Session 24 – Das Sturmfest

Noch bevor sie den Ältestenrat begrüßten, fiel Caelith und Ylva Tuvogs aufmerksamer Blick auf. Eines seiner Augen bewegte sich nicht im Einklang mit dem anderen und ließ in Ylva sofort ein ungutes Gefühl aufkeimen.

Die Ältesten empfingen die Hupperdudes jedoch mit Respekt und offenen Armen. Garma hatte bereits von ihrer Hilfe berichtet, wie sie seine Wölfe gerettet und das Gift aufgespürt hatten, das die Tiere in Raserei versetzt hatte. Als Dank bot Garma ihnen Unterkunft bei seiner Familie an, solange der Schneesturm tobte und die Festspiele andauerten.

Während Caelith und Lausfilz erschöpft von der langen Reise sofort einschliefen, zogen Chook, Mouq und Ylva durch die nächtliche Stadt. Chook versuchte sein Glück bei einem Würfelspiel und verließ den Tisch als Sieger. Mouq mischte sich unter die jungen Orks, tanzte, lachte und feierte bis tief in die Nacht. Ylva hingegen ließ Tuvog keine Ruhe. Zwischen Wettkämpfen, Gelagen und lautstarken Armdrückduellen entdeckte sie ihn schließlich wieder. Er war der amtierende Champion der Festspiele.

Als sie unauffällig nach verborgener Magie suchte, bestätigte sich ihr Verdacht. Von Tuvogs seltsamem Auge ging eine Aura der Verwandlungsmagie aus. Am nächsten Morgen berichtete Ylva den anderen von ihrer Entdeckung. Doch weder die Hupperdudes noch Garma wollten darin etwas Verdächtiges erkennen. Vielleicht, so meinten sie, steckte hinter dem Auge eine harmlose Geschichte.

Währenddessen machten sich Chook und Mouq erneut auf die Suche nach der Ursache für die Vergiftung der Wölfe. Sie fanden heraus, dass vergiftetes Mammutfleisch die Tiere in den Wahnsinn getrieben hatte. Zwar fiel ihnen ein auffällig nervöser Ork-Jäger auf, doch außer diesem Verdacht fanden sie keine Spur zum eigentlichen Täter.

Caelith hingegen suchte erneut die Nähe des Beacons. Als sie seine Visionen betrachtete, sah sie einen gewaltigen, blutgetränkten Obelisken. Erschrocken eilte sie sofort zu den Ältesten und warnte sie vor dem düsteren Omen. Doch die Orks ließen sich davon nicht beirren. Die Festspiele des Sturmfürsten waren heilig und würden stattfinden.

Mit den aufziehenden Stürmen begann schließlich das Fest. Getrieben von ihrem Misstrauen forderte Ylva Tuvog persönlich zu einem Duell heraus. Doch der Champion erwies sich als überwältigender Kämpfer. Ylva wurde besiegt und zu Boden gestreckt. Als se sich nach der Heilung der Druiden selbst aufhalf, musste sie sich widerwillig eingestehen, dass sie an ihm nichts Unrechtes erkennen konnte, außer der Stärke und Ehre eines außergewöhnlichen Kriegers.

Auch die übrigen Hupperdudes stellten sich den Wettkämpfen. Caelith gewann das Druidenspiel, indem sie den Verlauf des Sturms treffsicher vorhersagte. Chook verlor zunächst das Lanzenreiten auf den Wölfen gegen einen erfahrenen Jäger. Doch gemeinsam traten Ylva und Caelith noch einmal an, die Firbolg auf dem Rücken eines mächtigen Bären, in den sich Caelith verwandelt hatte und errangen den Sieg.

Beim Bogenschießen bewies Caelith erneut ihr Können und sicherte sich den ersten Platz. Mouq musste sich ungewohnt zurückhalten. Zu gerne hätte er bei den Wettkämpfen den einen oder anderen Trick angewandt, doch bei den Orks galt Ehre mehr als Sieg. Stattdessen fand er seine Bühne beim Wetttrinken, Pfeifenrauchen und Rätsel lösen, und gewann jede dieser Herausforderungen mit einem breiten Grinsen.

Als die Hupperdudes den völlig betrunkenen Mouq schließlich auf Lausfilz hievten und sich lachend vom Festplatz entfernen wollten, zerriss plötzlich ein Schrei die ausgelassene Stimmung. Kein Jubel. Kein Siegesruf. Sondern panische, von Angst erfüllte Schreie. Als sie sich umdrehten, bot sich ihnen ein Bild des Grauens. Mitten auf dem Festplatz begann ein Blutbad.

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