel an sich war vor langer Zeit mal ein prächtiges Gebäude mit Türmen an den Ecken und schönen Verzierungen, doch die Zeit und die Natur holten sich das meiste des Gebäudes zurück. Das Tor des Tempels war magisch aufgebrochen, wie Daesatra anmerkte als sie die Spuren von mächtigen Zaubern bemerkte. Sicherlich war der Tempel in einen starken Zauber gehüllt und wurde dadurch all die Jahre beschützt. Althaea fand noch tiefe Kratzspuren, von irgendeinem großen Monster. Im inneren des Tempels spürte Sora eine schwächelnde magische Energie. Die Tiefen Kratzer von starken Krallen waren noch nicht alt und so beschlossen sie den Tempel zu stürmen. Doch das was sie dort sahen, hatten sie nicht erwartet. Im Tempel musste ein Kampf stattgefunden haben, nicht lange her wie sie vermuteten. Überall war frisches Blut und der Raum war übersäht mit toten Kultisten und Monstern die eher wie Dämonen aussahen. Ein schön verzierter Sarg befand sich auf der anderen Seite des Tempels, vor einer verunstalteten Statue, die einst Tyr darstellte. An dem Sarg standen zwei schwer verletzte Personen, welche ungläubig zu der Abenteurergruppe sahen. Einer der beiden erkannte Flint sofort, es schienen sich um Anhänger des Bleiernen Schlüssels zu handeln. Der eine hielt einen großen Adrasstein in der Hand und lachte als er anmerkte, dass er nun eine große und mächtige Seele einfangen werde. Doch mit diesen Worten sprengte der Deckel des Sarges und ein verdorbener Paladin erhob sich. Er zückte seine Gleve und schnitt dem ersten der beiden den Kopf ab, dem zweiten stach er glatt durch den Unterleib. Beide vielen zu Boden und der Paladin stieg aus seinem goldenen Sarg. Bevor der Paladin der Gruppe näherkommen konnte, nutzte Daesatra ihre Chance. Ein kleiner Feuerball entstand in ihrer Hand, welcher schwarzes Licht absonderte und die Flammen merkwürdig lila wirken ließ. Sie sprach einige Formeln und warf den Feuerball in Richtung des Paladins. Der verdorbene Paladin wurde in dunkle Flammen gehüllt, konnte aber knapp ausweichen als die Explosion ihn vom Mittelpunkt des Zaubers fortschob. Einige der Flammen allerdings brannten sich in seine Haut und verursachten schwere Wunden. Wütend auf Daesatra stapfte er weiter auf die Helden zu bis Sora sich ihm in den Weg stellte. Er löste seinen Blick von der Magierin welche ihren Spinnenstab zu sich zog, für nächsten Zauber. Althaea legte ihre Hand auf Soras Rücken und wirkte einen Schutzzauber auf sie, danach brachte sie Abstand zwischen sich und den Paladinen. Sora lenkte den Paladin von den anderen ab, so gewann die Gruppe genügend Abstand, denn alle bemerkten, dass der Kämpfer eine irrsinnige Reichweite mit seiner Gleve hatte. Während er sich mit Sora einen Schlagabtausch lieferte, merkte er nicht wie Flint seine magischen Geschosse auf ihn lenkte, die ihn hinterrücks durch seine Rüstung trafen. Jobo schoss mit seiner Armbrust auf den Paladin, aber durch seine schlechte Position traf er ihn nicht, dennoch lenkte er ihn für einen kurzen Moment ab. Als der Paladin einem der Bolzen auswich, traf Sora ihn in einem ungeschützten Moment mit heiliger Kraft. Mithilfe des Spinnenstabes setzte Daesatra den verdorbenen Paladin fest, welcher verwirrt versuchte dem Spinnennetz zu entkommen und dabei Sora außer Acht ließ. Die Sonnenklinge durchbohrte ihn und ein Lichtstrahl aus purem Sonnenlicht erhellte den gesamten Tempel als der Paladin zu Boden fiel. Unangenehme Stille machte sich breit. Flint machte sich auf zur Statue, welche übergossen wurde mit Öl, wahrscheinlich um sie anzuzünden, wie das letzte Mal, als sie eine verunstaltete Statue eines Gottes sahen. Die Gestallt des Tyrs wurde zerbeult und zerschlagen, die Anhänger des Bleiernen Schlüssels setzten der Statue passend zu ihrer verdorbenen Gottheit Wynareth eine Krone aus Dornen auf. Wütend darüber, was sie hier veranstalteten, kletterte Flint die Statue hinauf um die Krone ab zu nehmen. Er warf sie durch den gesamten Tempel.

