Session 12 – DER Arfur Gregorio

Nachdem sie die verfluchten Lande entgültig hinter sich gelassen hatten, erblickten die Flüchtlinge am 11. Blattfall endlich Baldur’s Gate. Sie standen etwas erhöht auf einer Anhöhe und konnten den Fluss Chiontar, den Vorort Rivington, den Majestätischen Staubfaltenhügel und den Hafen von Baldur’s Gate von dort aus gut erkennen.

Der erste Anhalt war in Rivington das Haus von Arfur Gregorio – Sir Toby’s Erschaffer. Ein verdutzter Lehrling namens Gilbert öffnete ihnen die Tür, erkannte vor sich das Werk seines Meisters und geleitete die Gruppe zur Werkstatt von Gregorio auf dem Dachboden des Anwesens.

Dieser war sichtlich überwältigt davon, seinen Prototypen wohlauf zu sehen. Er bot Sir Tobys neuen Freunden Tee und Gebäck an, und es entwickelte sich schnell ein angeregtes Gespräch. Er schien keineswegs enttäuscht darüber zu sein, dass Sir Tobys Reparatur in Elturel nicht funktioniert hatte, sondern eher begeistert darüber, dass die Puppe nun einen eigenen Weg eingeschlagen hatte.

Zarissa erkundigte sich nach den Materialien, die in Sir Toby verbaut waren, und nach einigem Herumgedruckse gab Gregorio an, dass er für seinen ersten Prototypen Infernalisches Eisen verwendet hatte, das er seitdem nie wieder bekommen konnte. Die Oberschicht bestand aus Elfenbein.

Er willigte sogar ein, die Gruppe der Flüchtline für kurze Zeit bei sich aufzunehmen, solange sich diese gut benehmen würden. Diese waren überaus dankbar und bezogen sogleich ihre Räume – alle, bis auf Ganon, der immernoch ganz besessen von der Keule war, die Rhialla ihm zum Untersuchen gegeben hatte. Er weigerte sich rigoros, die Waffe wegzulegen, und als die Spannungen in Gewalt umzuschwenken drohten, erkannte Rhialla, dass auf Ganon ein Fluch lag.

Sie sprach ein schnelles Gebet, bevor irgendjemand wirklich verletzt werden konnte, und Ganon ließ die Keule fallen. Er starrte sie alle verwirrt an und gab dann zu, keine Erinnerung von den letzten Tagen zu haben, seit er begonnen hatte, die Waffe zu untersuchen.

Es wurden Vorräte für die Flüchtlinge sowie Pralinen für Cazimir gekauft, und Zarissa schmiedete vergnügt pfeifend in der hiesigen Schmiede die Symbole von Lathander auf ihre neue Rüstung, die sie im Tempel gefunden hatte. Abends versuchten Cazimir und Sir Toby – die zwei heimlicheren Mitglieder der Gruppe – der schwachen Spur nach Infernalischem Eisen nachzugehen.

Jedoch fanden sie stattdeessen in einer dunklen Gasse eine Gruppe von Gestalten, die um eine Leiche am Boden herumstanden und sich stritten. Sir Toby eilte zum Anwesen zurück und rief nach Zarissa und Rhialla. Auf ihrem beschworenen Pegasus jagten sie Cazimir’s Spur aus Pralinen durch die Nacht, bis sie die Gestalten wiederfanden.

Diese waren gerade dabei, den Leichnam von der Anhöhe hinunter zum Fluss zu tragen, um ihn dort zu entsorgen. Die Gruppe stoppte sie, wobei Rhiallas Zone of Truth und Zarissa’s Einschüchterung reichte, um sie zum reden zu bringen. Sie waren die Rivington Rats, Kleinkriminelle in Rivington, und der Mord war tatsächlich wohl nur ein Unfall gewesen. Fivin – der Tote – hatte versucht, ihnen einen gefälschten Diamanten zu verkaufen, und es war zum Streit gekommen.

Da die Rivington Rats aber auch Flüchtlinge über den Flussweg in den Hafen schmuggelten, sahen Sir Toby und Rhialla zähneknirschend davon ab, die Gruppe an Ort und Stelle zu bestrafen. Zu wichtig könnte es sein, bei Arvensel Raffer, dem Anführer der Rivington Rats, einen Gefallen gut zu haben. Jedoch warf Sir Toby noch in derselben Nacht einen Steckbrief bei der Stadtwache ein – eher für sein eigenes Gewissen statt echter Hoffnung, die Wache von Rivington nicht für ihre Ehrbarkeit bekannt war.

Außerdem hatten sie von den Rats einen wichtigen Hinweis bekommen: In den Außenbezirken der Stadt werden Passierscheine für die Stadttore unter der Hand verkauft. Angeblich stecken Vermittler der Low Lantern dahinter. Ein Etablissment im Stadtteil Brampton.

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