Dungeons and Dragons & Das Schwarze Auge in Ulm
 
(10.02.19) 09.-16. Phex 1040BF – Donnerwacht II – Kapitel I: Zeit für das Bündnis

(10.02.19) 09.-16. Phex 1040BF – Donnerwacht II – Kapitel I: Zeit für das Bündnis

Tagebucheintrag 09.-16. Phex von Siiria

09. Phex 1040BF

Nach einer langen und beschwerlichen Reise durch den Tashkamm, machten wir endlich halt in einer kleinen Ruine am Waldrand. Zairi suchte einige Zweige zusammen, die nicht ganz aufgeweicht waren, und machte daraus ein Feuer. Kurz darauf fielen mir auch schon die Augen zu, sogar Zairi schien schlafen zu gehen.

Mitten in der Nacht schreckten uns Trommeln auf! Sofort sprangen wir auf und sahen uns um, doch es war niemand zu sehen. Als wir gerade anfingen uns zu beraten, was wir tun sollten, schoss auch schon ein Pfeil auf mich zu, der mich zu Boden zwang. Der Schmerz stach mir durch den gesamten Oberkörper und benommen sah ich in die Richtung aus dem er kam. Da waren sie also: Sechs Orks die nur darauf warteten uns anzugreifen. Kord und Zairi waren sofort bereit uns zu verteidigen. Kord zog seine Waffe und schon stürmten die Orks los und schwangen ihre Streitäxte. Benommen von dem Schmerz, der mir durch den Körper schoss, zog ich dennoch meine Waffen und begab mich in den Kampf. Unsere Maultiere und das Pferd, welches einst unserem Weggefährten Jasper gehörte, brachen schier aus, die Seile die wir benutzen, um sie festzuhalten wurden strammgezogen. Ich dachte wir würden sie verlieren. Als ich an den Orks vorbei sah, erkannte ich einen Steppenelf der sich uns später weiter vorstellen würde. Zairi rannte sofort los als sie ihn sah, kannte sie ihn also? Lange Zeit darüber zu grübeln hatte ich nicht, denn schon schoss der zweite Pfeil auf mich zu. Dieses Mal sah ich in die Richtung, aus der der Pfeil kam und erkannte einen Starken Ork der mit immenser Kraft einen Kompositbogen spannte und erneut zu einem Schuss ansetzte. Dem Ork fehlte ein Stück seines rechten Hauers und seine Stimme rasselte durch den Wald, während er den anderen Befehle gab. Durch meine Unachtsamkeit traf mich der Pfeil erneut, dieses Mal im Bein und ich ging zu Boden. Später erklärten mir meine Mitstreiter was geschah. Sie befreiten den gefesselten Elf, vertrieben die anderen Orks und nahmen einen Ork gefangen, der nun auf den Treppen dieser Ruine lag, wo wir noch immer lagerten.

Dank dem Elfen Visalyar Wassertänzer, wie er sich mir dann vorstellte, wurde ich geheilt und meine Wunden schlossen sich. Er schien eine starke Abneigung gegen Orks entwickelt zu haben und Schlitze diesem Gefangenen Ork schon bald die Kehle durch. Wir unterhielten uns ein wenig und wir fanden heraus, dass er auf dem Weg an einen Ort sei von dem er nicht wusste wo er war. Er spürte das er dorthin musste und bat uns mit zu kommen, denn er spürte das etwas mit dem Bündnis nicht stimmte. Natürlich willigten wir ein.

