Nach dem Kampf gegen den Dämon war der Hain verloren; der Schaden, den seine Verderbtheit angerichtet hatte, war zu groß. Dies traf die Hüterin des Hains hart, wenngleich sie auch reflektierte, dass der Hain im Angesicht des unaufhörlichen Einflusses des Fluches vom Savalirwood ohnehin irgendwann eingeknickt wäre. Alles, was ihr nun blieb, war, den Fluch aufzuheben oder bei dem Versuch zu sterben.
Da die Hupperdudes wussten, dass Alice’s Leichnam nicht hier bleiben konnte – die Raven Queen hatte ihren Unmut kundgetan – exhumierten sie sie, rollten sie in ein großes Tuch in und betteten sie in Mouq’s Beutel. Außerdem hatten sich Ideen gefunden, wie Alice vielleicht wiederzubeleben war: Die Orcs in Boroftkrah, Druiden von Talos, feierten ihren jährlichen Wettbewerb, dessen Gewinner einen nicht näher formulierten Gefallen bekamen. Caelith ihrerseits wusste von Druidenzaubern, die Alice wiederbeleben konnten – wenn auch in einem neuen Körper. So oder so mussten sie also den Leichnam mitnehmen.
Mouq fiel ein, dass das Zeitlimit, das normalerweise auf derartigen Wiederbelebungen hing, vermutlich nicht galt. Alice’ Seele war nämlich nicht dabei, zu entschwinden, sondern wartete geduldig im Ring, den Ylva trug. Tatsächlich schien sie nicht in Eile zu sein, und sagte den Hupperdudes mit einem gedanklichen Schulterzucken, erst einmal ihre Aufträge zu erledigen.
Zu viert verließen die Hupperdudes die Lichtung wieder. Angeführt von Caelith, die sich im Wald gut auskannte, marschierten sie zunächst Richtung der alten Handelsstraße, die Shadycreek Run mit Molaesmyr verbunden hatte. Auf dem Weg dahin stolperten sie über ein verlassenes Lager, das offenbar von Red Caps überfallen worden war. Im Tagebuch, das sie in einem Rucksack neben halb verdorbenem Essen fanden, hatte ein Abenteurer namens Hektor geschrieben, auf der Suche nach einer Sphinx in den Flotket Alpen zu sein. Genannt ‘Yondis the Silver Star’, bewachte sie mächtige Waffen und Rüstungen von Abenteurern aus längst vergangener Zeit, war aber wohl bereit, diese an würdige Personen herauszugeben.
Die alte Handelsstraße war kaum noch als solche zu erkennen, da der Wald dabei war, die großen grauen Granitplatten wieder zu überwuchern. Sie folgten dem Weg nur kurz, bis sie auf einen umgefallenen Handkarren stießen, um dem zwei der gesuchten Abenteurer sowie ein toter Tabaxi lagen. Einer der Abenteurer trug einen Brustharnisch, der in der Mitte ein großes, ausgebranntes Loch aufwies.
Mit den zahlreichen Spuren und Mouq’s Talent, mit den Toten zu sprechen, konnten sich die Hupperdudes schnell ein Bild davon machen, was hier passiert war. Die Abenteurer waren tatsächlich bereits auf dem Rückweg von Molaesmyr gewesen, mit Artefakten im Gepäck, als sie hier von den Tabaxi überfallen worden waren. Tatsächlich lag noch ein Brustpanzer unter dem Handkarren, mit der eingravierten Inschrift R.U.P.E.R.T., der Teil eines Automatons gewesen war – eines wundersamen mechanischen Konstruktes aus alter Zeit, dessen Herstellung längst in Vergessenheit geraten war.
Nach nur kurzer Zeit der Nachforschung wurden die Hupperdudes allerdings unsanft vom Savalirwood überrascht – genauer von den Leichen, die unter dem Einfluss des Fluches wieder aufstanden und rasend auf die Lebenden losgingen. Sie agierten nicht intelligent, dafür aber umso brutaler. Die Hupperdudes konnten sich souverän zur Wehr setzten und die rastlosen Leichen wieder zu solchen machen, jedoch nicht, ohne dabei ein gewisses Maß an Lärm zu machen. Kaum war der dritte Zombie wieder regungslos am Boden, regten sich die Büsche um den Handkarren herum, und eine Jagdgruppe von Tabaxi erschien mit gespannten Bögen, die direkt auf die Gruppe gerichtet waren, aus dem Dickicht.

