Session 22 – Lausfilz der Freibeuter

Nach dem Kampf gegen die Ausbrüchigen und deren Spinnen hatten die Hubberdudes noch den ganzen Nachmittag vor sich, da sie die Nacht noch im Pond of Dancing Light verbringen wollten, ehe sie nach Uthodurn aufbrachen. Chook zog seine Karten zu Rate und schlug zwei verschiedene Routen vor: An Molaesmyr vorbei nach Norden, um dann von der Crystalsands Tundra nach Osten in die Flotket Alps abzubiegen – oder direkt Richtung Osten auf die Rime Plains, am Rande des Savalirwoods nach Norden, um dann das Gebirge von Süden aus anzugehen.

So oder so würden sie den Fluss überqueren müssen, der aber mit etwas Glück zu dieser Jahreszeit noch gefroren und passierbar sein könnte. Letzten Endes fiel die Entscheidung auf die Rime Plains, da die Hupperdudes den Wald als ganzes allmählich satt hatten.

Im Gespräch über das Feywild, das hier fast greifbar nah war, erzählte Caelith den Hupperdudes von einer anderen Welt, in der die wundersamsten Begebnisse als völlig normal galten. Die meisten Fey wurden zum Beispiel nicht geboren, sondern erschaffen, was Mouq schwer zu denken gab. Er entfernte sich kopfschüttelnd in Richtung der Pixie namens Greenmane, die ihnen von Six Dream versprochen worden war, lud sie in die Gruppe ein und öffnete dann ihren Glasbottich.

Mit ihrer starken Bindung zum Fey konnte Greenmane den Fluch des Waldes von der Gruppe fernzuhalten, was eine enorme Hilfe sein würde. Mit Musik, Scherzen sowie dem ersten kleinen Streich – einer Illusion von Koboldgold am Grund des Sees – wurden die Anfänge einer neuen Freundschaft gesät.

Caelith hatte außerdem eine Lösung für die Überquerung des Flusses: Sie war in der Lage, ihre Wegbegleiter auf dem Wasser laufen zu lassen; eine Fähigkeit, die sie den zweifelnden Gnomen sofort bewies. Sie tasteten sich vorsichtig auf die Wasseroberfläche, die ihnen auf wundersame Weise Halt bot. Chook überredete sogar Lausfilz, sich auf das Wasser zu wagen, der erst panisch herumschlitterte und sich dann langsam fasste.

Dar Sees selbst war grundlegend vom Portal zum Feywild an dessen Grund beeinflusst. Lausfilz war der Erste, der vom klaren Wasser trank und sich danach in klarem Common als Eduard Barbossa vorstellte. Er sei ein Freibeuter gewesen, der unter Captain Avantika gesegelt war und nach einer Sichtung eines Leviathan als Hund wieder aufgewacht war. Aber auch Ylva und die Gnome hatten Visionen der Vergangenheit, oder im Fall von Mouq Herzrasen und akuten Bewegungsdrang.

Als die Tabaxi sich gegen Abend zum kommunalen Abendessen trafen, spielte Mouq das Lied, das er Greenmane versprochen hatte. Es war eine Andacht an Alice, deren Tod die Hupperdudes noch längst nicht verwunden hatten. Caelith spendete ihren Beistand, wie sie es als Hüterin eines Friedhofs am Besten konnte, und Ylva erzählte der Seele in ihrem Ring still von den Ereignissen der letzten Tage.

Am nächsten morgen brachen die Hupperdudes dann gen Osten auf; zwei Tage durchquerten sie den Wald, bis sich der kalte Nebel zwischen den Baumstämmen langsam lichtete und den Blick auf eine endlose weite, weiße Tundra offenbarte, die klirrend kalt unter einem wolkenlosen blauen Himmel lag; selbst die Berge, die majestätisch hinter der schneebedeckten Weite emporragten, wirkten unendlich weit weg.

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