Ein wenig später in dieser Nacht fand Visalyar an seinem Schlafplatz eine kleine Falltüre, die zu einem kleinen unterirdischen Raum führte. Wir stiegen hinab und befanden uns in einem kleinen Raum, wo ein Schaben hinter einer Tür zu hören war. Kord machte kurzen Prozess und schlug die Tür mit der Axt ein, wobei zwei Skelette zu Boden gingen. Hinter der Tür befand sich ein Weg der aber eingestürzt war, da sich mal wieder niemand traute, kletterte ich leichtfüßig die 5m hinunter und auf der anderen Seite hinauf, um den anderen ein Seil anzubringen. Gerade Kord fiel die Sache nicht sehr einfach aber alle schafften es hinunter zu klettern und kamen heil wieder oben an. Wir gingen weiter und gelangten in eine Grabkammer, in dem ein in schwarz gekleideter Mann einige komische Sachen murmelte. Kurz darauf wurden wir auch schon wieder angegriffen. Wie mir jemand später erklärte war der Mann ein Beschwörer und ein Kultist des namenlosen Gottes, er beschwörte den Geist eines alten Kriegers, wurde aber von diesem direkt getötet. Der Krieger sowie zwei Skelette kamen langsam schlurfend auf uns zu. Wir machten kurzen Prozess und begangen schnell nach Schätzen zu suchen. Danach legten wir uns wieder in unserem Lager zur Ruhe und schliefen noch den Rest der Nacht.

10. Phex 1040BF

In dieser Nacht plagten mich komische Träume. Ich sah wie sich Vogelfrauen stritten, ich träumte von Bergen und dass sich diese Frauen zu versammeln schienen. Wie ich später herausfand hatte dieser Traum was mit dem merkwürdigen Symbol zu tun, das ich seit Jaspers Tod an meinem Arm habe. Ich hätte nicht gedacht das es so wichtig wäre, hätte es für einen Fluch gehalten. Nach Angaben meiner Mitstreiterin Zairi war dies das Zeichen der Bündnisträger, Jasper war wohl auch
einer. Bei seinem Tod musste dies wohl auf mich über gegangen sein. Zairi erzählte dann das auch sie von diesen Vogelfrauen geträumt hatte, sie nannte sie Harpyien. In Ihrem Traum schien das Bündnissymbol der Harpyienkönigin aufzuleuchten.

Visalyar betonte wieder das wir zu den Ogerzähnen reisen müssten, irgendwas schien ihn dort hin zu ziehen. Auch Zairi und ich hatten dieses Gefühl. Doch zuerst brauchten wir Proviant, also gingen wir alle auf die Jagd. Nach einigen Stunden trafen wir uns am Lager. Ich zerrte einen toten Hirsch mit mir herum während die anderen nur Kaninchen fanden. Wir bereiteten das Fleisch auf nahmen was mit und so begann unsere weite Reise durch das unerklimmbare und unübersichtliche Land der Orks. Visalyar erklärte das es nordöstlich der Blutzinnen wohl keinen guten Weg geben würde und wir uns durchlagen müssten.

Einige Tage vergingen, Zairi, Visalyar und ich bekamen nur wenig Schlaf. Die Träume in den letzten Nächten zerrten an unseren Kräften. Doch schienen sie ein Muster zu ergeben. Wir sahen Orklager und eine in schwarz gekleidete Frau inmitten dieser vielen Orks, war sie gefangen? Auch von den Harpyen träumten wir immer wieder. Möchte diese Königin uns was sagen?

16. Phex 1040BF

Müde und entkräftet folgten wir noch immer unseren Weg. Doch plötzlich gerieten wir in einen Ork-Hinterhalt. Und wieder schoss der Ork mit dem Abgebrochenen Hauer auf uns. Doch nach einer langen Verfolgungsjagd konnten wir entkommen. Später erinnerten wir uns an dieses Merkwürdige Zeichen das die Orks trugen. Visalyar klärte uns auf, dass es das Zeichen des Orkischen Totengottes Tairach sei. Es gäbe wohl einen Schamanen des Tairach, der immer von einer Krähe umgeben war. Visalyar nannte ihn Aschepelz. Dieser sei der mächtigste Schamane des Orklandes und lebt dort am östlichen Rand. Wir machten wieder Rast und erkannten weit entfernt von uns einen riesigen Schatten. Wir fragten Visalyar was es damit auf sich hatte und er erklärte, dass dort ein sogenannter Aikar Brazoragh einen Knochenturm bauen lässt. Er sei der Einiger der Orkstämme und baut diesen Turm nun schon seit 20 Jahren…