Ungläubig wie ein Paladin derart von seinem Weg abkommen konnte, nahm Sora den gefallenen Paladin und legte ihn in sein Grab. Doch als sie ihn ablegte verschwand ihr Verstand kurzzeitig in eine schattenartige Parallelwelt. Sie sah den Paladin wie er alleine mit seiner letzten Streitmacht hunderten von Dämonen gegenüberstand. Er schrie dabei wild Befehle. Dann endete die Vision.

Sie sah zu Flint und erklärte ihm das auch sie nun eine Vision eines Toten hatte. Sie legte noch die Gleve in sein Grab und schüttelte ungläubig den Kopf. Daesatra schloss die Augen und versuchte sich auf die Erzählungen ihrer Gefährten zu konzentrieren. Wie schwer könnte es für eine Magierin schon sein, dasselbe zu erleben wie die beiden. Tatsächlich fand auch sie sich in einer Vision wieder, doch nicht in der des Paladins, sondern an einem anderen Ort. Sie erkannte Gitterstäbe und sah eine Seevettel die auf sie zu kam. Schnell öffnetet sie wieder ihre Augen und lächelte, da ihr Versuch gelungen war. Selbstsicher erklärte sie ihren Gefährten was sie eben getan hatte. Verwundert sahen sich alle an. Jobo lief ein Schauer über den Rücken, bei dem Gedanken, die letzten Momente eines Toten zu sehen.

Als Kleriker des Gottes Tyr sah er es als seine Pflicht dem Paladin noch einmal einen Segen auszusprechen und dabei gelangte auch er erneut in die Parallelwelt. In dieser Vision allerdings stand der Paladin einem Geschöpf entgegen mit dem Körperbau einer Kugel und vielen Augenstielen.

Einen Moment lang sah sich die Gruppe an. Konnte das alles etwas mit dem zu tun haben, dass sie „Seelenwächter“ seien? Flint fing die Seele des Paladins in seiner Laterne ein und sie verließen den Tempel wieder.

Sie begaben sich zum Tor, denn Daesatras Eule sah wie Sam den Wagen mit Proviant vor den Toren der Stadt versteckte. Die Gruppe befestigte den Wagen an Soras Pferd und nahmen sich die Rationen. Zum Rasten begaben sie sich wieder in die Schmiede. Eine ruhige Nacht verging ohne weitere Zwischenfälle. Nur Flint wachte in Schweiß gebadet mitten in der Nacht auf. Er hatte einen Traum, von einer Person in einem Käfig im Alchemielabor der Seevetteln. Flint ging davon aus, dass es sich dabei um den Elfen handelte, den er in dem Käfig gesehen hatte. Der Gefangene hielt eine Perle in der Hand als eine der Vetteln auf ihn zu kam.


Haltbarkeit der Verzauberung auf den Gegenstände nach dem Spielabend:

Daesatra

  1. Dolch 9 Tage
  2. Rüstung 7 Tage

Flint

  1. Kettenpanzer 4 Tage

Jobo

  1. Dolch (1) 12 Tage
  2. Dolch (2) 8 Tage
  3. Dolch (3) 2 Tage
  4. Rüstung 0 Tage verfallen
  5. Armbrust 6 Tage

Sora

  1. Rüstung 8 Tage

Althaea

  1. Armbrust 1 Tage
  2. Lederrüstung 0 Tage verfallen

Die von Daesatra in der Zauberschmiede verzauberten Gegenstände erhalten +1 und die Eigenschaft “Magische Waffe/ Rüstung” bis zum Ende der o.g. Haltbarkeit.

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